Radschnellweg RS1

Radschnellweg RS1

HabschnedSieht schlecht aus für den geplanten Radschnellweg RS1, der von Duisburg nach Hamm durchs Ruhrgebiet führen soll. Gerade beim Stöbern auf der ADFC Webseite über einen Artikel gestolpert der sich mit der Nichtberücksichtigung des Radschnellweges RS1 im Bundesverkehrswegeplan 2030 beschäftigt. Schönen Dank an den ADFC, wieder ein schönes langes Wort gelernt, wie es sie überwiegend im Deutschen zu geben scheint…Bundesverkehrswegeplan…wtf? Mal ein paar kurze Auszüge aus dem Artikel überflogen, aber warum dem so ist ergibt sich aus dem Artikel leider nicht wirklich, ausser dem kurzen Satz das es wohl an der Finanzierung scheitert.

Der erste überregionale Radschnellweg in Deutschland soll auf 101 km von Duisburg bis Hamm quer durch das Ruhrgebiet führen. Das Pionierprojekt hat bereits auf internationaler Ebene Vorzeigecharakter und steht für moderne Verkehrspolitik. Doch die Finanzierung bleibt ungeklärt.

Ob das “Pionierprojekt” auf “internationaler Ebene” einen “Vorzeigecharakter” hat sei mal dahingestellt, es gibt ja in den Nachbarländern (F35 Fietssnellweg bei Enschede zum Beispiel), insofern halte ich diese Aussagen lediglich für mediales Blah-Blah und messe dem kein weiteres Zucken der Augenbrauen bei. Erm..wenn ich den F35 schon erwähne, den werd ich auch noch befahren diesen Sommer. Ein paar Eindrücke zum F35 Fietssnellweg gibt es auf Youtube, lohnt sich jedenfalls das Video mal anzuschauen

So, und einen solchen Radschnellweg fände ich hammergeil, schön durch die Natur vom “üblichen” Verkehr sauber getrennt und man ist mit dem Rad unter sich (und den anderen Radlern natürlich). Wenn ich mir das Video so durch das Kleinhirn gehen lasse…vielleicht fahr ich den auf früher hehe.

Die Autoren der Machbarkeitsstudie, die vom Bundesverkehrsministerium finanziert wurde, gehen nach Ausbau des RS1 von täglich 52.000 weniger Autofahrten aus. “Dies ist ein enormes Entlastungspotential für die Straßen im Ruhrgebiet, welches vom Bund nicht wahrgenommen wird”, sagt Semmelmann. “Der Bund entzieht sich hier seiner Verantwortung”.

Täglich 52.000 weniger Autofahrten…sicher ein theoretischer Wert der am Ende wahrscheinlich nicht annährend an die Realität heran kommt, aber einige Straßen im Ruhrgebiet sind sicher für jegliche Entlastung durch, zum Beispiel, einen schicken Radschnellweg, dankbar. Mir fallen da so auf Anhieb die B1 und die A40 ein…unter anderem hehe. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf, einige Abschnitte des RS1 sind ja bereits eröffnet (müsste ich mir eigentlich auch mal anschauen).

Was ich persönlich noch für einen großen Knaller gehalten hätte, wäre die Adaption der “Conversation Lanes” die man in Copenhagen findet. Wir sind ja öfters im Jahr in Dänemark und Copenhagen hat sich da was superschickes einfallen lassen was die Radwege in einigen Bereichen betrifft. Da wurden die Radwege nochmal unterteilt in “Conversation Lanes” und “Speed Lanes”. Auf den ersten radelt man gemütlich dahin und kann ein Pläuschchen halten, auf den anderen kann man die Beine rotierende Scheiben bilden lassen.

Anyway, ich bin mal gespannt wie es mit dem Radschnellweg RS1 nun weitergeht, vielleicht hat die Politik/der Bund ja doch noch ein einsehen und nimmt den Radschnellweg in den Bundesverkehrswegeplan (muahahahaha) auf und sorgt für eine entsprechende Finanzierung. Gerade im Ruhrgebiet wäre sein solcher Radweg eine großartige Alternative für viele Autofahrer imho.

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