Ist fast wie an der Seseke

 

Anstatt in Richtung Nordost (Carrickfergus) oder Ost (Bangor) ging es gestern mal in die komplett andere Richtung. Ziel war Lisburn, suedwestlich von Belfast gelegen. Wollte mir unbedingt mal den Lagan Towpath in voller Laenge ansehen was auch fast geklappt hat.  Hab mir lediglich die letzten 800m in Lisburn geschenkt und das Stueck von den Botanic Gardens bis ins Stadtzentrum da ich die eh so oft beradelt habe dass ich die Grashalme am Strassenrand mit Namen gruessen kann.

 

Stellte sich waehrend der Fahrt heraus, dass ich ne zweite “Seseke-Runde” gefunden habe….naja, technisch gesehen ist es nicht wirklich ne Runde…aber kommt dem Hausruendchen ueber Unna/Boenen/Kamen/Luenen schon sehr nahe. Getreten wird auf mal mehr und mal weniger breitem asphaltierten Pfad neben dem Fluss, und aehnlich wie auf dem Seseke-Weg geht es auch mal einige Meter vom Fluss weg. Geteilt wird sich der Weg, wie sollte es auch anders ein, mit Zwei- und Vierbeinern in rauhen Mengen…Wochenende halt. Von Stranmillis Embankment bis zum Lagan Valley Regional Park war es mehr Stop&Go als Radeln…aber auch das kennt man ja vom Seseke-Weg. Zumindest bei gutem Wetter…bei den gestrigen Wetterbedingungen waere mir auf dem Seseke-Weg wohl keine Sau vor das Rad gelaufen. Hier allerdings sind auch bei stroemendem Regen ganze Hunderschaften samt Flohtaxis auf den Wegen zu finden. Da kennen die Nordiren nix, was das Wetter angeht.

Wie dem auch sei, unterwegs auf dem Lagan Towpath gab es einiges zu bestaunen. Hier und da duempelte ein Boot aufm Wasser, diverse Bruecken wurden gequert…wobei eine mich in helle Entzueckung versetzte. Werde die bei der naechsten Runde mal ablichten. War kaum breiter als mein Lenker das Dingen…leck mich am Arsch war das eng hehe. Kilometer um Kilometer ging ins Land, Hunde schossen aus den Bueschen und Fussgaenger schauten dem rasenden Deutschen todesmutig ins Auge. Erstaunlicherweise hat sich aber keiner ueber die Geschwindigkeit beschwert…der normale Radler faehrt hier eher gediegen und nicht als wie wenn der Beelzebub hinter einem her ist. Da werden sich die Nordiren aber schon dran gewoehnen, ob sie wollen oder nicht. Scherz beiseite, das “Miteinander” auf den Wegen funktioniert eigentlich hervorragend, man wird hoeflich vorbeigewunken und wenn man das Klingeln mal ueberhoert dann gibt es mindestens ein “Sorry”.

Trotz bescheidenem Wetter (aber immerhin trocken und nur maessiger Wind, also um die 30km/h hehe) aber eine bombastische Strecke zum Fahren. Da werden Erinnerungen an den alten Bahndamm wach wo man kilometerlang fanatisch ins Pedal treten konnte. Nur muss ich mal sehen ob ich denn, wenn ich das Teilstueck von der Haustuer bis ins Zentrum wo der Lagan ins Meer muendet mitnehme, mir da endlich meine 50km Hausrunde draus basteln kann. Naechstes Wochenende kommt bestimmt :)

 

Wie ueblich gibt’s auch ein paar Eindruecke von der kurzen Erkundungstour. Ist, wenn man das “live” faehrt fast wie die Seseke. Also hab ich auch dafuer nen passenden Ersatz gefunden.

 

 

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