Schon fast drei Monate her…

Fast ein viertel Jahr

HabschnedWie die Zeit doch vergeht. Jetzt sind es noch schlappe 9 Tage bevor es fuer ein paar Tage zurueck nach Deutschland geht. Die Vorfreude steigt, die Einkaufsliste wird laenger und die Tage auf Arbeit ziehen sich, mit jedem Tag den ich naeher an den Abflug komme, immer mehr in die Laenge. Aber das ist bekanntes Terrain, die letzten Tage vor einem Urlaub empfinde ich immer als mindestens doppelt so lang wie sie eigentlich sind. Auf Arbeit ist alles tiefenentspannt, bin jetzt fast drei Monate hier am knechten und was soll ich sagen? Definitiv die richtige Entscheidung getroffen hehe. Waehrend ich diese Zeilen tippe schau ich gemaechlich aus den Fenstern im Buero, vor mir ein feines Lenovo Thinkpad, zwei externe Monitore und nen schickes IP Phone von Cisco. Grosser Pott randvoll mit frischem Kaffee aus der Maschine und Stieraugen auf Logfiles aus einem C3850. Gut, ein wenig Zerstreuung hier und dort muss sein, also flink nebenbei ein paar Zeilen getippt waehrend ich darauf warte das die Logs durch das Analyse-Script laufen.

Kleiner Rueckblick

Wenn ich ueber die letzten fast drei Monate blicke…leck mich am Arsch war das ne Bueffelei und Roedelei. Lernen, Training, Gegend erkunden, nicht verlaufen auf dem Weg nach Hause, Linksverkehr wieder in den Kopf bekommen, diverse Akzente der Einheimischen entschluesseln damit ich auch verstehe was die von mir wollen, mich wieder an die “Haute Cuisine” auf der Insel gewoehnen und damit leben dass Rauchen hier unverschaemt teuer ist hehe. Allerdings nur dass, der Rest ist im Vergleich zum britischen “Festland” recht erschwinglich. Insbesondere die Behausungen, die man hier fuer kleines Geld schnappen kann. Aktuell leben wir noch relativ zentral in Belfast nahe der Queens University und schlappe 20 Minuten zu Fuss vom Zentrum entfernt. Der Mietvertrag fuer die Bude laeuft bis zum 26. Dezember, haben uns erstmal mit 6 Monaten begnuegt und der Landlord bzw. dessen Maklerfirma (deren Inhaber der Landlord praktischerweise auch ist) haben da mitgespielt. Wenn ich genau ueber die Bude nachdenke ist die unterm Strich auch gar nicht so schlecht, riesiges Wohnzimmer mit offener Kueche, zwei grosse Raeume mit jeweils integrierter Dusche/WC und Waschmoeglichkeiten, ein Raum fuer Waschmaschine und Trockner und nen Gaesteklo im Flur hehe…ohne Fenster…hehehehe. Zentral gelegen was Bus- und Bahnhaltestellen angeht, grosser Tesco ist drei Minuten zu Fuss weg und sowohl die University Street als auch Lisburn Road bieten mehr als genug Fressbuden wenn man abends mal Hunger auf Fastfood bekommt. Von Fish & Chips von grossartiger (“Cafe” Fish auf der Lisburn Road) Qualitaet ueber den Quoten-Inder und Chinamann bis zu eineer Fish & Chips Bude namens “Gucci”. Anstelle von “Gucci” empfehle ich aber dann doch eher die Fischstaebchen von Kapitaen Iglu, die sind tausendmal besser als der Frass den man bei Gucci bekommt.

Kreuz und quer

Wohnsituation also weitestgehend geklaert, was den Job angeht will ich auch ned klagen. Mittlerweile beherrsche ich 95% aller indischen Vornamen im Schlaf und kann die pistolenartig buchstabieren. Was am Anfang noch unloesbar schien ist mittlerweile ein Kinderspiel. Nur stellt sich mir die Frage, warum manch einer scheinbar mitten von einer stark befahrenen Hauptstrasse anruft, wenn sich sein Netzwerk gerade erschossen hat? Bei manchen Telefonaten hoert man die Marktschreier im Hintergrund deutlicher als den Genossen der einem sein Netzwerkleid klagt. Wiederum andere scheinen durch ein dickes Handtuch zu einem zu reden, waehrend der Telefonhoerer auf der anderen Seite des Raumes liegt…mit dem Mikro zur Wand natuerlich. Egal, fragt man halt diverse Male nach und schlaegt parallel mit dem Kopf rhyth mischauf die Tischplatte. Die “Probezeit” ist in gut zwei Wochen auch rum, dann gilt es nur noch einen Test zu absolvieren in dem 3 von 5 Szenarien durchgespielt und bestanden werden muessen. Sollte auch nicht allzuschwer werden.

Wasser vor der Tuer?

Und so gehen die Tage halt ins Land. Morgens wird gutgelaunt zur Arbeit gefahren, aktuell darf ich dank “Fruehschicht” um 15:45 das Handtuch werfen und den Tag geniessen. Nach Feierabend geht es mit Frau Pinguin ein wenig Bummeln in der Innenstadt bevor dekadent mit dem Taxi (gut, manchmal nehmen wir auch den Zug) gen Heimat gefahren wird. Die Wochenenden sind, im Gegensatz zu unserer Planung, im Moment weniger mit Reisen durchs Land verbunden. Wir verbringen die Zeit eher bei der Suche nach schicken Unterkuenften in Bangor oder Carrickfergus, also quasi in erster Wasserlinie hehe. Ausserhalb von Belfast, kleine verschlafene Nester mit Wasser vor der Tuer und Blick auf die See. So ist der Plan, und an dem wird jetzt gearbeitet. Und wenn ich so auf die Uhr sehe…habe ich in 30 Minuten Feierabend. Also schnell noch nen Kaffee inhaliert und dann ab Richtung City Center, wo mir wohl einige deutsche Fussballfans ueber den Weg laufen duerften…froh gelaunt dass sie Nordirland heute abend im EM-Qualifikationsspiel schlagen werden…nun, wir werden sehen :D

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