Heute gelernt..

HabschnedEin mehr oder weniger ereignisreicher Tag heute, an dem ich mal wieder einige Sachen fürs Leben lernen musste hehe. Gestern war ja großer Putztag am Rad mit allerlei Mittelchen weil es heute in die Werkstatt ging zur Inspektion. Und das Schlammdingen wollte ich dem Werkstattmenschen wirklich nicht so hinstellen wie es aussah. Also gestern ordentlich geschrubbt, gewienert, geschlaucht und nochmal geschrubt bis sogar die Kassette wieder aussah wie neu. Das Rad strahlte abends und ich war zufrieden. Den Lohn für die ganze Mühe gab es dann heute morgen als ich die Schutzbleche und Lampen wieder ans Rad bauen wollte. So war zumindest der Plan, die Praxis sah dann wie immer mal wieder anders aus.

Die Temperatur über Nacht hat mir das Genick gebrochen schätze ich hehe. Das Rad musste die Nacht, wie die anderen Nächte auch, in der Garage verbringen. Heute morgen so gegen 8 Uhr nach der Hunderunde dann gutgelaunt zur Garage, mit den Teilen in der Hand. Garagentor uff, Teile auf den Boden gelegt und den Lenker des Rades in die Hand genommen und versucht das Rad von der Wand weg zu ziehen. Es passierte….nichts. Nochmal gezogen, wieder nichts. Geschaut..und siehe da….war der Nasse Reifen am Boden angefroren…hurra. Der Gesichtsausdruck von mir dazu….

Holy Shit

Mit einem kräftigen Ruck gab der Reifen aber nach und kam los. Die nächste Überraschung erwartet mich bei den Bremsen. Das Rad ließ sich jetzt zwar bewegen, aber die Räder blockierten. Kurzer Blick….Bremsbeläge der Scheibenbremse hinten und vorne an der Scheibe festgefroren…hurra hurra. Die Bremshebel versagten komplett, ich konnte ziehen aber die Beläge lösten sich nicht hehe. Die Krönung des Ganzen war das Ritzelpaket. Auch da muss sich Flüssigkeit gesammelt haben, so das der Freilauf blockierte und ein Treten der Pedale weder vorwärts noch rückwärts möglich war. Komplett blockiert der Antriebsstrang, rien ne vas plus oder wie der Stangenweißbrotfresser so sagt.

So war an eine Fahrt zur Werkstatt nicht zu denken, also mal eben den Esel in die Hütte geschleppt und neben die warme Heizung im Flur gestellt. Nach 15 Minuten bildeten sich dann diverse Pfützen auf den Tüchern die unterm Rad lagen und es kam langsam wieder Leben in den Antriebsstrang und die Bremsen. So nach und nach funktionierte alles wieder, inklusive des Schlosses welches ebenfalls von einem doch flexiblen Schloss zu einem Knüppel aus Eis mutiert war. Kette dann noch kurz geölt und gewischt und dann ging es zur Inspektion. Dann fassen wir mal zusammen…

  • Rad putzen bei Minusgraden keine gute Idee
  • Nicht ganz trockenes Rad bei Minusgraden draussen lassen schlecht
  • Bei Frost vor dem Fahren Bremsen checken
  • Wenn Frost dann Rad morgens reinholen zum auftauen
  • Nicht über andere Radler die rutschen lachen. Mögen die nicht
  • Selber nicht rutschen, sonst lachen die anderen

Der Ritt zur und von der Werkstatt war lausig, obwohl halbwegs trocken gab es auf dem Weg noch elendig viele rutschige Passagen bei denen man schon in weiter Entfernung angefangen hat zu beten, das es einen nicht gleich in die Horizontale legt. Lenkbewegungen wurden auf ein Minimum reduziert, und ich hab mich grob an den Radlern um mich rum orientiert. Einige von denen machten merkwürdige Bewegungen mit ihren Rädern, daran ließ sich ganz gut erkennen welche Stellen man meiden sollte hehe.

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