Wadenkrampf links

HabschnedFeierabend, Wochenende…wie der geölte Blitz mit Kondensstreifen die Arbeit verlassen um die gestrige Idee, die mich so im Halbschlaf übermannte, zu vervollständigen. Ich hatte irgendwann mal den brillianten Einfall, mit Langstrecken anzufangen..also Strecken über 3 Kilometer am Stück. Einer der Vorsätze war, diesen grandios bescheuerten Plan recht früh im Jahr umzusetzen und der Zeitpunkt ist scheinbar da sagt mein Kleinhirn. Und so kam, was kommen musste. Mauszeiger bewegten sich, Kartenmaterial wurde gesichtet, Gläser füllten sich mit Whisky, Wegpunkte tauchten urplötzlich in Basecamp auf und zeichneten einen Rundkurs der sich, wie durch Geisterhand, als Track im Garmin Edge materialisierte.

Das Ende vom Lied ist eine Strecke, die ich mir zum Geburtstag dieses Jahr geben werde. Normales Geschenk tut es ja nicht, nein man schenkt sich selbst etwas das einen über den Wadenkrampf links, rechts oder beidseitig hinaus bis in die letzte Muskelfaser begeistern wird….muss mal nach günstigen Massagepraxen in der Nähe schauen, so vorbeugend quasi bereits einen Termin machen hehe. Aber zurück zu der Schnapsidee mit den Langstrecken. Da ich für solche völlig wirren Geschichten immer zu haben bin, geht es mit einer minimal längeren Strecke los als der, die ich tagtäglich pendele. Anstelle von insgesamt guten 20 Kilometern werden eben mal 219 Kilometer abgespult.

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Das ist der grobe Plan für die Tour. Gestartet (unter bitterlichem Weinen bei dem Gedanken was da vor mir liegt) wird an der Haustür, die ersten Kilometer geht es einem Abschnitt der Channel Challenge hinterher. Dieses mal wird am Ende des Datteln-Hamm-Kanals der Bock aber nicht einfach gewendet, so dass Fussgänger die sich von dem vorbeieilenden, rüpelhaften Radler gerade halbwegs erholt haben erneut in Panik verfallen, sondern es geht nordwärts dem Dortmund-Ems-Kanal hinterher bis nach Lüdinghausen. Mal mehr und mal weniger nah am Kanal, aber keineswegs im selbigen (so ich nicht doch auf der Suche nach einem Abbruch aus Versehen die Abkühlung im modrigen Nass suche).

Von Lüdinghausen wird sich nach Senden durchgeschlagen wo eventuell die erste Stärkung zu sich genommen wird…oder ich bereits nach links vom Rad kippe. Wir werden sehen, ich werde ggf. aus Senden senden. Weiter geht’s nach Alverskirchen wo ich den lokalen Kreisverkehr schwindelig fahren will, bevor ich in südöstliche Richtung nach Ahlen und Beckum röchele. In Beckum könnte man eigentlich auch ne Kleinigkeit essen schätze ich.

Letzter Stop vor dem Start der Rückfahrt ins daheim bereits wartende Krankenbett oder Loch im Garten (…je nach Zustand bei der Ankunft kippe ich dann in die entsprechende Richtung) ist Lippstadt..wo man was essen und trinken könnte für die Röchelei nach Hause. Der Schlussprint (wenn man halb sterbend über den Lenker hängen so nennen kann) führt durch Kirchwelver nach Bönen und von Bönen über Königsborn in das bereits erwähnte Krankenbett…oder eben Loch hehe.

Zeitmäßig habe ich keinen Plan wieviele Stunden ich da kalkulieren kann, das Wetter ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor zu der Jahreszeit und überhaupt…wieso brüte ich immer so völlig bekloppte Dinger aus. Andererseits waren die 156 Kilometer der Channel Challenge jetzt auch nicht der Killer, und ich war abends eigentlich noch recht gut beisammen. Gute 60 Kilometer mehr…hätte ich mir da wohl noch zugetraut. Andererseits war ich zu dem Zeitpunkt ja auch noch ein Jahr jünger. Wenn diese 219 Kilometer Nummer startet bin ich ja bereits wieder ein Jahr näher an der Rente, aber von “Altersweisheit” nachwievor keine Spur :D

“Fine-Tuning” der Strecke und Planung der Zeiten werde ich mal am Wochenende näher in Augenschein nehmen damit ich wenigstens so in etwa eine Idee habe wieviele Stunden ich da veranschlagen muss…

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