Nightrides

HabschnedOktober, die Tage werden kürzer und bald geht es wieder im Dunklen zur Arbeit und im Dunklen nach Hause. In der letzten Zeit schlich öfters mal der Gedanke an einen Nightride (Nachtfahrt) über diverse Dörfer in der Gegend durch meinen Kopf. Jetzt wo es früh dunkel wird könnte ein Nightride ja theoretisch schon so gegen 20 Uhr beginnen. Wobei ich nicht wirklich weiss ob es für Nightrides eine klare Definition gibt wann sie anfangen und wann sie aufhören. Für mich persönlich zähle ich alles ab 20 Uhr bis kurz nach Mitternacht dazu..wobei 2 Uhr morgens auch noch kurz nach Mitternacht ist hehe.

Der Zeitrahmen

Gedanklich schwebt mir auch ungefähr dieser Zeitraum vor, also von ca. 20 Uhr bis gegen Mitternacht. Vorzugsweise würde der Nightride an einem Wochenende stattfinden, idealerweise Samstags abends. Unter der Woche, ganz ehrlich, habe ich keinen Drang nach der Arbeit dann noch 4 Stunden oder mehr durch die Finsternis zu strampeln und dann gegen 4:30 morgens wieder aufzustehen. Da böte sich ein Samstag abend doch ideal an, oder nicht?

An reiner Fahrzeit für einen Nightride…ja was soll ich da schätzen? Bedingt durch die äußeren Umstände wird sicherlich nicht so ins Pedal gekloppt wie bei Tageslicht, man fährt halt vorsichtiger. Alles in allem würde ich da auch maximal 4 Stunden für veranschlagen wollen, bei nem 16er Schnitt oder so ähnlich wäre man in den 4 Stunden immer noch bei runden 50 Kilometern an Distanz (mit Pause hier und heissem Kaffee an einer Tanke da). Das sind so die rudimentären Dinge, die ich mir vorstelle.

Die Strecke

night-2Was die Strecke angeht würde ich viel Feldweg und Wald näher in Betracht ziehen. Weg von spärlich befahrenen, stockfinsteren Landstraßen auf denen einem doch immer wieder Autofahrer entgegenkommen bei denen entweder der Fernlichtschalter permanent klemmt oder der Fuß wie ein Stück Blei aufs Gaspedal fällt. Mein persönlicher Eindruck, aber gerade in stockfinsterer Nacht bin ich kein Freund davon in einer Gruppe über Landstraßen zu hecheln. Dann lieber etwas ab von potentiellem Verkehr und vielleicht auf Feldwegen oder im Wald das eine oder andere Tierchen, bzw. dessen Augen, im Dunklen leuchten sehen.

Ortstechnisch schweben mir kleinere Nester vor die durchquert werden, südliches Münsterland oder raus in Richtung Werl/Soest Lenningsen, Wambeln, Scheidingen und solche Geschichten). Nach Möglichkeit keine größeren Ortschaften sondern Nacht, Stille und Natur pur (idealerweise Vollmond und klarer Himmel).

Das Equipment

nightWas braucht’s für nen Nightride?
Auch wenn der Plan ist, weit ab vom “fließenden Verkehr” zu fahren sollten doch ein paar grundlegende Sachen berücksichtigt werden. Funktionsfähige Beleuchtungsanlage ist so das absolute Minimum, klar soweit? Gut, dann käme eventuell noch eine reflektierende Warnweste in Betracht (wobei sich mein innerer Schweinehund dagegen noch sträubt). Kartenmaterial für den Fall der Fälle, ob nun in elektronischer Form oder als fummeliges Faltpapier ist egal. Eine zusätzliche Lampe zum Studium des Faltpapieres oder bei der Behebung von Pannen macht vielleicht auch noch Sinn in meinen Augen. Ob ich soweit gehen würde und noch Reflexstreifen oder Clips für die Schuhe oder  Hosenbeine anschnallen würde weiss ich nicht, aber theoretisch kann es ja nicht schaden. Der Übersicht wegen liste ich mal kurz auf:

  • funktionierene Beleuchtungsanlage am Rad (eventuell Ersatzakkus)
  • reflektierende Sicherheitsweste (kein Muss, aber nützlich)
  • andersartige Reflektoren (Streifen, Clips, Bänder, etc.)
  • Kartenmaterial (elektronisch oder Papier)
  • Taschen- oder Stirnlampe (nützlich bei Pannen oder zur Orientierung)
  • Thermoskanne mit nem Schluck Heißen (Kaffee, Tee, irgendwas warmes

Brauch ich noch mehr an Equipment? Ich denke das Gröbste für eine kurze Fahrt in die Nacht hinein ist damit abgearbeitet, sollte ich dennoch irgendwas essentielles vergessen haben dann bitte einen kurzen Kommentar und ich ergänze die Liste gerne. Das Thema Bekleidung hab ich mal bewusst offen gelassen, da muss jeder selbst für sich entscheiden wie er bei den zu erwartenden Temperaturen am besten klar kommt. Wo der eine schon den dicken Rollkragen überstülpt macht der andere gerade mal den obersten Knopf am Hemd zu….

So, in Summe wäre ich mit den Grundgedanken erstmal durch. Die für mich wichtigsten Dinge einen Nightride betreffend sind notiert und nun geht es langsam aber sich an die konkrete Planung einer Fahrt durch die Nacht. Organisatorisch bestimmt nicht einfach, aber dann wäre es auch langweilig oder?

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