Flapp-flapp, Kaffee und Buletten..schöner Tag

HabschnedDienstag, Spätschicht. Bombastisches Wetter und geschmeidige 15 Grad schon am frühen Morgen um halb acht. Bevor die extremst leckeren Buletten vom Hackepeter eingefangen wurden, war eine etwas längere Anfahrt nach Unna ins Zentrum gedacht…Wetter geil halt, da gab’s kein Halten. Und es wurde dramatisch bis kurios.

Angedacht waren so irgendwo zwischen 20-30 Kilometer schon vor Arbeitsbeginn…schön entspannt dahin radeln und gucken wie der Lorenz sich an den Himmel schiebt. Lief wunderbar an, die ersten Kilometer durch die Zivilisation…ein Traum. Wenig Gesocks auf der Straße, hier und da ein paar Schulkinder die Krach machten wie ein ganzes Stadion…morgens halt. Kilometer 7…Wetter hält, Laune bestens…und wie aus dem Nichts fängt der Arsch an zu wackeln. Lag leider ned an der Musik im Kopfhörer, sondern ein plötzlicher Druckverlust im Reifen macht die Fahrt doch arg schwammig.

Schon länger keinen Plattfuß mehr gehabt, beinahe in Panik ausgebrochen…was tun? Nächstbeste Bank lokalisiert und mit der restlichen Luft gefühlvoll bis zur Bank geschlichen. Hinterrad raus, Rad auf die Seite und Mantel samt Schlauch von der Felge geklöppelt. Lustpumpe angesetzt, ordentlich Druck gemacht und siehe da..ein Miniatur-Loch aus dem gemächlich, aber bestimmt, die Luft das Weite suchte. Nun hatte ich die Tage ja sündhaft teure 4,99€ für selbstklebende Flicken von ToPeak berappt. Zeit für einen Einsatz im laufenden Betrieb…live quasi. Daheim in der Garage funktionierten die an der Altschlauchsammlung perfekt, unterwegs war heute Premiere.

Stelle ums Loch aufgerauht (mit h oder ohne? Scheiss drauf), den selbstklebenden Lappen aufs Loch gestreichelt und mit dem Finger ne gute Minute gewürgt und draufgepresst. Vorsichtig Luft druff gepumpt und mal den Lauschlappen an die geflickte Stelle gehalten. Schien dicht. Zumindest konnte ich ausschließe, dass das “Brauchst du Werkzeug?” aus dem Loch im Schlauch kam. Gegenüber auf der anderen Straßenseite hatte ein Einheimischer das Treiben aus dem Fenster beobachtet und bot Hilfe an. Prinzipiell großartig, allerdings hatte ich alles dabei und Werkzeug…brauchst ja ned wirklich. Reifenheber, Luftpumpe und Flickzeugs…feddich.

Was mich jedoch wieder an die Zukunft der Menschheit glauben lässt: Ich verneinte die Frage ob ich Werkzeug benötige, schob aber ein “Nen Kaffee wäre sehr geil!” hinterher. Kurz druff kam der Opa rübergeschlurft mit ner Tasse Heissem in der Hand hehehhehe, die Sau die. Hat er mir echt nen Kaffee gebracht. Während der geschlürft wurde, wurde gleichzeitig der geflickte Schlauch mit schäbigem Blick beobachtet um zu sehen, ob denn die Luft bleibt wo sie soll….tat sie. Nach dem Kaffee das Hinterrad wieder eingehangen, festgebolzt und mit schweissnassen Händen weitergefahren. Nach dem ersten Kilometer kurz ausm Sattel und mal Luftdruck gefühlt am Hinterrad…schien zu halten. Und so kam ich dann doch mit strammen Reifen zum Hackepeter in Unna wo Buletten bis zum Abwinken in den Rucksack geschüttet wurden.

So als Fazit…dieses selbstklebenden Flicken sind sehr geil und “ohne Flickzeug oder Ersatzschlauch geht man ned aus dem Haus”. Heute kamen auch die bestellten neuen Schläuche von Schwalbe, damit sind wieder zwei Stück als Reserve im Sack für den Fall der Fälle. Und ein paar von den Flicken…bestell ich wohl auch noch.

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