Schnee..Dafuq?

HabschnedDer tägliche Weg zur Arbeit endete heute überraschend in einer Schlittenfahrt. Es ging eigentlich los wie gewohnt, das Rad wurde heute morgen bestiegen und gen Westen ausgerichtet. Dann ging es den Asselner Hellweg entlang in Richtung Donnerstraße, der ersten “Extrarunde” die ich in meinen Arbeitsweg eingebaut habe um noch ein paar Kilometer rauszulutschen. Über die Donnerstraße ging es den Webershohl entlang bis zum Steinbrink, von dort Richtung Bäcker um meinen Kaffee zu schlürfen, der mich im Winter innerlich wärmt. Gerüchte halten sich, das ich mir da einen Kaffee mit Schuss bauen lasse, dem ist aber nicht so hehe.

Schnee WTF?

Die weitere Fahrt in Richtung Zentrum Unna verlief weitestgehend problemlos. Vom Frost und überfrierende Glätte, die beide angesagt waren, hab ich nicht viel mitbekommen. Bin den normalen Weg ohne Schlingern gefahren. So in Höhe Unna Massen kamen dann die ersten Tropfen vom Himmel und ich brach direkt in extatischen Jubel aus. Hurra, hurra, hurra….Regen…hatte ich ja schon ewig nicht mehr. Entsprechend war dann auch die Stimmung auf dem Sattel, aber es half ja nix. Kapuze auf die Omme und weiter ging es. Kurz vorm Ring in Unna geschahen dann Zeichen und Wunder…die miesen, kleinen, hinterfotzigen Regentropfen verwandelten sich in etwas, bei dem ein Koksabhängiger direkt aus Reflex aus einem Zwanziger ein Röhrchen gedreht hätte.

Marktplatz Unna

Das obige Bild ist der Marktplatz in Unna heute morgen so gegen 7:00 Uhr. Es ging ja am Ring los mit feinsten Schneeflocken, die nach und nach an Volumen zunahmen. So insgeheim hatte ich schon Flocken in der Größe eines Kürbisses auf mich zukommen sehen, aber das blieb mir dann doch erspart. Die Flocken mehrten sich, es mischte sich ein wenig Regen drunter und stellenweise blieb auch ein wenig von diesem üblen Schneematsch liegen der quasi Mutter Natus Version von Bohnerwachs ist.

Weg zur Arbeit Weg zur Arbeit

 

 

 

 

 

Es wurde langsam immer weisser, aber gottseidank hatte ich vom Ort der beiden obigen Fotos nur noch knapp 300 Meter bis zum Ziel. Ich sah aus wie ein Schneemann, die Flocken hingen überall an den Klamotten rum. Der schlabbrige Kapuzenpulli schmiegte sich dank der auf ihn einwirkenden Feuchtigkeit mittlerweile wie eine höchst aerodynamische Oberkörperbekleidung um meinen Leib.

Der letzte Satz für RTL2 Zuschauer:
Der Lappen war so nass das der voll hauteng an mir klebte.

Das war mal eine Abwechslung diese Woche. Mal nicht vom Regen nass angekommen, sondern vom Schnee. Ansonsten war der Tag von wenig Aufregung geprägt, und auf der Rückfahrt durfte ich doch tatsächlich Sonne, einen blauen Himmel und später gigantische Orange-Töne am selbigen erleben.

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