Sauhaufen der WWBT!!!

HabschnedSonntag, Tag des Herrn. Der Plan heute nochmal kräftig ins Pedal zu steppen wurde durch ein “Leck mich fett, heute nicht!” ersetzt und so ging es nur auf eine kleine Hausrunde von guten 50 Kilometern. Gegen Ende der Runde dachte ich mich trifft der Blitz beim Scheissen. Selten soviel Lust gehabt jemandem mal die Belastbarkeit eines dicken Astes durch einen baumelnden Körper zu demonstrieren.

Die eigentliche Hausrunde war völlig unspektakulär, an der Seseke herrschte wie immer Ruhe und Frieden. Kamen schien noch zu schlafen, war völlig ausgestorben (gut, viel Trubel ist da eh nie aber dass ich keine Menschenseele auf dem Weg durch Kamen sehe ist doch selten) und auch in Lanstrop und Husen herrschte noch tiefster Winterschlaf. Richtig lustig wurde die Nummer, als ich entgegen der eigentlichen Route, heute mal durch mein ehemaliges Spielgebiet knüppeln wollte. Eine Runde Napier Barracks sollte es werden inklusive der diversen gesprengten Vorratsbunker im Unterholz, dem ehemaligen “Trimm-Dich-Pfad” mit diversen Hindernissen wie Holzwänden, Balken über die gelaufen werden musste und dem berüchtigten Napier-Pond (in dem mal ein Golf-Cart ein jähes Ende fand hehehe).

Also in Husen rechts raus auf den Schotterweg und kurz vor dem St. Barbara Golfclub scharf links ins ehemalige Militärgebiet. Mit der Schießbahn bereits in Sicht fielen mir auch 4 Mountainbiker auf, die mir entgegen hechelten…schön nebeneinander aufgereiht. Die Distanz wurde kleiner, die Formation der Mountainbiker änderte sich nicht. Es wurde weiter nebeneinander auf den Pinguin zugehalten. Da ich keine Lust hatte auf den Modder rechts der Fahrbahn auszuweichen hab ich mich so bei guten 70m mal etwas mehr in die Mitte des Weges orientiert. Die 4 Clowns machten immer noch keine anstalten einzuscheren, um mir rechts auf der Strecke Platz zu lassen. Also schön in der Mitte geblieben und auf die Backpfeifengesichter mit ihren bunten Leibchen und Eierschalen auf der Omme zugehalten.

Siehe da, bei so gut 10 Metern Abstand wurde unter lautem Rufen dann plötzlich wild nach rechts und links ausgewichen, während der Pinguin mit einem “Leckt mich am Arsch ihr Clowns!” in kaiserlicher Manier auf seiner Spur blieb. Wie kann das sein, dass 4 so Deppen meinen schön brav nebeneinander herfahren zu können und den Gegenverkehr quasi dazu nötigen, die Strecke zu verlassen und mit den Rad durch den Morast zu rollen? Geht mal überhaupt nicht. Die vier Vollpfosten, so stellte es sich heraus, waren Teilnehmer der Westfalen Winterbike Trophy, deren Lauf heute quasi vor meiner Haustür vorbei führte.

Ich hab mich dann erstmal bequem an der Schießbahn niedergelassen, um zu sehen was da noch so für Kloppmänner durch die Gegend rollen. Das Amusement war nicht mit Geld zu bezahlen hehehe. Da fuhren Leute vorbei mit hochroten Gesichtern vor Anstrengung, manche hatten eine Trittfrequenz dass du das Gefühl bekamst die Oberschenkel lösen sich gleich aufgrund der Fliehkraft vom Körper und dann, dann waren da noch die “Normalos”. Aber diese vier Granaten die die komplette Breite des Weges für sich beanspruchten, die werd ich in guter Erinnerung behalten. Wäre mir das mit der Westfalen Winterbike Trophy vorher bewusst gewesen, bzw. wären mir die Schilder mit den Startnummern aufgefallen, dann hätt ich den Veranstaltern da gerne mal ein paar Takte dazu ins Gesicht geschmissen.

Im Team fahren ist eine Sache, entgegenkommender Verkehr eine andere. Da schaut man, sortiert sich ein und macht Platz so dass alle ungehindert ihrer Wege gehen können. So fucking einfach kann das alles sein, es sei denn man ist natürlich der ultra-coole und hippe MTB Fahrer, der mit seinem Gefolge eine gewisse Ehrerbietung erwartet und davon ausgeht, dass man sich, ob seiner Präsenz, freiwillig mit dem Zinken voran in den Modder gräbt. Lief nur leider nicht so…

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