100 Kilometer Training

Mit dem Rad durch Dänemark
Mit dem Rad durch Dänemark

Was soll ich sagen? Gestern wollte ich eigentlich schon einen etwas längeren Run machen, allerdings hat mich die Entzündung im Ellenbogen davon abgehalten. Ich habe dann ordentlich gesalbt, getaped und geschont mit der Hoffnung das heute morgen der Ellenbogen nicht mehr ganz so übel weh tut und ich ohne große Schmerzen einen der geplanten Longruns für Project Denmark in Angriff nehmen kann.

Der liebe Gott muss es gut gemeint haben mit mir, oder die Wundersalbe die einem hier in Deutschland keiner verschreibt wirkt wieder mal Wunder bei kleineren Wehwechen hehe. So oder so, heute morgen aufgewacht und den Ellenbogen nochmal eingesalbt, mit Tape gewickelt und dann erstmal entspannt das Formel Eins Rennen geschaut. Danach ordentlich gefrühstückt und das Rad fertig gemacht (Luftdruck, Antriebsstrang, etc.). Da es ein Testlauf für die Radtour von Dänemark nach Deutschland werden sollte musste noch eine enstprechende Last auf den Rücken. Also kurz den Kamerarucksack genommen, alles was drin war drin gelassen und noch ein wenig Gewicht dazu gepackt. Im Kamerarucksack befanden sich ein Body, diverse Objektive, Blitz, Kabelage. Alles in allem so um die 4kg an Equipment. Dazu kamen dann noch 1.5 Liter Wasser, diverse Energieriegel, Stativ, Nüsse, Ersatzschlauch, Luftpumpe und sonstiger Kleinkram. Effektiv brachte der Rucksack dann gute 9kg auf die Waage, voll bestückt. Das ist ein Gewicht mit dem ich auf der Tour leben könnte.

Seepark Lünen Horstmar
Seepark Lünen Horstmar

Aber ich schweife ab, zurück zu dem Trip. Sonniges Wetter heute morgen, relativ kühl und los ging es so gegen 9 Uhr in Richtung Unna und von dort dann weiter zum Start des Seseke-Weges. Von da ging es den Seseke-Weg entlang bis zum Seepark in Lünen wo ich eine kurze Verschnaufpause einlegen musste und einen sündhaft teuren Coffee to go genossen habe….Leute…2€ für einen Kaffee der schmeckt wie ein Fuß von einem Schlumpf? Echt jetzt? Halsabschneider hehe. Egal, ich brauchte was warmes im Bauch, also runter mit dem Kaffee und weiter. Die 2 Euro für einen Becher ranzigsten Kaffees lagen mir trotzdem schwer im Magen, nächstemal wenn ich so früh fahre nehme ich wohl besser eine Thermoskanne mit hehe.

Sie sind gelandet
Sie sind gelandet

Das nächste Ziel war das Schiffshebewerk in Henrichenburg, vom Seepark Lünen nur knappe 20 Kilometer entfernt. Kurioserweise sah die Strecke dorthin bei der Planung relativ eben aus, war sie aber nicht hehe. Da waren einige rödelige, weil lange, Steigungen bei die man so bei Kilometer 60 doch schon merkte. In Henrichenburg war ebenfalls wieder Rast angesagt, nach 67 Kilometern gönnt man sich auch mal ne halbe Stunde Pause am Wasser um die Arschbacken ein wenig zu entlasten. Unterwegs gab es Landschaft satt, ich hätte eigentlich freihändig fahren müssen und die Kamera wild hin und her schwenken und Fotos machen, aber man ist ja ordentlicher Radfahrer und konzentriert sich dann doch eher auf den Verkehr, der bei diesem genitalen Wetter doch reichlich war. Was mir da an Radfahrern, Skatern, Elektrorädern und Autos um die Füße fuhr…damit hätte ich auf einem Sonntag nicht gerechnet.

 

Am Kanal entlang
Am Kanal entlang

Der Rückweg war der Hammer, von Henrichenburg aus immer am Kanal entlang bis nach Deusen rein und dann gerade hoch durch die Innenstadt von Dortmund zum Rombergpark. Der Part am Kanal war ein Traum, wenn wir von der Schotterstrecke, die stellenweise recht knapp bemessen und gut rutschig ist, mal absehen. Auch war sie überaus gut besucht, aber nach den Convois an Radlern die mir auf dem Hinweg auf der Straße entgegen kamen habe ich auch nichts anderes erwartet. Übel waren dann die ersten Kilometer nach dem Dortmunder Hafen, da war wieder schön steiles dabei, mal abgesehen von den torkelnden Figuren in schwarz-gelben Kostümen die überall rumlungerten. Am Rombergpark war die letzte längere Pause angesagt, bevor es von dort über Phönix West wieder runter in Richtung Dortmund Asseln ging.

So als Fazit…..
Die 100 Kilometer Distanz waren eigentlich ok, wenn ich von den Arschbacken mal absehe (aber ich arbeite dran, und die eigentliche Tour wird ja mit dicken Polstern in der Hose gefahren). Beine schmerzen nicht, großartig ausser Puste war ich auch nicht und ich denke so zwischen 20 und 40 Kilometer wären noch gegangen. Wenn ich mir die Zeit anschaue, dann liege ich mit rund 5.5 Stunden in dem von mir angestrebten Soll. Geplant sind für die Tour von Dänemark nach Deutschland Fahrzeiten von um die 7 Stunden, also kann ich mir aussuchen ob ich mehr Kilometer fahre oder die Geschwindigkeit ein wenig runtersetze.

Und für die Interessierten hier die GPX Datei zum Download:
[sgpx gpx=”/wp-content/uploads/gpx/Project Denmark – 100 Kilometer Longrun #1.gpx”]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


I confirm

*