Gerade…schräg…beten..gerade…WTF?

HabschnedFeiner Tag gestern, die Temperaturen mal endlich nicht mit nem “-” davor gesegnet und der Niederschlag hielt sich auch in Grenzen. Aufs Rad, Hausrunde ins Navi geladen und ab ging’s gen Westen in die Windböen hinein. War nicht schön, die Begeisterung hielt sich in Grenzen aber für den längsten Teil der Strecke stand ja Rückenwind auf dem Programm. Also Augen zu und durch.

Dank des vorherragenden Wetters traute sich keine Sau hinterm Ofen vor, dementsprechend einsam waren die Kilometer auf der Hausrunde. Hier und da mal ein paar verirrte Jogger, die es für eine großartige Idee hielten bei dem mistigen Wetter den einen oder anderen Kilometer zu laufen. Spaziergänger? Fehlanzeige hehe. Aber auch ned schade wenn die fleischgewordenen Slalomstangen fehlen. Trotz trüber Aussichten ging es dann hinterm Seepark auf die ersten Meter des Sesekeweges.

Trat sich stellenweise doch recht schwer dank der Feuchtigkeit und des extrem saugfähigen Bodens. Gerade die Abschnitte mit dem feinen Schotter vor und nach Kamen waren deutlich schwerer zu befahren im Vergleich zur trockenen Version. Bild oben spricht Bände, die “Tarnflecken” auf der Lampe verteilten sich ebenso auf dem Fahrer und dessen Drahtesel. Mit einer feinen Schicht Sprühschlamm überzogen verging Kilometer um Kilometer bis die Baustelle an der Brücke erreicht wurde….dort…..ay caramba….

Guten Rutsch!!!

Es wird ja immer noch an der Brücke Am Langen Kamp gearbeitet…wie lange eigentlich schon? Egal, jedenfalls gibt es da eine Umleitung die die Radler hinter die Baustelle führt. Der “Ersatzweg” ist, sagen wir mal, von bescheidener Qualität. Gestern über den schönen weichen Schlamm gebügelt, als eine Pfütze meine Aufmerksamkeit fand. Recht groß, sah auch recht tief aus…erstmal nichts bei gedacht und zum Angriff geblasen. Ordinäre Pfütze halt. So dachte ich. Die Pfütze hatte jedoch entsprechende Abwehrmaßnahmen gegen übermütige Radler getroffen und als Verteidigungsmaßnahme für den Ernstfall unter der Oberfläche, quasi beim drauf zu fahren nicht sichtbar, eine schicke Eissschicht verdeckt. 

Das leicht weisslich schimmernde ist die Eisschicht, die du ned gesehen hast wenn du frontal in die Pfütze gefahren bist. Jedenfalls war meine Verwunderung groß als das Rad plötzlich Fahrtrichtungen einschlug die ich in keinster Weise für gut geheissen hätte. Wenn möglich wären Vorder- und Hinterrad wohl gerne in unterschiedlichen Richtungen verschwunden. Und so wurde aus dem “Juhu….Pfütze!!!” recht schnell ein “Alter…EIS!!!!“. Gebete wurden gesprochen, letzte Verwünschungen geäussert, alles in der Annahme dass es mich gleich aus dem Sattel haut. Ging aber gottseidank ohne Absitzen über die Eisschicht. Vorder- und Hinterrad waren sich dann doch einig und fuhren in der gleichen Richtung weiter. Direkt nach dem unfreiwilligen Schlittschuhlauf erstmal angehalten und die Kamera auf den Quell des Übels gerichtet.

Nicht notwendig zu erwähnen, dass alle restlichen Pfützen auf der Runde äussert argwöhnisch umrundet wurden, oder?

Aber so alles in allem war die Runde dann trotz des Kackwetters recht nett, mit einem nicht eingeplanten Adrenalinkick der besonderen Art und Weise hehe

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