Eierkneifen ist nie gut…

HabschnedGroßartige Hausrunde heute…also teilweise hehe. Es gab Sonne, einen mittelschweren Unfall auf einer Straße und dutzende willige Radler die sich fragten was der Kondensstreifen, der da gerade an ihnen vorbei knüppelte, wohl gewesen sein mag. Gestartet wurde die Runde heute recht spät, ging erst gegen 9:40 Uhr auf’s Rad und zum Bäcker zwecks Beschaffung des rituell bedingten Koffeeingetränkes vor der Tour. Nach dem Kaffee ist vor der Tour, also den Becherinhalt in die Figur geschüttet und der Strecke auf dem Navi hinterher gehechelt.

Die ersten Meter…

gaben mir einen Vorgeschmack auf die Kilometer bis Werne. Aus allen Richtungen kroch die radelnde Brut ob des Sonnenscheins aus ihren dunklen Höhlen und führte ihre Drahtesel spazieren. Die Räder, die im Herbst und Winter ihr karges Dasein im Keller oder in der Garage fristen, wurden auf den diszipliniert dahin eilenden Pinguin losgelassen und so kam es, dass man mich desöfteren Schlangenlinien fahren sah.

So richtig knüppeln war einfach nicht möglich, da es non-stop Gegenverkehr gab und sich selten mal Lücken boten um an dem Bremsklotz vor einem vorbei zu nageln. Also mit Gemütsruhe hinterher, hier und da mal ausgeschert um zu schauen was sich so an Überholmöglichkeiten bot. Leck mich am Arsch waren die spärlich gesät. Bis zum Kanal bei Bergkamen war dann halt Stop-n-Go angesagt. Ab Werne löste sich der zäh fließende Verkehr dann auf, die meisten waren wohl auf ner kurzen Sonntagsrunde unterwegs und trauten sich nicht zu weit weg da am Himmel in der Ferne doch tatsächlich zwei kleine Wolken, eigentlich Wölkchen, auszumachen waren und blieben auf den lokalen Radwegen im Stau hehe.

Oha…Unfall?!?!?

Den Schocker des Tages gab es dann auf der Wesseler Straße bei Unterholsen bevor ich in den Wald zur Eichhörnchenjagd abbiegen wollte. Schlepp mich die Steigung zur Wesseler Straße hoch, bieg nichtsahnend rechts ab und seh ne Frau recht planlos mitten auf der Straße rumstehen. Gut, kann man mal machen. Die Wesseler ist recht spärlich befahren, gerade an einem Sonntag. Nicht das unter der Woche auf der Straße mehr Verkehr wäre…

Naja, rechts von der Frau lag ein Radler auf dem Bauch. Die ersten Gedanken waren “Oh..oha…uiuiui..Aaaaalter….!”. Sonst keine Sau weit und breit, also rechts ran und die Frage “Können sie uns helfen” mit einem kurzen “Sischer” quittiert.  Drahtesel ins Grün gekippt, zu dem Männeken gelaufen der halb über und halb unterm Rad lag. Soweit war er aber ok, hatte nur Mühe sich eigenhändig aus der misslichen Lage zu befreien. Also das Rad und Fahrer entknotet, und versucht ihn mit tatkräftiger Hilfe der Frau aufzurichten.

Klappte nicht so ganz, der Knecht wog doch deutlich mehr. Aber…Hebelgesetz sei Dank, klappte dann doch mit viel Mühe den Herrn aufzurichten. Blessuren waren minimal, ein paar Abschürfungen hier und dort aber ansonsten sah alles noch recht brauchbar aus. Bis auf den Lenker des E-Bikes, der musste durch Lösen des Vorbaus wieder ausgerichtet werden. Es gab noch ein paar beruhigende Worte, bevor der Herr E-Biker mir erklärte warum es denn zu dem Sturz kam. Ich zitiere mal aus dem Gedächtnis

Meine Hose ist zu klein und hat gezwickt. Da habe ich versucht die Hose ein wenig zu ziehen und bin dabei hingefallen.

Oha…so tragisch das auch sein mag (es ist ja nichts passiert), diese Geschichte sorgte dafür dass kurz drauf, als ich zur Eichhörnchenjag blies, gleichzeit aus dem Waldstück schallendes Gelächter ertönte. Ich hoffe die nächste Tour geht er mit Hosen in passender Größe an, sonst ist beim nächsten Eierkneifer wohl wieder Horizontale angesagt.

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