Was da los? E-Bikes übernehmen meine Hausrunde?

HabschnedDer Vormittag war heute platt. Fahrt zu Hardi nach Bochum angesagt und der frühe Nachmittag war dem Aufbau der erworbenen Möbel und dem Qualifying der Formel 1 gewidmet. Gegen 16 Uhr kam dann eine Nachricht, dass auf meiner Hausrunde eine Vielzahl von batteriebetriebenen Gefährten meine Abwesenheit auf der Strecke nutzt um dort fröhlich surrend vor sich her zu fahren. Unglaubliche Zustände auf dem Nürburgring des kleinen Mannes.

Natürlich bin ich pflichtbewusst in die Garage gerannt, habe den Reifen noch ein paar Hübe Luft verpasst und mich dann aufgemacht um die Strecke auf den Befall von E-Bikes zu inspizieren. In der Tat, der Hinweis auf die Vielzahl von E-Bikes schien zu stimmen. Kaum hatte ich mich auf dem alten Bahndamm eingerollt…

kamen bereits die ersten verdächtigen Elemente in Sicht. Bunt gekleidete Radler so weit das Auge reichte, die sich nichtsahnend gemütlich nebeneinander vergnügten und entspannt die Sehenswürdigkeiten des Bahndamms (im Wesentlichen Bäume rechts wie links und jede Menge fliegendes Kleinzeugs) genossen. Geht so nicht! Auf der Fahrt nach Bochum hing gefühlt an jeder zweiten Brücke ein Banner das auf das gehypte Wort “Rettungsgasse” verwies. Wolln wir doch mal sehen, ob das auch mit zwei Rädern funktioniert.

Das elektrifizierte Volk das sich vor meinem Vorderrad befand sollte auch bald eine Art Rettungsgasse bilden. Kurbelte sich extrem entspannt und so wurde das Tempo mal ein wenig angezogen auf den 35km der Strecke auf denen man auch ordentlich kurbeln kann. Alsbald bildeten die Akkuschleicher vor mir auch besagte Gasse, auf energisches Klingeln wurde ordentlich ausgewichen und dem eiligen Geist, der von hinten kam, Platz gewährt. An diversen E-Bikern vorbei gezogen dass es nur so rauschte, der Tacho klemmte irgendwo zwischen 28 und 35km/h mit knapp über 40 in der Spitze.

Gnadenlos wurde ein E-Bike nach dem anderen in den Graben gesägt, der Schnitt von 24.7 auf den insgesamt 35km Strecke hielt sich bis zum Ende. Ohne Erbarmen wurde alles, was sich auf dem Weg befand in eine Staubwolke gehüllt. Um die Nummer mit der Rettungsgasse zu vervollständigen hätte eigentlich nur noch ein Blaulicht auf dem Kopf gefehlt.

Einziger Haken an der flinken Runde war, dass nicht viel Zeit zum Fotografieren blieb. Gab lediglich zwei kurze Stops, bei denen sich aber zuvor niedergemähte Radler anschickten sich wieder an mir vorbei zu schleichen…wenn überhaupt nur ein kurzes Vergnügen für die Damen und Herren. Am Seepark war dann Schluss mit lustig, die Strecke hinter mir geräumt und ich konnte zufrieden gen Heimat radeln. Diesmal nicht durch den Seepark, sondern der Nase nach in Richtung Lanstrop. Der Streckenabschnitt hatte potential und ich muss mir den auf der Karte nochmal genauer anschauen. Ein oder zwei Änderungen vielleicht und es wäre ne Option den als letzten Teil der Hausrunde zu integrieren. Würde mir diesen blöden Seepark sparen :)

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