Schluss mit Lustig

Vorbei….es ist vorbei….!!!

HabschnedDie letzten Kilometer in 2016 sind abgespult, die letzten Kurbelumdrehungen gemacht, die letzten Passanten in hellen Schrecken versetzt und die letzten, nervigen Nordic Walker todesmutig überholt. Jetzt geht’s an das trockene Thema Zahlen und einen Rückblick auf das vergangene Jahr auf dem Rad. Oder neben dem Rad….beim Schlauchwechsel.

Zahlen bitte!!!

Wir schauen uns (und mit wir meine ich mich) zuerst mal die Zahlen an, das ist schön schnell abgehakt. Das geplante Jahresziel von 10.000 Kilometern ist locker übertroffen worden. Insgesamt wurden in 2016 satte 13.733,33 Kilometer in den Asphalt, Schotter, Schlamm, Kies und Waldboden gefräst mit einem monatlichen Mittel von rund 1.061 Kilometern. Ihr könnt an dieser Stelle jetzt applaudieren. An Höhenmetern wurden im Schnitt 4935hm pro Monat abgespult, wobei hier die Sommermonate das Ergebnis ein wenig nach oben brachten dank der vielen Trips rauf Richtung Fröndenberg, Wickede(Ruhr) und ähnliche Nester.

Weitere Zahlen hätte ich noch zur Genüge, allerdings sind Werte wie die durchschnittliche Streckenlänge übers Jahr gesehen oder die durchschnittliche Geschwindigkeit über alle Fahrten ermittelt für die breite Masse weniger prickelnd als ein umfallender Sack Reis. Also kürze ich hier mal ab und schreite direkt zum Rückblick.

2016 – Blick zurück

Der Start ins neue Jahr verursachte mittelschwere Depressionen. Im Januar und Februar ereilte mich eine Plattfußserie der übelsten Art und Weise. Ich könnte jemanden noch so verachten und hassen, aber sowas würde ich der Person nicht gönnen….vielleicht auch doch….doch, mit Sicherheit würde ich das. Beinahe täglich gab es einen Plattfuß zu bekämpfen, die Krönung waren zwei Plattfüße auf dem Arbeitsweg. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern wieviele Schläuche ich in Unna gekauft habe, aber das ging locker in den zweistelligen Bereich. Irgendwann kam dann Anti-Platt Band in die Räder und, wie von Zauberhand, löste sich die Pannenserie in mittleres Wohlgefallen auf und das Radfahren machte wieder ordentlich Spaß. Den Rest des Jahres hatte ich, dem Anti-Platt Band sei Dank, auch kaum noch was mit platten Reifen zu tun. Zweimal hat es mich noch erwischt glaube ich, können auch dreimal gewesen sein…egal auch, im Gegensatz zum “Und täglich grüsst der Plattfuß” aus dem Januar und Februar war das nix, aber auch gar nix.

Das nächste Ding waren “Gruppenfahrten”. Ich bin bis zur Emschertour 2016 eigentlich mehr so der Solist gewesen was Radtouren anging. Die Emschertour war die erste Tour, die ich in einer größeren Gruppe (ich glaube so um die 9 Leute waren es) gefahren bin, und es war…vorherragend. Die Gruppe passte, Tempo war ok (wenn auch stellenweise doch recht erm…nicht so schnell) und das Fahren machte Spaß. Blut war geleckt, es wurde nun öfters in Gruppen gefahren und so lernte ich auch die Kehrseite der Medaille kennen. Ist halt nicht alles Gold was glänzt, und hin und wieder kann es einem die Laune doch ordentlich verhageln wenn sich innerhalb der Gruppe nicht orientiert wird, sondern blind drauf los gedroschen ohne mal zu gucken wo die anderen denn so rumröcheln und ob sie überhaupt noch da sind. Nicht schön, aber muss man durch und man lernt daraus für die Zukunft.

Distanzen…welch Albträume haben mich gequält ob Distanzen deutlich der 100km Marke. Was war ich stolz als ich damals noch auf dem Rockrider 520 (und das Teil war kein Spaß so im Nachhinein) die 100 Kilometer Grenze gesprengt hatte. Direkt zwei Haare mehr auf der Brust gehabt, heute kosten mich 100 Kilometer nur noch ein müdes Lächeln. Der persönliche “Hammer” war allerdings die Channel Challenge 2016, bzw. der Test-Run dafür. Die Gesamtzdistanz inkl. An- und Abfahrt per Rad hat mir die Suppe von der Stirn laufen lassen, es ging immerhin um schlappe 156 Kilometer mit allem. Der Test-Run wurde zunächst Solo absolviert, bis auf dem Rückweg in Hamm Genosse sakura dazu stieß, und wir den Abschnitt Hamm -> Uentrop -> Hamm zusammen fuhren.

Erstaunlicherweise war ich nach den 156 Kilometern noch gut beisammen, und hing nicht im Sattel wie ein mongolischer Reiterfürst der seinem Durchfall im Galopp freien Lauf lässt. Hätte die Zeit abends noch gereicht…vielleicht wären die 200 Kilometer noch gefallen hehe. Auch bei der “richtigen” Channel Challenge zeigten sich nicht wirklich irgendwelche Probleme. Gut, hier und da zwickte mal was, aber dass hat man ja dauernd. Man wird ja auch nicht jünger und im November steckten schon weit über 10.000 Kilometer in den Knochen. Nach der Nummer mit der Channel Challenge sehe ich den 200+ Kilometer Touren recht gelassen entgegen, den ersten Test wird es wohl dann in Bolsward bei der Fietselfstedentocht 2017 geben.

Was kam zu kurz?

Was dieses Jahr im Herbst leider viel zu kurz kam waren Foto-Touren. Das ist aber zu einem großen Teil dem Umstand zu schulden, dass ich viel mit Gruppen oder mal im Duett unterwegs war. Und wenn du mit Gruppen reist…kannst du nicht alle 20 Meter mal anhalten für ein schmuckes Bild. Da werde ich 2017 mal verstärkt den Focus drauf legen, und wieder mehr Solo-Touren fahren bei denen ich dann auch ohne schlechtes Gewissen hier und da absteigen kann um ein Foto zu machen.

Was noch entschieden zu kurz kam, besonders in Verbindung mit den Fotos, waren so spontane Geschichten wie “Morgens in den Zug, ab nach Willingen, Winterberg, Venlo, Enschede oder sonstwo” und dann fleissig mit dem Radel zurück und mit Bildern die Erinnerungen festhalten. Die “etwas abgedrehten” Geschichten halt. Ich meine jeder kann Sonntags oder Samstags seine Hausrunde gebetsmühlenartig fahren, aber aus diesem Trott muss man irgendwann und irgendwie mal ausbrechen. Und was böte sich da an? Genau, eine spontane Nummer (nein, nicht bei der Bulgarin aus dem Wohnwagen gegenüber, obwohl das ähnlich anstrengend wäre) mit dem Rad…also eine Radtour mein ich …ins Unbestimmte oder Unbekannte. In meinem Falle dann mit dem Zug von A nach B und mit dem Rad von B zurück über C nach A durch H&M…irgendwas werd ich da schon machen um den “Alltagstrott” der Hausrunde ein wenig zu durchbrechen.

Strava und Garmin Connect kamen mehr oder minder gewollt auch ein wenig kurz. Ich habe ja so kurz nach Mitte des Jahres begonnen, meine ganzen Gerätschaften rund ums Rad auf einen Hersteller einzunorden da mir das ganze Durcheinander und Kompatibilität fürchterlich auf den Sack gingen. Jetzt, wo nach und nach alles umgestellt wurde, kann ich mich im neuen Jahr auf die beiden Apps/Webseiten schmeissen und mir alle Features/Möglichkeiten genauer angucken um eine möglichst lückenlose Aufzeichnung sämtlicher sportlicher Aktivitäten zu bekommen. Bis dato wurde das mehr so in die “Ja…schön…nicht eingetragen…scheiss drauf” Ecke geschoben, ab Januar geht’s intensiv zur Sache. Auch eine neue, lokale Trainings/Auswertungstabelle ist geschrieben worden, im Laufe des Jahres wird aber die Exceltabelle einer selbstgeschriebenen Lösung aus PHP/MySQL (evtl. MariaDB) weichen, und die bis dahin erfassten Daten dann eben importiert.

Das Ende naht!

Viel Text, viel Tippfehler…wen juckt’s?

Ich denke alles Wichtige ist gesagt, mir hat zumindest das Radfahren in 2016 eine Menge Freude bereitet und ich durfte interessante Persönlichkeiten kennenlernen. Was 2017 an Überraschungen, Geschichten, Touren, Bildern, Leuten bringt….ich lass das mal ganz entspannt auf mich zukommen und gehe das Jahr gut gelaunt an (mit der ersten zweitägigen Tour direkt am Ende der ersten Woche hehehe). Wird schon schiefgehen…irgendwie

 

In diesem Sinne:
Frohes Neues, rutscht gut und treibt’s so doll wie möglich so lange es noch geht :D

 

 

 

 

2 Comments

  1. Jo war irgendwie ein tolles Jahr und gerade was die rasende Emscherradtour anbelangte, die war echt spitze.

    Ich spinne schon da für 2017 was ähnliche auf die Beine zu stellen.
    Ma(n)n oder auch gerne Frau könnte ab Dortmund via alter Hellweg bis nach Paderborn vorstoßen und dort erstmal einen Wigwam beziehen. Netter Abend inklusive.
    Von dort aus denn wieder los gen norden bis nach Rheda-Widenbrück um dort dann auf den Werseradweg wieder gen Westen zu radeln.

    Alter Hellweg ist bis Soest bekannt, Werseradweg hab ich schon mit Spike ab unserem Claim bis Rheda-Widenbrück gemacht. Passtück Rheda-Widenbrück Paderborn, bzw. Reststück Alter Hellweg am Soest bis Paderbron müßte neu erfahren werden.

    Und ?

    • Drück das mal in geschätzten Kilometern aus :)

      Ich hatte den Werseradweg im Hinterkopf als Teil einer “Channel Challenge Reloaded”. Quasi den Datteln-Hamm und Dortmund-Ems rauf nach Münster oder Warendorf und dann an der Werse entlang (dafür wäre Warendorf schon zu weit eigentlich) runter Richtung Rheda-Wiedenbrück oder für ne Tagestour Ahlen/Beckum/Hamm. Noch keinen genauen Plan oder Kilometer geschaut, einfach mal so in den nackten Raum gestellt.

      Paderborn wäre auch nett, Lippesee oder nen Stück hoch zum Herrmannsdenkmal? :)

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