Mittelalterfestival 2014

Anreise zum Mittelalterfestival Horsens 2014

Nach der Reise ist vor der Reise. Wir haben jetzt eine knappe Woche bis zum Kurzurlaub in der Türkei, und gerade genug Zeit uns ein paar Tage von dem Spaß in Dänemark zu erholen. Letzte Woche Donnerstag ging es ja ab zum Mittelalterfestival Horsens 2014, das am 29. und 30. August stattfand. Die Bahnfahrten nach Horsens sind normalerweise recht problemlos und ohne jegliche Spannung, diesmal jedoch haben die Deutsche Bahn und die Dänische Staatsbahn (DSB) wirklich alles gegeben um uns einen Horrortrip zu verschaffen. Zur Anreise gleich mehr, erst jedoch das Fazit der 4 Tage Dänemark: Wie immer super, das Mittelalterfestival war grandios, die Bands großartig und die Shows (Ritterturnier, Raubvogelshow, etc.) ebenso.

Die Bahnfahrt der Superlative

Der Weg zum Mittelalterfestival sieht normalerweise wie folgt aus:

  • Abfahrt 6.25 in Dortmund
  • Ankunft in Hamburg um 13.18 und um 13.30 weiter nach Horsens
Mittelalterfest Horsens 2014
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Zu unserem Bedauern haben wir dieses Mal beschlossen nicht so früh zu fahren, sondern den IC von Dortmund nach Hamburg um 10.25 zu nehmen. Böser Fehler, großer Fehler. Auf der Fahrt durchs schöne Münsterland hat sich der liebe Gott wohl gedacht das es an der Zeit wäre, mal was lustiges zu machen. Also gab es kurz vor Westbevern eine Signalstörung. Der Zug stand, und der Zugführer musste auf eine schriftliche Genehmigung zur Weiterfahrt warten. Die Minuten gingen so ins Land, mein Handy meldete eine SMS mit dem schönen Wort “Verspätungsalarm” und die DB warnte uns, das wir möglicherweise den Anschluß in Hamburg nicht erreichen würden. So nach knapp 15 Minuten ging es dann auch weiter, und der Zugführer machte ordentlich Dampf im Kessel. Als der Zug mit 190 Sachen über die Gleise fegte hörte er sich an, als ob er sich gleich in seine Bestandteile zerlegt und wir mit einem Cabrio weiterfahren. In Wagen 8 wurde bereits der Rosenkranz rumgereicht, die Passagiere dort vermuteten wohl schlimmeres.

Hamburg kam immer näher, und der Blick auf die Uhr wurde immer verzweifelter. Planmäßige Ankunft in Hamburg wäre 13.12 gewesen, haben wir aber leider nicht geschafft obwohl der Zugführer wohl sein bestes gegeben hat. Naja, wir waren halt zu spät da und der Anschluß nach Horsens war weg. Also ab zum DB Reisezentrum und mal vorgesprochen wie es denn aussieht mit der Weiterfahrt nach Horsens. Die nette, wenn auch demotivierte, Dame im Reisezentrum drückte uns dann je einen Verzehrgutschein über €2 in die Hand, samt einer Info über weitere Verbindungen nach Horsens. Viel mehr war der Frau nicht zu entlockemn (von diesen dämlichen Fahrgastrecht-Formularen zum Ausfüllen mal abgesehen). Da hatten wir dann eine Stunde in Hamburg am Bahnhof totzuschlagen….gar nicht so einfach wie man sich das vorstellen mag hehe.

Pünktlich (zumindest nach DB Ermessen) fuhr der Zug, der uns nach Flensburg bringen sollte, dann auch um 14:48 anstatt 14:43 los. Wenn man nun in Betracht zieht, das man in Flensburg zum Umsteigen 11 Minuten Zeit hat dann wird einem schon mulmig und man hat die nächste gelangweilte DB Mitarbeiterin im Reisezentrum schon vor Augen. Flensburg erreichten wir dann ebenfalls 10 Minuten zu spät, allerdings war die DSB so nett mit dem dänischen Anschlußzug zu warten bis der Regionalexpress aus Hamburg da war. Also mit Sack und Pack vom RE in den IC der DSB gerümpelt und uns gefreut das es zumindest diesmal perfekt klappte.

Ab ging es im dänischen IC von Flensburg nach Fredericia….
Und siehe da, die DSB kann auch Verspätung. In Padborg standen wir dann mal lockere 10 Minuten wegen einer Signalstörung und in Vojens auch nochmal ein paar Minuten. Alles in allem waren es genug Minuten damit wir den Anschluß in Fredericia nicht mehr bekamen. In Fredericia angekommen haben wir uns dann auf die Suche nach einer alternativen Verbindung nach Horsens gemacht, und schlußendlich waren wir um 20.10 in Horsens anstatt um 17.30 wie geplant. Zweieinhalb Stunden für die Katz…manchmal hat man einfach Pech, und fairerweise muss ich zugeben das es sonst wesentlich weniger stressig geht. Aber egal, nun waren wir in Horsens und haben den Abend dann in der “Zwei große Bier Bar” ausklingen lassen.

Auf zum Mittelalterfestival Horsens 2014

Mittelalterfest Horsens 2014
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Nach der stressigen Anreise vom Vortag ging es dann am Freitag nachmittag gutgelaunt in Richtung der Eröffnung des Mittelalterfestivals 2014 in Horsens. Kurz vor 16.00 Uhr waren wir da, und für den ersten Tag tummelten sich schon eine Menge Leute auf dem Gelände des alten Gefängnisses. Traditionell gab es eine Parade der Schausteller, geführt vom Bürgermeister. Imposant wenn man sieht, wieviele Leute da eigentlich so mitwirken (ist ja nicht umsonst das größte europäische Mittelalterfestival). Ganz weit vorne  gingen die Flagkaster von Contrada della Corte, die mit ihren Drums im Vorbeimarsch ordentlich Randale gemacht haben. Wenn man so in der ersten Reihe steht ist das schon übel laut, sollte man nicht meinen (seht ihr, bzw. hört ihr auch in den Videos. Auch die Wolfshunde waren wieder mit von der Partie, einfach nur beeidruckend wie riesig die sind. Könnte eng werden, wenn einer von denen auf unsere Couch springt hehe.

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Mittelalterfest Horsens 2014
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Nach der Parade ging es dann auch direkt ab zur Raubvogelshow, war die erste Darbietung im Programm am Freitag. Also durch die Menge in Richtung Ridderarena gerempelt und versucht einen Platz möglichst weit vorne zu bekommen. Erfreulicherweise waren die gleichen netten Leute der Silkeborg Rovfugelshow wie letztes Jahr da, und man konnte ein kleines Schwätzchen nach der Show halten und über die Peinlichkeiten des letzten Jahres lachen (der rote Milan, der erst nach 3 Stunden wieder heim kam hehe). Die Vögel in Aktion sind einfach nur Wahnsinn und imposant. So eine mickrige Eule kann sich ganz schön groß machen. Auch diesmal gab es wieder einen Ausreisser, der sich für ein paar Minuten lieber den schicken Aufwinden und der schönen Aussicht zuwandte, anstatt dem Köder seines Falkners den Garaus zu machen. Diesmal kam das Vögelchen aber schon nach knapp 10 Minuten zurück hehe.

Mittelalterfest Horsens 2014
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Nach der Raubvogelshow waren die Ritter angesagt, 3 dänische Ritter traten an gegen 3 deutsche Ritter. Wer jetzt von den Jungs dänisch und deutsch war, ich weiß es nicht mehr. Die Teams waren jedenfalls bunt gemischt hehe. Neben den üblichen Nettigkeiten die Ritter so austauschen gab es dann auch diverse kleinere Events wie Ringe stechen, Helme kloppen und die Lanze wurde auch nicht geschont. Leider hatte Petrus während der Vorstellung wohl den Gedanken  das es lustig wäre, einen ca. 45 Minuten dauernden Platzregen vom Stapel zu lassen. Dank der sandigen Arena und den Wassermassen musste das Ritterturnier dann kurzerhand abgebrochen und vertagt werden. Die Suche nach Möglichkeiten zum Unterstellen war auch wenig erfolgreich, also ging es nach den Ritter- und Wasserspielen patschnass weiter über das Fest. Ist quasi wie Wacken, nur ohne Rocker aber mit Ritter.

 

Mittelalterfest Horsens 2014
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Auf der Suche nach Unterschlupf sind wir dann auch noch an den dutzenden Freßbuden und Met-Ständen vorbeigekommen, an denen wir uns auch bedient haben was den Met angeht. Die lassen einen ja an jedem Stand das komplette Programm probieren. Recht günstige Möglichkeit sich gut einen in den Schuh zu kippen. Und die Auswahl an Met-Ständen war riesig….auch Fruchtweine und Beerenweine gab es in Hülle und Fülle. Und weil wir schon mal da waren, haben wir auch gleich die entsprechenden Bestellungen von Arbeitskollegen und Freunden aus Deutschland befriedigt und sind mit insgesamt 7 Flaschen Met im Gepäck weiter über das Fest gewandert.  Schlußendlich wurde es dank des Regengusses und der klatschnassen Sachen dann doch zu kalt und wir haben uns dann gegen 21.30 zum Abschluß des ersten Tages in die Kapelle des Gefängnisses begeben und dem Mönchschor gelauscht (ich hatte keine Wahl, ich wurde praktisch dahin gegangen hehe).

Tag 2 auf dem Mittelalterfestival Horsens 2014

[youtube id=”33ATItrsC50″ align=”left” mode=”lazyload”]Am Samstag sind wir dann bei wesentlich besseren Wetterbedingungen wieder auf das Mittelalterfestival gestiefelt, die Einkäufe hatten wir ja schon am Vortag erledigt und so konnten wir mit minimalem Gepäck über das Mittelalterfestival trollen. An diesem Tag wurde uns auch wieder reichlich Unterhaltung geboten, und auch das Essen kam nicht zu kurz. Von der “öffentlichen Hinrichtung”, bei der wir am Ende mitten in der Flugbahn der Blutspritzer standen mal abgesehen, bis zu den Pestkranken die über den Platz getrieben wurden war alles dabei. Auch die kleinen Stände wurden diesmal bei Sonnenschein inspiziert und ich musste festellen das gebrannte Mandeln und Haselnüsse wohl doch traditionelles mittelalterliches Essen waren hehe. Gab komischerweise zig Stände die solche Leckereien anboten. Zugeschlagen haben wir noch bei den eigenwilligen Senf-Kreationen und besitzen nun einen Vorrat an Whisky- und Chili-Senf, so wie diverse Salze.  So gegen 22 Uhr haben wir dem Mittelaltefestival in Horsens dann den Rücken gekehrt und sind höchst zufrieden wieder in die angemietete Unterkunft zurück und haben uns startklar für die Rückreise am Sonntag Mittag gemacht.

Zusammenfassend, wie eingangs bereits geschrieben, war die Reise zum Mittelalterfestival definitiv wieder einmal lohnenswert (auch wenn die Bahnfahrten diesmal doch eher in die Kategorie “schmerzhaft” fallen) und auch nächstes Jahr geht es am letzten Wochenende im August wieder nach Horsens zum Mittelalterfestival. Ein besonderes Dankeschön noch an die Leute von Get Natural mit denen das Handel über Preise wieder Spaß gemacht hat hehe. Zum Abschluß noch die Bilder und Youtube Videos zum Fest. Es sind bei weitem nicht alle Bilder online, und die die es sind wurden entsprechend verkleinert um Platz zu sparen. Also über Qualitätsverluste nicht wundern :p

Und hier die Youtube Videos

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