Urlaub rum…

Da man mich mehr oder weniger gezwungen hat, meinen Resturlaub aus 2019 zu nehmen war ich die letzten 11 Arbeitstage mit allerlei Dingen beschaeftigt die sich nicht um Router, Switches, IP Phones, Telepresence Systemen und derlei Zeugs gedreht haben. Geplant war fuer das Wochenende eine laengere Tour gen Norden in Richtung Kinbane Castle zwecks Bestaunen der unglaublichen Landschaft.

 

Fiel leider sprichwoertlich ins Wasser, da am Wochenende hier das Stuermchen “Ciara” mit dezenten Windgeschwindigkeiten von bis zu 139km/h. Da ging auf dem Rad nicht viel, bin an beiden Tagen mal zum Test rausgerollt in die freie Natur um zu sehen ob irgendwas laengeres moeglich ist. Die “Standardrunde” mit Carrickfergus und Titanic Quarter am Samstag wurde nach ungefaehr der Haelfte abgebrochen. Auf dem Weg nach Carrickfergus liefen die ersten Vorboten vom Sturm ein, und das Wasser schwappte schoen ueber die Mauern am Ufer. Wind drehte maechtig auf und nach der Kehrtwende zwischen Whiteabbey und Jordanstown fiel die Geschwindigkeit in den niedrigen einstelligen Bereich. Gaenge rauf und runtergeschaltet wie der Teufel, aber da ging wirklich ned viel. Das hoechste der Gefuehle waren mal so um die 15km/h wenn die Windboen gerade ne Pause machten. Dementsprechend “bescheiden” war die Rueckfahrt in Richtung Belfast.

Sonntag vormittag dasselbe Spielchen. Aus dem Fenster geschaut, bemerkt wie die Baumwipfel locker im Takt wippten und das Rad ins Freie geschoben. Aufgesessen und erstmal mit dem Wind im Ruecken in Richtung Bangor aufgebrochen um zu sehen wie es sich so faehrt im Sturm. In der Innenstadt war vom Wind selbst nicht viel zu spueren, ein wenig windiger als sonst vielleicht. Den Hammer gab es dann als ich den Victoria-Park in Sydenham passierte. Der Park war, wie viele andere auch, wegen des Sturms geschlossen und da sich mit dem Erreichen des Parks der Windschutz auch erledigt hatte, gab es nun die volle Wucht von Ciara in den Ruecken geblasen. Das Treten fiel erstaunlich leicht, stellenweise wurde ich auf flacher Fahrbahn ohne Treten um 2-3 km/h schneller. Entsprechend gross war die “Vorfreude” auf den Rueckweg in den Wind. Auch am Sonntag wurde auf halbem Weg umgedreht, weil es schlicht und ergreifend nicht weiter ging am Strand.

Die uebliche Coastal Route, die ich nach Bangor fahre, stand dank des Sturms teils unter Wasser und einige Passagen waren Geruechten von Einheimischen zufolge unpassierbar…sogar zu Fuss. Kurze Besichtigung der ueblichen Route unterstrich das ziemlich eindrucksvoll. Dank extrem hohen Wasserstandes war die Coastal Route ned befahrbar, und wo man sonst Strand sah schwappten nun Wellen munter vor sich her. War also nix mit gemuetlich dank Rueckenwind nach Bangor. Ging bis Holywood und dort wurde dann enttaeuscht kehrt gemacht. Daemlicherweise natuerlich in die Sturmboen und die Geschwindigkeit der Boen lag deutlich ueber der vom Samstag. Meine Geschwindigkeit lag deutlich drunter hehe. Stellenweise weniger als 5km/h auf dem Tacho trotz enormer Anstrengung und der frische Wind von vorn war atemberaubend hehe.

Strassen geflutet, Autos bis zur Tuer im Wasser, Wind aus allen Richtungen und Wellen schwappen dir ueber die Ufermauer ins Gesicht. Willkommen an der nordirischen Kueste hehehehe. Trotz der mehr als bescheidenen Wetterumstaende waren aber mehr als genug Leute auf ihren Fuessen unterwegs am Meer, die Voelker hier sind was Temperaturen und Wetter angeht ganz schoen harte Hunde. Kann regnen, kann schneien, der Wind kann mit 120 Sachen durch die Haeuser pfeifen…irgendeiner kommt dir immer im T-Short oder Shorts entgegen.  Ich bin ja schon nicht zimperlich was Kaelte und Regen angeht, aber was die hier praktizieren….hammerhart. Wie dem auch sei, unterm Strich waren die 30 Kilometer, die es dann doch geworden sind, eine sehr nette Erfahrung…und ich weiss jetzt auch wie weit einen eine 100km/h Windboe auf der Strasse versetzen kann hehehe. Da faehrste gemuetlich aufm Buergersteig, kommt die Windboe und schwupps….Gegenfahrbahn und wilde Ausweichmanoever.

Der naechste Sturm steht am Wochenende schon ins Haus, soll nicht ganz so kraeftig werden wie Ciara…vielleicht komm ich ja diesmal dazu die Coastal Route nach Bangor bei ordentlich Rueckenwind zu fahren…

 

 

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