Hagel…und was sonst so anliegt…

HabschnedGroßartiger Tag für ne Hausrunde dachte ich. Das leise, hämische Lachen von Petrus muss ich heute vormittag überhört haben. Auf den Sattel geschwungen, den obligatorischen Kaffee beim Bäcker unterwegs gekippt und auf ging’s auf die Standard-Seseke-Runde. Lief auch alles bombastisch, Wetter passte in der Tat hervorragend und es gab nur ne seichte Brise. Alles im grünen Bereich, auch die “Nur bei über 18 Grad”-Radler haben ihr Zweirad wohl schon winterfest gemacht. Die Bahn war quasi frei, von einigen Unbelehrbahren Sonntagsfahrern mal abgesehen.

Die Hausrunde

Diverses Joggergesindel wurde kommentarlos überholt, Hunde geschult umrundet und der erste Zwischenstopp an der “Aussichtsplattform” war im Nullkommanix erreicht (sind ja auch nur knappe 17km höhö). Also auf die Bank gepflastert und die Sache mal von oben betrachtet.

Da sitz ich also rum und schau mir das satte Grün in der Gegend an. Kurz drauf ein paar Mal in die Pedale getreten und den Butterwinkel hoch zur alten Schachtanlage, welche ebenfalls aus der Luft betrachtet werden wollte. Wetter war übrigens immer noch vorherragend, und dank des Sonnenscheins gingen die Gedanken in Richtung Verlängerung der Hausrunde um 20km oder so. Und wieder hab ich Petrus nicht lachen hören.

Nach Belagerung der dortigen “Parkbank”, sofern man das denn Park nennen darf, wurden die nächsten Kilometer in Angriff genommen. Petrus war mittlerweile mit dem Lachen auch fertig, und hatte sein Menü bereits aufgetischt. So in Höhe des Klöckner Turms einen kurzen Blick in den Himmel gen Westen geworfen…heilige Scheisse. Eine Stimme sprach “In ihrer Fahrtrichtung links auf 11 Uhr sehen sie…Armageddon”. Stockfinstere Wolkentürme und noch gut 30km zu fahren. Ein wenig mehr Dampf im Pedal gemacht, der Westen sah nicht vielversprechend aus. Kurz hinterm Segelflugplatz der Luftsportfreunde Dingsbums krachte mir irgendwas an den Schädel. Kenn ich ja in der Ecke, die eine oder andere fliegende Kreatur musste da schon ihr Leben lassen. Innerlich mein tiefes Bedauern für die arme Kreatur, die es gerade zerschmettert hat als ich den nächsten Einschlag spüre. Hoppla, noch nen Brummer gekillt?

Dem war nicht so. Anstatt harmloser Viecher, die bei Kollisionen mit Radlern ihr Leben lassen, fing Petrus langsam an sein kunstvoll arrangiertes Wolkenwerk von überflüssigem Ballast zu befreien. Was ich für Käfer oder Fliegen oder sonstwas hielt waren..Hagelkörner. Ay caramba, die Wolken sahen noch so weit weg aus aber Petrus lief sich schon mal warm. Die nächste Unterstellmöglichkeit war ne Brücke. Noch mehr Dampf ins Pedal!!! Einigermaßen trocken unter der Brücke angekommen, da geriet Petrus richtig in Ekstase. Wolkenbruch, Hagel, Windböen…der Wettermann ließ sich nicht lumpen.

Der Platz unter der Brücke wurde mittlerweile auch knapp. All die Radler, die ich kurz vorher versägt habe, liefen langsam mehr oder weniger trocken ein und es bildete sich ein geselliges Grüppchen. Nur der Jogger…der joggte durch..völlig gnadenlos den Hagel auf die Pläte prasselnd wetzte er munter weiter. Und hier endete dann auch die Hausrunde abrupt, bei dem Wetterumschwung hatte ich auf die große Runde keine Lust mehr und kürzte über Kamen und Wasserkurl ab. Ein paar Bilder von heute hat’s hier noch.

Damit ist das Thema “Hausrunde” auch abgehakt. But now…for something completely different

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