Tag 2 – 120 Kilometer

Brotzeit is

HabschnedUrlaub, Tag 2. Der Wetterbericht gestern sagte für heute überragendes Wetter vorher, und diesmal logen die Meterologen nicht. Heute morgen aufgewacht und in einen strahlend blauen Himmel geschaut. Genau das Wetter das ich zum Umsetzen meines Tagesziels brauchte. Der Plan sah für heute eine etwas längere Tour vor, schließlich musste ich ja den verpassten Kilometer von Sonntag und Montag hinterher hecheln. Also wurde kurzerhand beschlossen einen Kaffee trinken zu fahren….in Münster. Wir haben ja in Dortmund auch keine Cafes wo man lecker Kaffee bekommt. Jetzt aber erstmal das übliche Blah-Blah, die Tourdaten inklusive Karte gibt es später.

Der Plan

Genau, der Plan. Den Plan gab es eigentlich gar nicht, es wurde sich kurz eine relativ einfache Route nach Münster ausgesucht (dazu später noch was) und im Kopf notiert. Zumindest die Eckpunkte der Route wo es grobe Richtungswechsel gab. Der Rest der Strecke war recht gerade. Kurz nach 8.00 ging es dann, bepackt wie ein Muli mit Getränken und Riegeln, ab in Richtung Bäcker wo ich mir noch einen Kaffee als Stärkung die Kehle runterspülte. Aus Wickede raus ging es dann nach Unna-Königsborn, stramm an der Glückauf Kaserne vorbei in Richtung Marina Rünthe.

Marina Rünthe – Stop 1

Marina Rünthe
An der Marina gab es dann auch die erste Trink und Rauchpause bei Kilometer 23. Das Wetter hielt sich, die Santa Monica lag im Hafen und ich genoß die Schlucke aus einer der 3 Pullen und einen schicken Riegel für die Verdauung. Nach der obligatorischen Zigarette ging es wieder auf und über die Brücke in Richtung Werne. Zu Werne kann ich nicht viel sagen, bin da durchgeradelt ohne groß rechts und links zu schauen…es gab aber auch ned wirklich viel zu sehen.

Selbiges gilt für das nächste Nest, Herbern. Das liegt halt auf dem Weg, da nimmt man es mit. Auf der Durchreise durch Herbern ist mir allerdings nichts großartiges aufgefallen, was einen Stop gerechtfertigt hätte. Also blieb ich auch in Herbern auf dem Sattel und ließ den Ort schnell hinter mir.

Stop 2 im Nirgendwo

Ich glaube Stop 2 war irgendwo zwischen Rieth und Ossenbeck. Noch nie gehört die Ortschafen? Macht euch nichts draus, ich auch nicht. Das sind so “Orte” wie Steinen, hier und da ein Hof und wenn die Anzahl an Höfen die Mindestzahl für einen Ort erreicht, dann entstehen Sachen wie Rieth und Ossenbeck. Klingt komsich, ist aber so. Anyway, auf dem Weg in Höhe der beiden Orte meldete sich die Lunge und der Durst klinkte sich mit ein und verlangte ebenfalls nach Befriedigung. Also Ausschau gehalten nach einem lauschigen Plätzchen für ein 15-20 minütiges Päuschen…und schaut was ich fand

Brotzeit is
Idyllisch, nech? So völlig deplaziert am Straßenrand stand ein schicker Holztisch samt Bank zum Entspannen der Pobacken. Die Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen, also Rad vor den Tisch gebolzt, Trinkflasche gezückt und einen Schluck aus der Pulle und zwei Zigaretten eingeworfen. Zweiter Stop, zwei Zigaretten. Klar soweit? Gut, nachdem ich meinen Müll ordnungsgemäß in dem dort ebenfalls stehenden Mülleimer verstaut hatte ging es dann langsam weiter in Richtung Münster.

Bis nach Münster rein gab es keine weiteren besonderen Vorkommnisse mehr….das heisst wenn man mal von den Ortsnamen absieht durch die man hechelt hehe. Ossenbeck, Eickenbeck, Rinkerode, Hemmer und so Zeuchs. Nichts was im Atlas als fehlend bemerkt werden würde, wenn es nicht mehr da wäre. In Hiltrup wurde dann der Dortmund-Ems Kanal überfahren, und als ich Hiltrup nur noch als kleinen Punkt am Horizont wahrnahm, tauchten auch schon die ersten Schilder mit dem Hinweis aufs Münsteraner Zentrum auf.

Münster

Was soll ich groß sagen zu Münster? Hab da ja keine Rundreise gemacht, sondern mich direkt in Richtung Hauptbahnhof orientiert. Münster gilt ja als radfreundliche Stadt, das kann ich jetzt mal aus der Sicht des Radfahrers bestätigen, zumindest zum Teil. Die schiere Anzahl an Radwegen und Ampeln für Radler war…überwältigend. Der Zustand der Radwege, auf denen ich unterwegs war, grottenschlecht. Ich würde gerade den Radweg auf der B54 nach Münster rein, bis man rechts in Richtung HBF abbiegt, als übel bezeichnen. Da hätten se auch gleich Kopfsteinpflaster verlegen können, so hat das geruckelt im Lenker.

Ich mach’s mal kurz. Ab zum Bahnhof und nicht schlecht geguckt als ich die Abermillionen Räder an dem Tunnel zum Bahnhofseingang gesehen habe. Da lagen Räder kreuz und quer, umgekippt, senkrecht, diagonal…in alle Richtungen. Selbiges gilt für Radfahrer, die kamen ebenfalls aus allen Richtungen angesaust, und im Tunnel zum Bahnhofseingang war ein Slalom angesagt der selbst Christian Neureuther neidisch gemacht hätte. Enttäuschend nur, das der Bahnhof aktuell “verschönert” wird. Das DB Reisezentrum und die übrigen Buden waren in lieblosen Containern vorm Bahnhof verstaut, immerhin konnte ich mir nen Cafe und ne Portion Schaschlik sichern hehe. Und die Postkarte als Trophäe gab es auch noch. Und damit war das Thema Cafe in Münster auch abgehakt.

Pages:

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Zum Emscherquellhof | Habschned
  2. Habschned Auf Schloss Nordkirchen | Habschned

Leave a Reply

Your email address will not be published.


I confirm

*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.