Langes Wochenende…

HabschnedHui, bewegendes Wochenende gehabt. Es ist zwar erst Sonntag morgen, aber die letzten paar Tage erfordern doch mal eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse. Los ging es eigentlich schon gegen Ende der letzten Woche, als das Laufen langsam wieder schmerzhaft wurde und sich die Bandscheibe mal wieder meldete. Seit Oktober war eigentlich Ruhe und ich konnte mich, von ein paar Stichen hier und da, völlig schmerzfrei bewegen. Letzte Woche gab es dann, dank viel Lauferei und Schlepperei  durch Personalmangel, die ersten Beschwerden und das Laufen war doch recht mühsam. Ließ sich zwar aushalten, aber schön war es nicht.

Diese Woche habe ich mich von Montag bis Mittwoch noch durchgeschleppt, Donnerstag morgen ging allerdings nix mehr und der Besuch beim Orthopäden war fällig. Da es kurz vorm Wochenende war, wollte ich eigentlich nur eine Spritze in den Rücken haben die mich ins Wochenende rettet, an dem ich mir und dem geschundenen Rücken genügend Ruhe und Erholung gönnen wollte. Klappte nicht, die Spritze schlug nicht an und ich schleppte mich Freitag morgen per Taxi nochmals zum Orthopäden. Laufen ging kaum noch, nach ein paar Schritten war der Schmerz dermaßen heftig, dass ich (sofern ein Schwert greifbar gewesen wäre) mir eher mit Freude das Leben genommen hätte als nur noch einen Schritt zu laufen.

Die Schmerzen blieben konstant, an längere Zeit liegen oder sitzen war nicht zu denken und der Tag war sehr, sehr lang. Schmerzhemmer (Diclofencac 75) halfen auch nichts und die Nacht war ähnlich lang wie der Tag…und genauso qualvoll. Samstag gab es dann morgens erst eine kleine Besserung. Die Hunderunde ließ sich vom Schmerzpegel aushalten, aber im Laufe des Vormittages bekam ich ein taubes Gefühl im linken Fuß. Die Zehen kribbelten kontinuierlich und da ich sowas von meinem rechten Arm (nervus ulnaris vor zwei Jahren) kannte wurde der Gedanke an den Weg ins Krankenhaus konkreter.

So gegen 18 Uhr ging dann nimmer viel, der Krankenwagen kam und hat mich samt vorsichtshalber gepackter Tasche erstmal in die Ortho-Klinik nach Hörde gekarrt. Ab in die Orthopädie-Ambulanz und dem Doktor die CD mit meinem MRT von letztem Monat zugesteckt. Nach diversen Test, Abklopfen und Blick auf die MRT Daten gab es dann den Entspannungscocktail. Zugang gelegt, Novalgin und Perfagan in die Blutbahn getropft und die Schmerzen ließen ein paar Minuten später nach.

Ich glaub ich hockte da ne gute Viertelstunde in dem Stuhl mit dem Trop des Wohlgefallens oben am Stuhl, der pausenlos seinen wohltuenden Cocktail in meine Blutbahn schoss. Nachdem auch der letzte Tropfen konsumiert wurde, sollte ich mal (mit Tropf in der Hand) aufstehen und ein paar Schritte machen. Und siehe da, lief sich komplett anders. Nicht ganz schmerzfrei, aber immerhin kein Verlangen nach einem extra scharf geschliffenen Samuraischwert mehr beim Laufen.

Dann ging’s wieder zum Arzt, mit dem das weitere Vorgehen besprochen wurde. Stationäre Aufnahme habe ich, dank der Linderung erstmal abgelehnt. Montag wird in der “Wirbelsäulensprechstunde” angerufen, um mit dem Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie mal ein Treffen auf eine kleine OP zu organisieren. Zusätzlich darf ich mir, da die Schmerzhemmer vom Orthopäden keine Wirkung zeigten, jetzt die IbuHEXAL 600mg einwerfen, und abends eine Tilidin runterwürgen…die mich wegknallen soll. Hätten sie mir auch Cannabis verschreiben können, das hat glaub ich nicht so viele Nebenwirkungen aber gut…schluck ich halt die Tilidin.

Zumindest bin ich heute recht schmerzfrei, das linke Bein tut halt noch weh da sich durch die Belastung der Muskeln und Fortbewegungsweise unter Schmerzen die Muskulatur wohl ordentlich verkrampft hat. Geht auch vorbei schätze ich, könnte aber auch noch durch die Reizung des Nervs kommen. Naja, mal hoffen dass es so bleibt wie es im Moment ist. Nur schade, dass wohl keine längere Radrunde zustande kommen kann. Hab die letzten 4 Tage ordentlich Kilometer liegen lassen müssen :/

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