Emscher-Tour 2016

Nach der Tour ist vor der Tour

HabschnedDie Emscher-Tour 2016 hat ‘nen Haken dran. Letztes Wochenende war es soweit, der 23. Juli 2016 brach im Strahl an und ich hatte am vorherigen Abend bereits die Sachen für die Tour verstaut. Den Hund vor die Tür gezerrt, der hat am Wochenende so früh nämlich keinen Bock, und nach der Hunderunde dann aufs Fahrrad mit grobem Ziel Emscherquellhof in Holzwickede.

Die Fahrt nach HoWi zum Emscherquellhof geht gleich mit ‘ner schicken Steigung am Dortmunder Flughafen los, da ist man dann wenigstens schon warm wenn man ankommt. Meine Wenigkeit bog so um 7:50 Uhr um die Ecke des Hofes und machte gleich einen mir bekannten Herren im schicken Desert-Camo Dress aus. Spike war gesichtet, sakura war nicht weit weg…’nen Meter Fünfzig oder so daneben hehe. Kurzes Hallo, dann ging es zum Frühstück eben nach Holzwickede rein zur Bäckerei Freise. Tässchen Kaffee und eine Marzipanrolle geordert, da läuft mein Telefon Sturm….der Versorgungswagen ist am Emscherquellhof angekommen und fragt wo ich bin.

Penguin on a Bike - Emscherquellhof Zelte

Nur kurz zur Aufklärung: eine Freundin hatte angeboten, mir morgens ‘nen heißen Kaffee vorbeizubringen, und wollte eigentlich kurz vor 8 da sein. War sie aber nicht, also sind wir los zur Bäckerei und sie kam wie immer ein paar Minuten zu spät hehe. Großes Tamtam am Telefon und ich bin dann zwei weiteren frischen Kaffees entegegen geradelt. Die restliche Zeit bis zum Start der Tour war dann warten auf die Mitfahrer angesagt, die nach und nach
eintrudelten. Händeschütteln hier, Kopfnicken dort…die üblichen Begrüßungsrituale halt.

Die Hinfahrt

Der Start zur Emscher-Tour erfolgte dann so gegen 9:15, das Feld formierte sich und los ging’s auf die über 100 Kilometer lange Tour quer durch das Ruhrgebiet. Die Einrollphase führte durch Holzwickede, von dort auf dem Emscherweg in Richtung Aplerbeck und Hörde. Den ersten längeren Stop gab es am Haus Rodenberg, zentral in Aplerbeck. Altes Wasserschloss, schick anzusehen und lecker essen kann man dort auch. Zu der hanebüchenen Uhrzeit zu der wir da anrollten war von Gastronomie aber noch nichts zu sehen. Weiter ging es zum Phoenixsee, dem grausamsten Naherholungsgebiet das die Augen des Pinguins je gesehen haben. Hätte so schön werden können, aber man musste rund um den See ja auch den letzten Quadratmeter bebauen um möglichst viele Wohnungen/Häuser zu horrenden Preisen verschachern zu können. Hauptattraktion war bei unserem Stop aber nicht der See selbst, sondern die Hörder Burg. Es gab ein paar Infos zur Burg, und dann ging’s schon wieder in den Sattel und weiter in Richtung Phoenix West und der Dortmunder Niere.

Penguin on a Bike - Reste der Hörder Burg

Erm…anstatt mich jetzt stundenlang in detaillierten Beschreibungen zu den jeweiligen Locations zu verlaufen nehm ich mir die Freiheit die einzelnen Stops/Sehenswürdigkeiten einfach mal entsprechend zu verlinken. Wer also mehr über die jeweilige Location wissen möchte kann gern den Links folgen. Die Niere und Phoenix West ließen wir dann hinter und schlingerten in Richtung Dortmund Mengede, wo es an einer Bude an der Strünkedestraße in Mengede zum Brunch kam. Brunch, habe ich gelernt, interpretiert man sehr unterschiedlich. Das geht vom typischen Frikadellenbrötchen bis zur Braunschen Röhre mit 0.5l Fassungsvermögen. Frisch gestärkt wurden die Haxen wieder über den Sattel gehievt und mehr oder weniger Fahrt aufgenommen in Richtung Stadthafen Recklinghausen, dem nächsten Ort der gemütlichen Einkehr. So ein Bierchen oder Brötchen hält, wenn man das Pedal kreisen lässt, halt nicht lange vor. Also musste nachgetankt werden und es gab ein buntes Gemisch aus Wasser, Cola, Bier mit und ohne Alkohol. An der Strandbar am Stadthafen kann man’s aushalten. Kleiner Strand mit feinstem Sand, Liegestühlen….bei Sonnenschein ‘nen Besuch wert.

Penguin on a Bike - Stadthafen Herne

Erm…genau, auf dem Weg zum Stadthafen ging’s noch am Schiffshebewerk Henrichenburg vorbei, allerdings nicht so nahe als das wir da hätten mal eben ‘nen Stop machen können, und der Rhein-Herne-Kanal wurde das erste Mal gekreuzt. Von Herne weiter fuhren wir dann mal mehr und mal weniger dicht an der Emscher vorbei durch Crange, Wanne, die für Dortmunder verbotene Stadt Gelsenkirchen und Bottrop nach Oberhausen ein. Nach der Bespaßung von Fußgängern in Oberhausen wurde der Kompass neu geeicht und WNW als neue Fahrtrichtung aufgenommen, grobes Ziel Dinslaken. Es ging, wie der Name der Tour ja bereits andeutet, weiter an der für diese Jahreszeit wohlriechenden Emscher entlang. Teils durch weniger, mehr industriell geprägte Gebieter, aber auch der einer oder andere landschaftlich sehr schöne Teil kamen in Sicht (viel Grün, wenig Emscher).

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