Ruhrtalradweg bis Meschede

HabschnedSo, das Wochenende ist rum und der Montag steht schon an der Tür und kratzt. Mal einen kleinen Rückblick auf den Samstag und Sonntag riskieren und schauen was so passiert ist. Der Samstag stand im Zeichen des Ruhrtalradweges, auf dem ich ein Mitglied des Radforums bis nach Meschede begleitete. Der ursprüngliche Plan war aus Zeitgründen in Arnsberg schon die Kehrtwende zu machen, aber wir kamen ganz zügig voran und so ging es dann noch bis Meschede mit.

Der Ruhrtalradweg hat nichts von seinem Reiz verloren. Bin zwar die letzten zwei Monate nicht mehr drauf rumgedümpelt, aber diese Tour hat wieder Lust auf mehr gemacht. Wenn das Wetter am Wochenende passt, dann werd ich mal relativ früh losradeln und schauen ob ich Schwerte-Winterberg-Schwerte in einem Stück abradeln kann hehe. Unterwegs gab es bei diesem Ritt wenig Fotostops, aber das ist halt so wenn man da ein wenig Zeitdruck im Rücken hat. Dennoch…die Landschaft, gerade der Übergang ins Sauerland mit den Wäldern, Hügeln…fantastic as fuck (i know that’s not making proper use of the english language hehehe). Ab und an den Blick auf die glasklare Ruhr, so klar das man den Grund sehen konnte….die Panoramen die sich boten haben die Strampelei lohnenswert gemacht. Den vollen Satz an Bildern gibt es wie gewohnt in der Gallerie.

Penguin on a Bike - Ruhr 4
Der Sonntag stand eigentlich im Zeichen einer gemütlichen Runde zum Beine frei fahren. Planmäßig ging es auf die Hausrunde an der Seseke entlang. Das Wetter war eigentlich ok, ein wenig grau mit Tendenz zu gelegentlichem Sonnenschein. Also aufs Rad, frischen Kaffee beim Bäcker zapfen lassen und los ging es in Richtung Lenningsen.

Kurz vor Lenningsen kamen dann die ersten Tropfen, ich drehte meinen Kopf über die Schulter und was ich hinter mir sah kann ich bestenfalls als Tag des jüngsten Gerichts beschreiben. Stellt euch mal in einer mondlosen Nacht mitten in den Wald…das trifft so ungefähr den Schwarzton der Wetterfront die in Richtung Lenningsen rollte. Da gab es nur eins: voll in die Eisen, den Bock rumgerissen und mit einer Trittfrequenz die die Füße als rotierende Scheiben erscheinen ließ wieder in Richtung Heimat. Gesamtstrecke bis zum Wendepunkt waren schlappe 19 Kilometer, 6 Kilometer später schlug der Wettergott dann laut lachend zu.

Aus den paar Tropen formten sich Regentropfen der gröbsten Art, es fing an in Strömen zu regnen und die ersten Blitze zuckten über den Himmel. So mitten auf nem alten Bahndamm, rechts und links jede Menge Blattwerk samt Bäumen und nem deftigen Gewitter….die Trittfrequenz wurde weiter erhöht und das Tierheim Unna kam langsam in Sicht. Das war auch bitter nötig, da ich mich dort einigermaßen trocken unterstellen konnte (also von oben trocken, die Klamotten warn schon völlig durchnässt als ich am Tierheim ankam). Der Regen nahm noch ein wenig an Intensität zu, die Blitze zuckten fröhlich durch den Himmel…ich hoffe der Herr hatte Spaß an seiner Lightshow.

Archen wurden gebaut, Leute in Neoprenanzügen schwammen ihre Runden in den Pfützen (es ist erstaunlich wie groß Pfützen binnen Minuten werden können), und wenn es noch ne halbe Stunde weiter geregnet hätte, dann hätten wir unterm Dach wohl der MS Deutschland bei der Vorbeifahrt winken können. Einige imposante Donner gab es als Zugabe auch noch, eigentlich ein richtig geiles Gewitter…wenn man nicht gerade mittendrin mit’m Rad im Busch unterwegs ist.

Damit war der Sonntag nach schlappen 32 Kilometern auf dem Rad auch “durch”, genauso wie ich auch hehe. Von oben bis unten nass, aber dennoch ganz zufrieden auch wenn 18 Kilometer weniger angefallen sind als geplant für heute.

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