Ein paar Schlüsse…

Shelter bei Arosund

HabschnedDie sechs Tage Dänemark haben mir ein paar interessante Dinge aufgezeigt, die ich so nich auf der Liste hatte und aus denen ich für die nächsten mehrtägigen Fahrten doch einige lehrreiche Schlüsse ziehen konnte. Nicht dass ich nicht immer wieder mal für was völlig beklopptes zu haben bin, aber einige Dinge scheint sich mein innerer Schweinehund wohl auf die rote Liste geschrieben zu haben. Ich mach mal das hohe Alter und eine gewisse Verwöhntheit als die Schuldigen aus. Andere Dinge….da muss scheinbar an der genutzten Technik für die Fahrten geschraubt, bzw. gewechselt werden. Aber der Reihe nach.

Übernachtungen

So interessant die Übernachtungen in den Sheltern und auf dem Campingplaz doch waren, so sehr habe ich auch das Bett mit Dusche in Horsens geschätzt. Mit fortschreitendem Alter wird man scheinbar dekadenter, und in meinem Falle sind die Shelter-Übernachtungen zwar brauchbar aber haben….muss ich die nicht öfters. Ich verfluche heute noch die Drecksau von Mücke, die es in den Schlafsack geschafft hat und mir ihre Unterschrift auf dem linken Oberschenkel hinten verpasst hat. Hatte die nächsten zwei Tage immer das Bedürfnis mal zu kratzen hehe. Für den nächsten mehrtägigen Ausflug nach Dänemark (möglicherweise Ende Oktober) werden auf jeden Fall adäquate Übernachtungsmöglichkeiten im Voraus gebucht und Schlafsack samt Isomatte bleiben daheim im Dunklen.

Gepäck

Die Kilos auf dem Rücken sind der nächste Punkte. Gut, viel kann ich da nicht wirklich dran ändern da eine Nummer mit Gepäcktaschen für mich persönlich einfach ausscheidet. Es ging eigentlich, der gepackte Rucksack mit allem was notwendigerweise mit musste erzielte auf der Wage knappe 9.5 Kilo. Die ordentlich verteilt auf dem Rücken ging eigentlich, zumindest für einen Zeitraum von 7-8 Stunden. Danach hab ich das Gewicht uffm Buckel dann doch langsam gemerkt, man wird halt nicht jünger hehe. Abhile gibt es da kaum, eventuell könnte ich da noch mit ner Rahmentasche monumentalen Ausmaßes leben. Als Alternative böten sich natürlich auch entsprechend kürzere Etappen an, bzw. hier und da mal eine längere Pause auf dem jeweiligen Streckenabschnitt.

Letzteres klappte beim Ritt von Horsens rüber an die Westküste nach Esbjerg eigentlich ganz gut, war insgesamt gut 12 Stunden unterwegs mit kleiner Panorama-Pause hier und da und der Rücken klang abends zumindest nicht wie ne schlecht geölte Schranktür. 

Flüssigkeiten/Nahrung

Nein, nicht Pippi. Je länger die Strecke, desto mehr säufst du. Alte Bauernregel. Jetzt hatte ich vor der Abfahrt überlegt mir anstelle des Schlosses den zweiten Flaschenhalter an den Rahmen zu schrauben, hab’s aber nicht gemacht da das Schloss doch desöfteren zum Einsatz kam und ich keine Lust hatte, selbiges immer wieder aus dem knüppelvoll gepackten Sack zu zaubern und mühevoll wieder zu versenken. Beim nächsten Mal wird’s dann wohl doch der zweite Flaschenhalter werden. Und mal sehen ob ich auf solchen Geschichten nicht die 0.75er Trinkflaschen mit 1.5l Buddeln ersetze..was im Rucksack auch wieder etwas Luft schafft. Ansonsten war die Getränkeversorgung eigentlich ganz gut gewährleistet, ich hab ja genug Ortsdurchfahrten auf den Strecken gehabt und hier und da gab es auch ne Tanke oder nen Bäcker.

Elektronischer Krimskrams

Auch hier wurde fast ganze Arbeit geleistet. Ich war zwar extrem stromsparend unterwegs, sprich kein Bluetooth-Headset im Lauschlappen für Musik unterwegs sondern das gute alte hampelige Paar In-Ears mit Kabel und auch Smartphone, Navi und Cam liefen so sparsam wie möglich. Der Hauklotz von Powerbank (18.000mAh) musste nur einmal zwischengeladen werden. Bei Ankunft am Sonntag in Flensburg war noch ca. ein Drittel an Energie im Gerät. Da gibt es eigentlich nicht viel Optimierungsbedarf, ausser vielleicht doch nen “normalen” MP3 Player zu besorgen der mit handelsüblichen Batterien sein Dasein fristet. Ansonsten war, was die Elektronik betrifft, alles im grünen Bereich.

Navi/GPS

Das ist der Punkt, der  mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hat. So schick und einfach das Erstellen und Verschieben von Routen mit Basecamp auf den Edge 810 auch ist, so sehr kann dich das Gerät mit den jeweiligen Karten ins Verderben bzw. den Wahnsinn stürzen. Je nach “Güte” der Karte die verwendet wird, kann es passieren dass der Edge einfach so in der Besteckschublade nach dem Löffel sucht, den er kurz drauf abgibt. Wenn da irgendwelche Straßenverknüpfungen auf der Karte nicht stimmen, dann geht beim Edge das Licht aus. Das erste Mal erwischte es mich am Mittwoch so ca. 1.5km vom Bahnhof entfernt. Neu gestartet, über die unterbrochene Aufzeichnung geärgert und weiter ging es…bis kurz vor Apenrade (Aabenra) wo sich der Edge 810 erneut aufhing. Wieder neu gestartet, nochmal über die zweite unterbrochene Aufzeichnung geärgert und weiter…bis kurz hinter Hadersleben (Haderslev)….wie bei Windows….neu starten.

Ich weiss nimmer wie oft ich den Edge insgesamt neu gestartet habe auf den Touren, aber ein Dutzend Mal war’s bestimmt. Jetzt kann ich aber zur Verteidigung des Edge sagen, dass er auf den Touren hier im Umland und den Abstechern nach Holland bisher tadellos funktionierte. Scheinbar ist das Kartenmaterial da besser gepflegt als der dänische Teil der Openfietsmap Europe. Was tun zur Abhilfe? Neues Gerät (ich liebäugele ja schon ne ganze Weile mit dem Edge 1000) würde wohl nicht viel Besserung bringen, da ich dort auch Abstürze bei “fehlerhaftem” Kartenmaterial erwarte. 

Für die nächste Tour in Dänemark werd ich wohl mal eine andere Karte versuchen, da diese ständig unterbrochenen Aufzeichnungen und Abstürze doch extremst nervig sind. Ich war kurz davor mir in Horsens via Internet die offiziellen Garmin Karten zu kaufen…konnte allerdings noch gebremst werden hehe. Naja, jedenfalls sind diese ständigen Unterbrechungen doch mehr als nervig, besonders an gut befahrenen Bundesstraßen ist das immer ne heisse Nummer. Die dänischen Schutzstreifen sind ja auch ned wirklich übermäßig breit (Mein Lenker war manchmal breiter).

 

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