Rohrbombe am Rad? Habsch Glück gehabt heute…

HabschnedUm es mal mit den Worten eines Arbeitskollegen zu sagen: “Alter Schwede!!!“. Heute hätt’s mich vor Schreck beinahe aufm Rad zerrissen. Die heutige Runde eskalierte ein wenig, aber das war mir gestern schon klar. Also hab ich mir mal leckeres, neues Gesöff für die Trinkflasche gegönnt. Vilsa…H2O-Obst…leicht prickelnd. Nur haben die vergessen den Sprengstoff im Gesöff zu erwähnen, oder haben eine recht lasche Definition von “leicht prickelnd“.

Geschätzt bei Kilometer 75 musste die Trinkflasche neu befüllt werden, herrschte bereits Wüstenklima in der Buddel. Also kurz vorm Bahnhof Hövel rechts an den Grasstreifen, Flasche voll und Blase leer gemacht. Nachdem alles gerichtet war wieder in den Sattel und ab an der Geinegge entlang. Mal abgesehen davon, dass der Pfad durch das Unterholz mal wieder mit der Machete frei gemäht werden könnte, erwies sich die Bodenbeschaffenheit des Pfades in Verbindung mit dem “leicht prickelnden” Getränk als Pandoras Box. 

Nichtsahnend wich ich mit kuriosesten Gesten diversen Kräutern, Sträuchern und Nesseln aus, die es allesamt auf harmlose Radler abgesehen haben. Kurz vor der Unterführung (schöne enge Stelle wenn man da mit Dampf ankommt hehe) vernahmen die Ohrmuscheln ein dumpfes “FLUMP!!!!” und es wurde merkwürdig feucht an Knie und Schienbein. Kurzer Blick nach hinten, in der Annahme da hätte ein BW-Trupp nen Mörser abgefeuert (klang nicht viel anders) und ich mir in die Hose gemacht…keine Sau zu sehen. Auf dem Weg lag auch nichts Verdächtiges…stellte sich also die Frage “Wieso hast du da feuchte Stellen an den Beinen?”.

Der Blick glitt planlos umher, und landete dann auf meiner Trinkflasche….deren Deckel lustvoll durch die Gegend baumelte und freien Blick auf das leicht prickelnde Nitroglyzerin von Vilsa erlaubte. Mein lieber Schwan…ich hatte da schon jede Menge sprudelndes Zeug in der Buddel, und das war bei weitem nicht “leicht prickelnd” sondern eher aus der Kategorie “kleine Schlucke…mit so viel Kohlensäure kannst das ned saufen…” und da ist mir nichts um die Kniescheibe geflogen. Jedenfalls war damit der vermeintliche Mörserangriff geklärt.

Die Prickelsuppe von Vilsa hatte kurzerhand den Deckel von der Trinkflasche gebombt und für ein feuchtfröhliches Erlebnis auf Hose und Bein gesorgt. Das war’s dann mit der Getränkesorte wohl, die kommt mir nicht mehr in die Flasche hehe.

Abgesehen von dem hinterhältigen Angriff der Trinkflasche gab es wenig Neues auf der Runde. Ab Krähenland hatte ich Begleitung, hab mir mit nem MTB’ler aus Lüdinghausen ein kleines Rennen geliefert und ab Mersch ging es dann gemeinsam weiter nach Drensteinfurt rein, wo sich unsere Wege wieder trennten…er nach Rinkerode, ich über Averdung langsam wieder Richtung Heimat. War ganz baff der Gute als ich rauchend an ihm vorbei zog hehehe.

Letztendlich war die 100km Runde dann nach fast 132 Kilometern und 5:54h beendet mit einem recht entspannten Tempo von knapp 22.5km/h im Schnitt. Wettermäßig war’s stellenweise recht angenehm, auch wenn am frühen Nachmittag der Blick in Richtung Hamm wenig Gutes versprach. Dunkle Wolken und der Wind frischte auch auf…wieso auch nicht wenn man noch ein paar Kilometer Kanal ohne Windschutz vor sich hat hehe. Und nun…geht’s von der Couch erstmal nicht mehr runter :)

1 Trackback / Pingback

  1. Verschwendeter Tag.... | Habschned

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


* The confirmation to GDPR is mandatory.

I confirm

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.