Father Christmas Liquid

HabschnedEs weihnachtet…und im Zuge des ganzen Trubels, Jubels und der vielerorts verordneten Heiterkeit habe ich mich bereits letzte Woche dazu durchgerungen den ordinären Filterzigaretten zu entsagen und mich, nachdem auf der Arbeit der E-Zigaretten Hype um sich griff, eben diesem unterzuordnen. Also weg mit den Fluppen und her mit dem iStick Pico 75w. Für gute 75 Euronen gab es dann das Gerät, Akku und nen Fläschchen e-Liquid (Creamy Vanilla, sehr köstlich).

Aktuell probiere ich mich halt durch diverse Geschmacksrichtungen und auf die Frage nach einer völlig abgedrehten Geschmacksrichtung rieb mir der Verkäufer in Unna ein Fläschchen “Father Christmas” in meine Tasche und fischte dabei gleich den 5er in Papierform raus. Zusammen mit “Father Christmas” gab es ein Pülleken “Irish Cream”, die eigentlich ned sooo schlecht war, wenn auch ein wenig rauchig. Aber mit Father Christmas….mein lieber Herr Gesangsverein.

Liquid erworben, nach Hause gefahren und Liquid in die E-Fluppe gekippt. Entspannt hingesetzt, in Erwartung eines weihnachtlichen Aromas (ihr kennt das: Zimt, Anis…sowas halt) einen tiefen Hub aus dem Schlot in die Lunge gesogen und glaubt mir: Es hat mich von der Couch gehoben. Ich versuche mal den Geschmack irgendwie in Worte zu fassen..mal eben nachdenken.

Ich glaube folgende Beschreibung trifft mein Empfinden beim ersten Hub von “Father Christmas” ziemlich exakt. Stellt euch eine sattgrüne Wiese im Frühling vor, Blümchen hier und Knospen dort. Auf dieser Wiese steht eine riesige Eiche, Hunde tollen vergnügt umher und urinieren Liter für Liter an die Eiche. Der Abwasserbach, der hinter der Eiche entlang dümpelt, tritt über die Ufer und das mit Chemikalien und Fäkalien versehene Wasser umschwemmt liebevoll den Stamm der Eiche und hinterlässt einen lieblichen Duft, der sich mit dem kleinen Geschäft der Hunde mischt.

Nach ein paar Minuten kommt jemand, schabt die Rinde vom Baum, nimmt sie mit und verarbeitet sie zu dem Aroma für dieses Liquid. Mal ohne Scheiss, die ersten Hübe waren nicht schön und es schmeckte nach allem, aber nicht nach Weihnachten (es sei denn man verbringt Weihnachten in einem Stall neben einem katholischen Muflon). Muffig, kein wirklich definierbarer Geschmack nach irgendwas…hätte auch nen Chemieunfall von Bayer sein können, den man da ansaugt. Die restlichen 8ml dieses Liquids werde ich wohl dazu nutzen um Farbe abzubeizen oder Metallstäbe durchzuätzen, aber in den Tank vom Melo 3 kommt mir die Brühe auf keinen Fall mehr !!!

Ansonsten habe ich mit den bisher gewählten Geschmacksrichtungen meist Glück gehabt (vom obigen Unfall mal abgesehen) aber es lauern ja noch zig anrüchige Kombinationen die es zu testen gilt hehe. Jetzt noch kurz die “Produktbeschreibung” von “Father Christmas”. Ich find’s passend das da keine Inhaltsstoffe/Zutaten/Geschmacksrichtungen angegeben sind…wie soll man den Geschmack von totem Fuß auch wohlwollend ausdrücken?

[testimonial author=”GermanFlavours” class=”yourcustomclass” designation=”” ]Etwas eigenartig war er ja schon, der alte Mann, der vorhin vor unserer Tür stand. Er brabbelte irgendetwas von “aus dem Wald komm’ ich her” und “ich bin etwas früh dran” in seinen langen weißen Bart. Ganz abgesehen von der komischen Mütze, die er sich bei diesen warmen Temperaturen über den Kopf gestülpt hatte… Auf jeden Fall wirkte er sehr aufgeregt und der abgewetzte Zettel, den er uns in die Hand drückte, schien ihm ganz besonders wichtig zu sein. Doch ehe wir auch nur die Gelegenheit zu einer Antwort, geschweige denn einer Frage gehabt hätten, verschwand er auch schon wieder, laut irgendeinen Rudolf rufend. Inzwischen haben wir uns allerdings seinen Zettel mal in Ruhe angeschaut und darauf ein in wirklich schöner Handschrift notiertes Rezept entdeckt. Gerade sind wir aus unserer Liquid-Küche zurück und müssen feststellen: er hat uns da ein wirklich leckeres Weihnachtsliquid beschert. Wir sollten ihm auf jeden Fall danken, wenn wir ihn irgendwann mal wieder sehen.[/testimonial]

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