Rad ab, Rad neu, Rad dran…ich komme

HabschnedUm es mal mit den Worten eines Arbeitskollegen auszudrücken: “Alter Schwede!!!“. Die Tage ist mir eine kapitale Acht im Hinterrad des C3 aufgefallen, die einen dringenden chirurgischen Eingriff erforderlich machte. Bike war kaum noch fahrbar, das Hinterrad neigte dazu den einbeinigen Eiertanz mit wachsender Begeisterung zu tanzen, und so wurde mein Hintern spürbar hin und her geschoben während der Fahrt.  Mitleidiger Blick von hinten auf das sich drehende Rad legte nah: “Da muss der Förster her und dem Dingen den Gnadenschuss verpassen“. Und so ähnlich lief die Nummer dann auch ab.

Radhändler angerufen, gefragt ob er was nicht eierndes in der Größe 27.5” auf Lager hat. Hatte er. Also heute hin, das neue Hinterrad unter die Achsel geklemmt, 3 braun-gelbliche Scheine unauffällig in die Richtung des Kassenwarts geschoben und mit kläglichen 5 Cent im Geldbeutel den Laden verlassen. Fröhlich schlingernd nach Hause geritten, das C3 aus der Einzelzelle geholt und das Hinterrad mit gezielten chirurgischen Eingriffen von seinen Auswüchsen in Form von Bremsscheibe, Kassette, Mantel, Schlauch und Anti-Platt Band befreit. 

Neues Laufrad mal kurz im Zentrierständer eingespannt und siehe da…läuft alles rund. Also Bremsscheibe, Kassette, Mantel, Schlauch und Anti-Platt Band ans neue Laufrad gewemst, Rad eingebaut und morgen früh auf dem Teigklumpenkreuzzug zum Bäcker gibt’s dann eine kleine Proberunde ob auch alles so hält wie es halten soll. Das war Akt 1…diverse kommen aber noch. 

Der Samstag vor Bolsward

Nachdem das Problemchen mit dem Hinterrad behoben ist, liegt eigentlich die Vorbereitung für diese ominöse Massenveranstaltung radelwütiger Spaßvögel und anderer Gesellen an. Pfingstmontag ist’s soweit und ich muss morgen nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigen bevor es dann am Sonntag morgen für mich in Richtung Pingjum geht. Besagte Kleinigkeiten werden aber wie gewohnt eskalieren, das kenn ich gar nicht anders.

Erster Weg morgen früh wird mich auf die Testfahrt mit dem C3 führen, danach geht es dann direkt durch nach Unna zu den Schergen am DB Ticketschalter um das Internationale Fahrradticket für Sonntag zu erstehen. Wenn das wieder so eine Nummer wird wie bei der Fahrt nach Zwolle dann dreh ich ab. Hoffentlich ist diesmal ein weniger begriffsstutziger Schaltermensch vor Ort, sonst krieg ich nen Blutrausch. Mit dem Ticket im Sack geht es dann heimwärts, wo ich die Testfahrt mit dem neuen HR im C3 auf mich wirken lassen werde.

Während es so vor sich hin wirkt, wird sich parallel startklar gemacht um bei Decathlon in Aplerbeck eine notwendige Kopfbedeckung für Bolsward zu erwerben…ohne Helm wollen die halt ned. Da der Helm aber ne einmalige Nummer sein wird, kommt mir da kein 200€ Calimero-Sombrero auf die Rechnung. Egal ob der Kaffee kochen oder abwaschen kann…ne einfache Schale wird reichen. Mit Helm im Rucksack, und nicht auf dem Quadratschädel, wieder heimwärts um das C3RS fit zu machen für die Fietselfstedentocht. Zu der Putz, Öl- und Schmierorgie wird sich noch eine Entlüftung der hinteren Bremse gesellen. Der rechte Bremshebel fühlt sich an wie ein Schwamm, ich kann den mühelos bis zum Lenker ziehen. Muss das System wohl irgendwo/irgendwie Luft gezogen haben.

Kurios, da ich das Bike weder kopfüber gewartet habe noch ohne Beläge irgendwelche Zuckungen am Bremshebel verursachte. Wie dem auch sei, Entlüftungskit ist ja da und morgen lass ich mal die Luft raus. Sollte das wider Erwarten keine Besserung bringen, dann gibt’s die Option trotzdem mit dem C3RS nach Bolsward zu fahren und beim Bremsen laut “Ayayayayay!!!!” zu schreien oder das C3 zu nehmen. Schaun mer mal. Auch da wäre dann eine Putz- und Schmier Party fällig morgen nachmittag.

Mal sehen welche Stolpersteine,…oder in meinem speziellen Fall eher Stolperfindlinge, mir der Herr morgen noch so in den Weg legt. Muss mich nachher noch mit den Buchungen der B&B für die mehrtägige Rückfahrt nach Dortmund auseinandersetzen. Eins in Warffum ist immerhin schon gebucht, gleich schau ich mal weiter.

 

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