130er Denkmal

Radtour zum 130er Denkmal am Kellerkopf

Heute ging es, aus kulturellen Bildungsgründen und weil ich Steigungen so liebe, zu einem Ehrendenkmal, bekannt als das “130er Denkmal am Kellerkopf” in Hengsen. Kleine geschichtliche Exkursion zum Thema was es mit dem 130er Denkmal auf sich hat findet sich hier oder auch hier, ich zitiere mal eben:

[su_box title=”130er Denkmal am Kellerkopf” style=”soft”]Das 130er-Denkmal am Kellerkopf in Hengsen, im Volksmund oft einfach Kellerkopf-Denkmal genannt, befindet sich im Südwesten der Gemeinde Holzwickede im Ortsteil Hengsen, direkt an der Grenze zu Dortmund-Lichtendorf Erbaut wurde es von 1926-1929 vom “Reichsbund ehem. 130er e.V.” dem Veteranenverband des “1. Lothringischen Infanterieregiementes Nr. 130 Metz” zu Ehren der 5000 im 1. Weltkrieg in Frankreich gefallenen Regimentsangehörigen. [/su_box]

Der Weg führte von Dortmund Asseln mal wieder am Flughafen vorbei, durch Rausingen durch mit einem kurzen Schlenker über Holzwickede und dann weiter in Richtung Kellerkopf. Die Steigungen…was soll ich sagen…zwischendurch dachte ich mir fallen gleich die Beine ab. Trotz 27 Gängen aus denen ich lustig wählen konnte zogen sich einige Passagen wie Kaugummi und ich hatte eine Trittfrequenz die lustig aussah hehe. So richtig übel war die Landskroner Straße in Richtung Hengser Holz, da wollte ich schon den Defibrilator aus dem Rucksack holen.

Besonders schön war dann auch der Fußweg, den ich am Kellerkopf hoch zur Bergstraße genommen habe. Steigung knappe 11% oder so, zu Fuß mit dem Rad in der Hand war das Schinderei pur. Aber was einen nicht umbringt macht einen OOH RAH. Oben auf der Bergstraße angekommen gab es dann ein wunderbares Panorama, die Aussicht vom Kellerkopf ist fantastisch und weitläufig….sehr weitläufig wie ich sehen konnte.

Nach dem minutenlangen Staunen über die Aussicht vom Kellerkopf ging es dann weiter in Richtung des Waldes in dem sich das 130er Denkmal versteckt. Über Stock und Stein mit dem Rad die Hänge runter, diverse Gebete das mir keins der Räder wegrutscht und dann war ich auch schon am Denkmal angekommen. Der erste Eindruck waren die schäbigen Schmierereien von irgendwelchen Idioten die Sprüche wie “Stalingrad war wunderbar” auf das Denkmal sprühten. Sollen doch mal monatelang in einem Gefecht ausharren, mal sehen ob sie das immer noch “wunderbar” finden wenn man den ganzen Tag im Dreck liegt, pausenlos aufpassen muss um sich keine Kugel zu fangen, sich den Arsch im Winter abfriert….ich wette meine rechte Hand das sich solche Deppen in einem Kampf die Hose bis über den Bund zuscheissen.

Der übrige Zustand des Denkmals ist ok, allerdings sieht man doch das eine Restauration von Teilbereichen sich vorteilig auswirken würde. Das soll aber keineswegs den ideellen Wert des Denkmals schmälern, 5000 Tote sind und bleiben 5000 Tote. Einige Fotos des Denkmals gibt es in der Gallerie, bzw. hier am Ende des Posts. Wie der Pinguin da hin kam? Ich habe keine Ahnung hehe.

Der Rückweg vom 130er Denkmal führte mich dann noch bei einem Arbeitskollegen auf ein Glas Wasser und zwei Zigaretten vorbei. Danach ging es dann wieder in Richtung Heimat mit einem Schlenker über Aplerbeck und einem Zwischenstop bei Decathlon. Einige Bilder vom Kellerkopf gibt’s noch in der Gallerie.

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