Herwart…du Drecksack!

HabschnedDank Herwart ist der geplante Kurztrip in die dritte Heimat heute leider vom Winde verweht worden. Gleichzeitig konnte ich einiges über Aufenthalte am Dortmunder Hauptbahnhof früh morgens lernen, was ne Menge Kopfschütteln bei mir auslöste. Anyway, angepisst bis aufs Blut bin ich dann heute morgen, als klar war dass in Richtung Hamburg aber auch gar nichts mehr gehen würde, wieder nach Hause gefahren und überlege mir nun Alternativen für die nächsten Tage bis ich wieder arbeiten muss. Jetzt erstmal eine kleine Zusammenfassung des Tages bisher.

Bahnhof am Morgen…leck mich am Arsch

So gegen 6:30 lief ich am Dortmunder Hauptbahnhof auf mit einer knappen Stunde Vorsprung auf den Zug, welcher meinen Arsch gegen 7:25 in Richtung Hamburg zaubern sollte, ein. Genügend Zeit um erstmal einen großen Becher Kaffee im Tausch gegen Bares zu erwerben und mich auf die Fahrt vorzubereiten. Mit Kaffee in der Hand den Kardinalfehler schlechthin begangen. Raus aus dem Bahnhof und draußen an der frischen Luft erstmal ne Zigarette in den Hals gesteckt.

Jenes erregte die Aufmerksamkeit diverser Gestalten, die sich samt ihrem Hab und Gut vorm Bahnhof aufhielten und es wurde sofort um Zigaretten gebeten, auch die obligatorische Frage nach ein wenig Kleingeld wurde von mehreren der Herren gebetsmühlenartig runtergerödelt. Einige nüchtern, einige mehr oder minder angetrunken, einer noch mit dem kleinen Jägermeister in der Hand…ein buntes Publikum. Gab aber weder Kippe noch Almosen. Das Spielchen wiederholte sich ein paar Mal, da ich am Bahnhof halt aufgrund der Sturmproblematik ein wenig länger verbracht habe als geplant. Nebenbei durfte ich erleben wie zwei Personen durch die Bundespolizei abgeführt wurden, einer der alkoholisierten Vögel auf dem Bahnhofsvorplatz kollabierte und ein RTW ihn einsammelte. Als mir dann eine der Schnapsdrosseln mit dem Spruch “Leute die mit dem Handy spielen sind dumm!” kam, während ich in der DB App nach Abfahrtszeiten und Verspätungen wühlte, stand der Zeiger kurz vor “Handgemenge“.

Wenn man da einen längeren Aufenthalt hat, und mal gelegentlich mit nem Kaffee oder ner Zigarette oder beidem vor die Tür tritt, findet man sich gleich unter Beobachtung in der Hoffnung eine Zigarette oder nen Euro erschnorren zu können. Für den nächsten Trip vom Dortmunder Hauptbahnhof unbedingt die Reisezeiten/Ankunftszeiten minimieren, bevor ich da noch einen aus dem Schuh (der eine hatte tatsächlich nur einen Schuh) hebe.

Herwart…Bahn..Ende im Gelände

Das ultimative Aus, was die Fahrt nach Dänemark betraf, erreichte mich dann gegen 7:10. Bis dahin war auf dem Info-Terminal und in der DB App lediglich von einer 10-minütigen Verspätung des IC208 nach Hamburg die Rede. Nix von Ausfall und Streckensperrungen. Beim nächsten Blick auf das Info-Terminal war aber zu lesen, dass der Zug heute ausfällt. Panik brach aus, Tickets wurden gezückt und vorm Info-Stand der DB bildeten sich Warteschlangen deren Länge mit der Wäscheleine aus der “Weisser Riese” Werbung vergleichbar war. 

Hab mich dann brav eingereiht, die Uhr und das Terminal eifrig im Blick. Die Dame hinterm Schalter murmelte lediglich was von “In den Norden krieg ich sie heute nicht mehr” und verwies auf das DB-Reisezentrum welches um 8 Uhr seine Pforten öffnete. Puuuuh, 40 Minuten mehr Wartezeit. Also noch nen Kaffee, wieder vor die Tür und versucht mich der o.g. Vögel zu entziehen (mittlerweile wurde wohl eingesehen dass es nüscht gibt und ich blieb weitestgehend unbehelligt).

Punkt 8 gingen dann die Türen des DB Reisezentrums auf und es gab Szenen die ein American-Football Match aussehen liessen wie ein gemütliches Gruppenkuscheln unter Kerlen. Um den Automaten für die Wartemarken bildete sich eine Traube von Menschen, Arme zuckten aus der zweiten und dritten Reihe hervor in der Hoffnung auf hastig eine Wartemarke mit niedriger Startnummer zu bekommen. Geschubse, Gerempel…alles dass, was man an einem Sonntag Morgen mit ohnehin schlechter Laune im Gepäck unbedingt braucht.

Ohne viel Umschweife wurde vom freundlichen DB Männchen am Schalter mitgeteilt, dass die Strecke Dortmund -> Hamburg bis auf weiteres gesperrt sei und man nicht sagen könnte ab wann ein Notbetrieb (Bus z.B.) zur Verfügung stehe. Mit der Info im Gepäck bin ich dann auch direkt in Richtung Heimat abgehauen, und hab zuhause erstmal online die Stornierung der Tickets in die Wege geleitet. Mal sehen wie lange die DB braucht, bis ich da ne Info bekomme. Dürften ja ein paar Tickets/Anträge sein, die es zu bearbeiten gilt.

Und nun hock ich hier, und überlege was ich die nächsten drei Tage so anstelle. Wettermäßig soll es ja ab Montag wieder besser werden, da könnte man eigentlich aus Frust noch ein paar Kilometer kloppen auf dem Rad. Noch zählt es ja für Oktober, vielleicht krieg ich die 1.000 Kilometer ja doch noch voll…und die ersten Winterpokalpunkte aufs Konto.

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