Geräusche…

Pfingsten ist Bastelzeit

HabschnedMahlzeit, die schönste Zeit des Frühjahrs ist fast rum. Der Urlaub ist vorbei, und mir bleiben noch zwei freie Tage bevor es wieder zurück zur Arbeit heisst. Die letzten beiden Wochen war viel Fahrrad angesagt, bis heute stecken mir knapp 1000 Kilometer in den Beinen, also eigentlich das was ich monatlich sonst so fahre plus ein bisschen Extra in nur einem halben Monat. Dänemark lässt grüssen, war geil und ich mach’s nochmal. Gesonderter Bericht zu dem Dänemark Trip kommt noch, bin noch am Bilder und Zahlen auswerten.

Geräusche und Pfingsten?

Ja, Geräusche. So im leisen und stillen Rollen durch Dänemark hat sich die fixe Idee in mein Kleinhirn gebrannt, dass ich nach oder zum Ende des Urlaubs endlich mal anfange mich mit der Geräuschkulisse an meinem Alltagsrad zu beschäftigen. Da gibt’s so einiges was mich die letzten Tage und Wochen bei den täglichen Fahrten genervt hat, oder anfing zu nerven.

Der wohl größte Krachmacher im Moment am Rad ist das Abus Bordo welches sein Dasein bei mir am Alltagsrad fristet. So fein das Schloss auch ist, die Tasche in der es aufbewahrt wird macht auf unebenem Gelände einen Höllenlärm. Ich hatte das Schloss erst samt Tasche mit den Klettbändern befestigt, das ging mir aber fürchterlich auf die Nüsse und so endeten Schloss und Tasche dann verschraubt an den Bohrungen für den Getränkehalter. Insgesamt deutlich praktischer für mich, allerdings gab es keine Verbesserung der Geräuschkulisse zu verzeichnen.

Wenn ich gemütlich über Cobblestone holpere ist die Geräuschkulisse ähnlich der eines Scooter-Songs. Es klackt, klappert, bummst und ächzt in allen möglichen Frequenzen. Da hat das Abus in dem Täschchen wohl leider zuviel Spiel denn es wackelt munter hin und her. Gut, ein positiver Faktor ist dem Orchester das aus der Tasche aufspielt abzugewinnen: Die Klingel könnte ich auch wieder abbauen, die Fußgänger werden rechtzeitig durch das Schloss auf mich aufmerksam hehe. Mein Plan sieht vor, die Tasche für’s Schloss von innen mit Dämmung zu versehen. Passender Schaumstoff ist besorgt, in schickem Schwarz lungert er hier auf dem Schränkchen im Flur rum und wartet nur drauf in Form geschnitten zu werden. Wie genau ich den Schaumstoff in die Tasche bekomme und fixiere muss ich noch ausarbeiten, der erste Versuch wird der Griff zum Montageband werden. Das hält Spiegel an der Wand und ist wasserresistent, also vom Prinzip her sollte das gut klappen. Aber das ist die Theorie, in der Praxis ist ja eh alles…anders.

Der nächste Punkt der dringender Kontrolle bedarf, ist ein Knacken aus dem vorderen Bereich des Rades. Ich vermute mal es wird der Steuersatz sein, der so nach und nach den Löffel abgibt. Das Rad lenkt auch recht rauh ein, und bei gezogener Bremse fürs VR und Wackeln merk ich schon ein wenig Spiel im Steuersatz. Inwieweit der jetzt durch ist oder nur eingestellt werden muss…werd ich sehen wenn ich das Schlossproblem gelöst habe. Aber die Tendenz geht zu “Der ist hin, der muss neu”.

Zu guter letzt sind dann die Kabel, bzw. die Hüllen für die Schaltung und die Bremsleitungen an der Reihe. Die sind zwar von den Geräuschen her eher unauffällig, aber so hin und wieder machen die doch krach wenn das Rad durchgeschüttelt wird auf den qualitativ hochwertigen Radwegen in meiner Umgebung. Wo es diese qualtitativ hochwertigen Radwege gibt, muss ich aber noch herausfinden. Ich bin jetzt schon x-mal an Schildern in Kamen und Unna vorbeigekommen, die die Städte als “fahrradfreundlich” anpreisen, der Zustand manches Radweges erinnert jedoch eher an Aufnahmen die Curiosity gelegentlich vom Mars funkt. Löcher in der größe des Meteoriten der die Dinosaurier aussterben ließ sind keine Seltenheit. Und wenn man denn genußvoll durch solch ein Loch hampelt und orakelt ob man die andere Seite des Schlagloches auf dem Radweg lebend erreicht fällt einem beim Erreichen des Übergangs Kreide/Tertiär doch auf, das die Kabelführungen/-hüllen durch das Gerüttel einen netten 3/4 Takt spielen. Auch das bedarf der Änderung, da es mich mittlerweile doch schwer nervt.

Kabel anders verlegen ist keine wirkliche Option, also wird da warscheinlich auch mit Schaumstoffummantelungen (schönes Wortmonster, wonnich?) gearbeitet um das Aneinanderschlagen zu dämmen. Das wäre von der Geräuschdämmungsseite dann soweit glaube ich alles was noch zu erledigen ist. Schloss, Züge, Kabel, Knacken/Steuersatz und gut ist. Naja, fast gut ist. Kette muss noch gewechselt werden, dann die Ergon Griffe noch vom Rad für die Touren auf das Alltagsrad geschoben und und und….neue Mäntel müssen auch noch fällt mir gerade ein. Da müsste ich mal schauen ob ich nochmal auf die Rocket Ron gehe oder mal was anderes probiere. Mit dem Wechsel der Mäntel wäre es das aber auch erstmal glaube ich, der Rest hat wohl Zeit bzw. wird eh hinfällig falls ich mich Ende August für das neue Rad entscheiden sollte.

 

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