Lifeline Fahrradtasche

Lifeline Fahrradtasche

Hier ein paar Worte zu meinem neuesten Erwerb, einer Fahrradtasche der Firma Lifeline. Fuer den Transport der Bikes, zumindest erstmal eines Bikes, musste ja ein passender Behaelter her. Da zu dem Zeitpunkt keine £400 fuer einen schmucken Hartschalenkoffer verfuegbar waren, schwebte das Auge in Richtung einer guenstigen Stofftasche. In jener sollte das Bike dann entsprechend gut gepolstert nach Belfast transportiert werden. Ein “Schnaeppchen” war die Tasche auf, hatte den Beutel online fuer knapp £60 gesehen und beim Telefonat mit dem Bike-Store erfahren, dass sie sogar nur £55 aus dem Geldbeutel reissen wollen. Also nach Feierabend zu Chainreaction Cycles in Belfast gefahren und die Tasche eingesackt. Verpackt in einem schicken, braunen, extrem unhandlichen Karton wurde die Lifeline Fahrradtasche dann ins Heim gezerrt.

Kaum im Wohnzimmer angekommen wurde per scharfer Klinge die Tasche von der Umverpackung befreit und einem ersten, pruefenden Blick unterzogen. Alles in allem optisch nicht schlecht, natuerlich fuer den Preis keine grossartige Polsterung auf der Innenseite aber immerhin…so schlecht schien sie mir nicht. Aber da hatte ich ja auch noch kein Fahrrad drin verstaut heheh. Fuer den Flug wanderte die Tasche erstmal wieder in den Karton und wurde dann in Unna endgueltig von diesem erloest…Gott habe den Karton selig. Die Verpackungsorgie startete dann am Freitag morgen.

Als erstes sollten die Laufraeder verpackt werden. Waren ja schliesslich zwei Taschen dabei. Laufraeder also ausgebaut, Luft musste ich auf beiden Raedern komplett ablassen damit die 29 Zoeller in die Tasche passen. Waehrend das Vorderrad so mit Ach und Krach in die Tasche ging, musste am Hinterrad neben der Luft auch die Kassette weichen. Mit Kassette ging der Reissverschluss ned wirklich zu hehe. Aber gut, Kassette runterschrauben ist ja keine grosse Sache und selbige liess sich auch bequem in einer der zahlreichen Innentaschen verstauen (natuerlich in Luftpolsterfolie gewickelt).

Der Rest vom Rad hatte genugend Luft in der Tasche, es gab auch reichlich Platy fuer weitere Polsterungen die teils notwendig waren. Ohne zusaetzliche Polsterung zum Beispiel haette das Rad auf dem grossen Kettenblatt gestanden. Das ist nicht gut hehe. Also nen Schaumstoffwuerfel unter die Kurbel geschoben und das Rad druff plaziert. Stand bombenfest. Was ich mir noch gewuenscht haette in der Taschen waeren ein paar Gurte um alles irgendwie in Form zu halten. Ansonsten will ich fuer die £54 die ich bezahlt habe nicht meckern. Laufradtaschen taten ihren Dienst, die Tasche war locker gross genug fuer das 29 Zoellige und mit ein wenig zusaetlicher Polsterung und Kreativitaet laesst sich sein Fahrrad darin locker verpacken ohne dass man Gefahr laeuft dass beim Transport durch einen Stoss irgendwas das Zeitliche segnet.

Kritikpunkte die ich an der Tasche habe ist, dass es nahezu unmoeglich scheint die Tasche ueber eine laengere Strecke zu ziehen oder schieben ohne dass sie zur Seite kippt. Ich hab versucht die Tasche moeglichst gleichmaessig zu packen, aber egal wie ich die Klamotten darin verstaut habe…nach ein paar Metern machte die Tasche meist den Frosch und ich musste anfangen gegenzulenken oder kurz absetzen. Gut, es ist eine Softbag, aber ein wenig mehr Stabilitaet waere recht nett gewesen. Dann ist da noch der etwas kurze Trageriemen. Der wird mittels vier Karabinern an der Tasche befestigt, und man kann sie mehr oder weniger entspannt tragen. Ein laengerer Gurt waere schoen gewesen, damit man sich die Tasche elegant ueber die Schulter haengen kann. Laesst sich deutlich entspannter tragen auf diesem Weg.

Das Fazit

Ansonsten kann ich, fuer den Preis den ich bezahlt habe, nicht wirklich gross meckern. Nur fuer die naechsten Transporte der Raeder per Flieger kommt mir auf jeden Fall ein Hartschalenkoffer ins Haus…mit vier Rollen. Schoen entspannt neben einem her schieben, anstatt eine Tasche auf einer Seite anzulupfen um dann dauernd balancieren zu muessen.

 

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