Licht es werde

HabschnedLicht es werde ich sage. Bis vor kurzem durchkreuzten ich und mein lokal gefürchtets Fußgängersuchgerät die dunklen Abschnitte des Tages mit einer Beleuchtung der, sagen wir mal, zweifelhaften Art. Nicht das die Funzel vorne mir schlechte Dienste geleistet hatte, aber für diesen Herbst und Winter und eventuellen Nightrides wollte ich dann doch eher nicht mit einem windgeschützten Teelicht durch die Dunkelheit schneiden. Also mal kurz einen Überblick verschafft was da so auf dem Markt an transportablen Flakscheinwerfern erhältlich ist und es kam wie es kommen musste…viele Scheine verließen den Geldbeutel und sorgten für ein Lächeln im Gesicht des Verkäufers.

Besagte zweifelhafte Beleuchtung von B’TWIN (gab es damals in Verbund mit dem Rockrider 520 zum Einstieg) mit dem leicht zu merkenden Namen “VIOO 700 USB 20 Lux B’TWIN” wurde ad acta gelegt und die ursprüngliche Wahl fiel auf eine Ixon Core von Busch & Müller für rund €60 mit dem IXXI als Warnsignal für den nachfolgenden Verkehr. Der erste Eindruck auf diversen Webseite war ganz ok, und ich schlich mit prall gefülltem Geldkoffer zum Händler vor Ort um eben jenen frontalen Kronleuchter für den Lenker zu erwerben.

Ixon IQ Premium Speed

Rein in den Fahrradladen, der Verkäufer hatte noch diverse andere Kunden abzuarbeiten und ich begab mich in die Ecke mit den Leuchten. Die Ixon Core hing da so rum und leuchtete völlig emotionslos vor sich hin in der Hoffnung das ich sie mitnehme. Wäre auch beinahe passiert, wenn nicht die Augen ruckartig nach rechts geglitten wären und einen Konkurrenten erspähten der ebenso um Aufmerksamkeit bettelte. Zur rechten lauerte der Feind des Geldbeutels, die Ixon IQ Speed in der Premium Version. Einmal hingeguckt, zweimal hingeguckt und beim dritten Blick die Ixon Core keines Blickes mehr gewürdigt. Rein optisch gefiel mir die Ixon IQ Speed wesentlich besser, nicht so ein eckiger Klotz am Lenker wie die Ixon Core und mehr Leuchtkraft und Dauer gab es obendrauf.

Der Preis lag nur unwesentlich über der Ixon Core, lediglich das Doppelte wurde aufgerufen aber der Geldbeutel war voll und irgendwo mussten die Scheine ja hin. Also die Ixon IQ Speed Premium abgegriffen und ab in Richtung Heimat zum fröhlichen Auspacken. Den Akku an das beiliegende Ladegerät angeschlossen, die Lampe an den Lenker gekloppt (dazu nachher noch ein paar Worte in der Pro/Kontra Liste) und gewartet bis die Kontrolleuchte am Ladegerät von rot auf grün Sprang. Den Akkupack an den Rahmen geschnallt (die Befestigung per Klettverschluss ist übrigens besser als ich dachte, da wackelt nichts) und eine Runde in der Dämmerung gedreht damit ich einen Vergleich zu der bisherigen Funzel hatte.

Die Details

Mit dem LED-Akkuscheinwerfer IXON IQ Speed Premium kann man die Nacht mit bis zu 90 Lux verjagen. Sehr helle, breite und homogene Ausleuchtung des Fahrweges dank “IQ-TEC Premium”.
  • High-Power-Modus: 90 Lux für ca. 10 Stunden
  • Low-Power-Modus: 15 Lux für ca. 50 Stunden
  • Kapazitäts- und Ladezustandsanzeige
  • integrierte Lenkerhalterung für alle Ø, neig- und schwenkbar
  • Tasche mit Klettbefestigung
  • NimH-Akkupack (6 Volt / 4.1 Ah) mit zwei Anschlüssen
  • 25 cm Verbindungkskabel für Anschluss Leuchte/Akku
  • Ladegerät

Das große Ahh und Ohhh…

Das große Ahh und Ohh setzte dann auch bei der ersten Proberunde noch am Tage des Kaufes ein. Nach Hause gehampelt, Akku geladen, Akkupack und Leuchte montiert und mit klopfenden Füßen auf die Dunkelheit gewartet. So gegen 20 Uhr ging es dann auf eine kurze Runde in die Felder bei mir vor der Tür und durch zwei kleine Wäldchen. Flakscheinwerfer auf 90 Lux geschalten und der erste Gedanke war “Oh, so hell und schön ausgeleuchtet kann das sein?”. Im Vergleich zu der Decathlon-Kerze war das ne Welt, wenn nicht zwei, die dazwischen liegen hehe. Schöne breite ausgeleuchtete Fläche, die mir auch beim Gehoppel durch den Kurler Busch ein Gefühl der Sicherheit vermittelte.

Ich bin da ja abends schon ein paar Mal mit der alten Funzel durch, da war aber eher Schrittempo angesagt. Mit der IQ Premium Speed ging das Ganze schon deutlich flotter vonstatten. Wenn ich es die Tage mal hinbekommen, dann rödel ich mit der Lampe, Kamera und Stativ nochmal in den Busch und mach ein paar Bilder der Ausleuchtung bei fast vollkommener Dunkelheit.

Zusammenfassend…

So, wie zu erkennen habe ich bis jetzt nichts schlechtes über die Ixon IQ Speed Premium zu sagen…also fast nichts. Vielleicht noch einige erklärende Worte zu den drei Minuspunkten. Zum einen ist da die Befestigung am Lenker selbst. Die “Mechanik” zur Befestigung funktioniert hervorragend. Band straffziehen, Hebel umlegen, fertig. Einzig und allein das Verrutschen der Lampe am Lenker wenn man den Knopf zum Einschalten bzw. Wechsel zwischen Hi- und Low Power Licht drückt. Idealerweise hätte Busch&Müller der Ixon IQ Speed Premium vielleicht noch eine Gummiunterlage spendiert, die um den Lenker gelegt wird und um die sich dann die Lampe schmiegt. Dadurch würde ein Verrutschen verhindert, und das ist auch die Lösung die ich jetzt am Wochenende wohl implementieren werde (sofern ich ein geeignetes Stück Gummi finde).

Der nächste Punkt ist eigentlich kein wirklicher Minuspunkt, sondern subjektives Empfinden und fliesst damit auch nicht in die finale Punktevergabe ein. Die Nummer mit dem externen Akkupack ist für mich halt erst noch gewöhnungsbedürftig. Bis dato fummel ich den immer ab, wenn ich das Rad mal aus den Augen lassen muss. Befestigt ist der ja nur mittels einfachem Klettband, also diebstahlsicher ist anders und es dauert keine zwei Sekunden dann hat so ein Akkupack den Besitzer gewechselt. Aber wie oben geschrieben, das ist kein Minuspunkt im eigentlichen Sinne und das der Akkupack extern ist war mir beim Kauf ja auch klar.Außerdem ist der Akkupack ned riesig und auch nicht schwer wie Mist, und kann somit bequem in der Jackentasche verstaut werden (oder im mitgeführten Turnbeutel oder was auch immer man so an Verstaumöglichkeiten hat).

So lange Leuchtdauer ist halt nicht mit internen Akkus zu realisieren ohne dass die Lampe die Größe einer Bahnhofsuhr annimmt. Und lange Leuchtdauer war mit Hinsicht auf die langen Touren nächstes Jahr eben eines der Kriterien für den Kauf. Abschließend muss ich sagen das mich die Ixon IQ Speed Premium bisher völlig überzeugt hat und ich den Kauf in keinster Weise bereue.

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