Samstagsrunde – 130km

HabschnedSamstag, königliches Herbstwetter mit blauem Himmel und um die 20 Grad warm.  Früh um 9 kurz nach Unna geradelt und noch was eingekauft, danach direkt los zum Treffpunkt am Brückenschlag in Hamm um zwei weitere Mitradler einzusammeln. Die ersten 30 Kilometer flogen nur so dahin, Schnitt in Richtung Hamm lag bei guten 23.4km/h. Kleines Hallo und kurzer Plausch am Brückenschlag und direkt losgeradelt in Richtung Drensteinfurt um ein Eis und nen Becher Kaffee zu fassen, die übliche Verpflegung.

Aus dem ersten Zwischenziel Haus Ittlingen wurde leider nichts. Wir waren zu dritt zügig unterwegs in Richtung Mersch, als von hinten ein E-Biker auftauchte und an uns vorbei gurkte. Das geht so nicht, und es wurde zur Jagd geblasen. Fachgerecht wurde der E-Biker in seine Einzelteile zerlegt und verschwand nach diversen Zwischensprints als kleiner Punkt am Horizont.Batterieprobleme oder Demut vor dem rasenden Trio….wer weiss hehe. Dämlicherweise wurde bei der Hetzjagd die Abfahrt nach Haus Ittlingen verpasst, also muss ich da so nochmal “in Ruhe” hin um ein paar Aufnahmen zu machen….und gnade ihm Gott es kommt mir ein E-Biker dazwischen.

Drensteinfurt, Heimat des leckeren Eis. Es wurde ausgiebig probiert, unsereins kloppte sich nen 3er-Becher mit Sahnegrieß-Himbeer, Cappuccino mit 43er und Haferflocke samt einer Tasse mit heissem, schwarzem Erfrischungsgetränk in die Figur. Gestärkt und ausgeruht wieder auf die Drahtesel gekraxelt und groben Kurs nach Ascheberg aufgenommen. Unterwegs wurde noch die münsterländische Version des bekannten Brüsseler Atomiums gesichtet und in Beschlag genommen. Längst nicht so imposant wie das Original in Brüssel, aber auf dem Lande ist man eben etwas bescheidener.

Anstatt direkt nach Ascheberg rein (schöner Ort, aber man ist auch nicht traurig wenn man drum rum fährt) zog es uns zum letzten Tee (es hat Tage gedauert bis ich damals begriff warum es “Zum letzten Tee” heisst…verkackte Golfer hehe) und dem eher bescheidenen Gebäude inmitten des Golfplatzes. 

Gibt’s eigentlich eine Statistik darüber, wie oft im Jahr die Golfer da mit ihren Bällen irgendwelche Scheiben einschmeissen wenn sie mal wieder sturztrunken das letzte Tee vorm ersten Tee besucht und sich mit ein paar Bierchen auf die anstrengende 18-Loch Runde aufgewärmt haben? Egal, von Golfern weitestgehend unbehelligt wurde eine Weile am eher trostlosen Wassergraben verweilt und die Sonne genossen. Kurze Diskussion über den nächsten Zielpunkt ergab Lüdinghausen, also auf die Räder und diversen Beschilderungen und Vermutungen gefolgt. 

Burg Vischering…stand zwar auf’m Programm aber dank bereits fortgeschrittener Stunde und nahender Dunkelheit wurde lediglich ein Besuch im Backwiärk absolviert. Zwei Kaffe, ein Stück Stachelbeertorte, ein Stück erm…ich glaub es war Himbeertorte…11,60€. Happig, aber lecker war es und die beiden Mädels hinter der Theke wurden auch bespasst. Gut amüsiert, draussen die Torte mit diversen Wespen geteilt, noch eben im “Jupp” verschwunden..so heisst das Herrenklo im Backwiärk und wieder Beratschlagungen wohin denn nun (Dunkelheit, Licht und so Kram). Lünen wurde übereinstimmend gewählt, die Wahl war allerdings nur gültig bis Werne auf den Schildern auftauchte. Von da an war das Ziel…Werne hehe.

Der Rückweg nach Werne führte über bereits beradelte Strecken, kleiner Zwischenstopp an einer Tanke um Getränke aufzufüllen war auch noch drin und kurz vor Bergkamen wurde sich dann verabschiedet. Von dort aus ging’s nochmal gute 20km für mich gen Heimat und nach ziemlich genau 130km war der Drops dann auch gelutscht und ich wieder daheim. Für mal eben so spontan in die Gegend radeln war es eine sehr nette Tour mit viel Unterhaltung. Seit gestern hab ich auch ne neue Abfahrtshaltung kennengelernt, die zwar gewöhnungsbedürftig scheint aber wenn man den linken Fuß hinterm Rücken auf die rechte Schulter legen kann, dann ist die Position recht einfach einzunehmen hehe. 

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