Die Unvollendete – Sand im Getriebe

HabschnedWollte ich doch heute eine gemütliche Runde drehen um mal zu sehen was bei halbwegs brauchbarem Wetter so an Volk über meine Rennbahn rumpelt. Also nach dem Frühstück aufs Rad gehüpft, den traditionellen Becher Kaffee beim Bäcker unter die Achseln geklemmt und los ging’s auf die geplanten 54km. 

Lief auch alles ganz gut, die Strecke bis zum Start des Seseke-Wegs war relativ frei von zwei- und vierbeinigen Verkehrsberuhigungen. Rechts und links wurde ordentlich gerodet, wo vor kurzem noch Bäume standen gab’s heute freie Sicht auf die Felder dahinter. Friedlich surrten die Kettensägen vor sich hin, Habschned glitt geschwind über den Asphalt und….heilige Kacke!!!

Beim Abbiegen auf den Seseke-Weg kamen mir erste Zweifel ob das wirklich ne gute Idee war. Die Streckenverhältnisse auf den ersten Metern wassergebundener Decke waren spektakulär schlecht. Tauwetter, matschiger Untergrund und jede Menge Spurrillen. Mit viel Feingefühl und einer wahnsinnig unspektakulären Geschwindigkeit wurde sich mit dem Untergrund angelegt. Erstmal alles kein Problem, bis ungefähr Kilometer 22.

Mal kurz angehalten um eine Aufnahme des Weges zu machen. Da rutscht einem das Rad schon beim Hinschauen unterm Arsch weg. Wenn man den Blick nun an selber Stelle gen Boden richtet, dann lässt sich der Zustand noch deutlicher erkennen…will ich doch mal nen Foto zeigen 

Da, bitteschön. Rille neben Rille, jede Menge Wasser in denselbigen und ein generell schwammiger Untergrund. Was soll ich sagen? Schön ist halt anders, aber ich hatte ja noch ein paar Kilometer vor mir. Also wieder aufs Rad und erm….was sind das denn für komische Geräusche beim Treten? Und warum fühlt sich die Kurbel so rauh an?

Die Geräusche sind mir erst gar ned aufgefallen. Bei dem Zwischenstopp jedoch hab ich die Musik aus dem Ohr genommen und bin ohne wieder gestartet. Da fielen mir suspekte Geräusche aus dem Antrieb auf, die in etwa klingen wie eine Kette die sich nicht zwischen zwei Ritzeln entscheiden kann. Ratterte halt ganz ordentlich ei jeder Umdrehung der Kurbel und der Klang…nervtötende Sache hehe. Des Rätsels Lösung beim Aufspüren der Geräusche war die wassergebundene Decke, die es sich im Antrieb gemütlich gemacht hatte und ne Runde um die Seseke mitfahren wollte.

Das hab ich ihr aber versaut, denn es ging von der wassergebundenen Decke auf Asphalt und dann ganz piano nach Hause. Auf dem Heimweg wurden die Geräusche langsam immer weniger, da die wassergebundene Decke meinen Plan durchschaut hatte und sich Stück für Stück aus dem Antrieb entfernte….wollte wohl nicht mit nach Asseln der Haufen flüssige Kacke. Naja, jedenfalls war der Antrieb nach gute 8 Kilometern wieder mit normalem Ton gesegnet. Lediglich die Reste der wassergebundenen Decke, die sich am Rad festgeklammert haben müssten morgen mal in Ruhe entfernt werden. Sprich große Putzrunde für Rahmen und Antrieb ist angesagt….

14 Comments

  1. Uns wassergebundene Decken statt asphalt anzubieten ist schlichtweg ne frechheit. Autofahrer würden da ja ach nicht drauf fahren wollen. Sonne schweinerei! Wann kapiern die dat mal. Wir dind kein Verkehr 3.Klasse!?

    • Prinzipiell sind die ja schon ok, nur bei Tauwetter oder starkem Regenfall möchtest du da nicht drauf rumturnen. Gerade mal gelesen…..”Fahrzeugverkehr mit mehr als ca. 20 km/h erzeugt auf wassergebundenen Wegen bei Trockenheit Staubentwicklung und durch Verwehen bedingten Verschleiß der oberen Deckschicht.”…

      Vielleicht bin ich schuld an dem Ganzen muahahahah

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