Die Eule ist weg…

HabschnedAn das Thema “Eule” kann ich einen Haken machen, neben dem Meister bin jetzt auch ich den bösen, bösen Berg höchstpersönlich hochgestrampelt….nur um am Raddenkmal eine böse Überraschung zu erleben. Ich werde das mit der Überraschung mal eben erläutern, und bei Gott…hätte ich den Verantwortlichen dafür in Reichweite gehabt dann hätte ich jetzt eine Kerbe mehr in meinem Brett…da fährt man voller Elan die Berge, die man dort nie vermutet hätte, hinauf und hält unterwegs mal Ausschau nach hinten ob man nicht doch einen der Lungenflügel auf der Straße verloren hat und dann sowas…r

Die Hinfahrt

Der Weg zur Eule stand unter denkbar ungünstigen Sternen. Den lieben langen Morgen kam niederträchtiger Nieselregen vom Himmel, und die Wettervorhersage machte mir da keine große Hoffnungen das sich das ändern würde. Ein Arschloch wie der liebe Gott es nun mal ist, klarte es gegen 11.00 Uhr auf und ich schwang mich aufs Rad in Richtung Frömern als Zwischenstopp Nummer Eins.

Die Strecke war meine normale Strecke die ich auch täglich zur Arbeit im Stechschritt beradele, nur ging es dann nicht in den matschigen Feldweg, sondern ich blieb geradeaus auf der natürlich ebenso matschigen Straße und besprühte vorbeikommende Autos mit ordentlich brauner Pampe. Da mir der direkte Weg über Frömern aber zu trivial war bin ich kurzerhand in die Felder abgebogen und hab mich dort auf nicht minder schlammigen Untergründen durch den Morast gepflügt. Zu dem Zeitpunkt frischte auch der Wind ein wenig auf, und es wurde mal wieder feucht von oben. Der Nieselregen war wieder da, hurra hurra hurra

Also die Kapuze auf den Kopf gerissen und weiter über die Feldwege, die Hügel in meinem Sichtfeld nahmen langsam die Form von Gebilden an, die man sonst nur im Himalya oder eben auf dem Mars vermuten würde. Und nicht im noch relativ flachen Land. Da waren Hügel bei, da hätte es mich nicht überrascht wenn sich da einer mit Bergsteigerausrüstung abgeseilt hätte. So richtig finster wurde es auf der “Von Steinen Straße“, zumindest glaube ich das die Straße so hieß. Müsste die GPS Tour da nochmal bemühen hehe. Jedenfalss frischte der ohne frische Wind noch ein wenig mehr auf, und aus dem Nieselregen wurde ein Zwischending zwischen Regen und Hagel, jedenfalls war meine rechte Seite weiss, das Gesicht tat weh und dank des Windes zeigten meine Laufräder quasi parallel zur Fahrbahn, nicht mehr senkrecht. Hätte ich nen Segel gehabt, ich hätte es nutzen können. Die letzten Meter bis zum Wald muss ich von hinten für Autofahrer ausgesehen haben als hätte ich zwischen 2 und 3 Promille in der Figur.

An der Kreuzung Von-Steinen-Straße und Eulenstraße ging es dann links rum auf den Haarweg. Der Name muss daher kommen das es Toupetträgern dort bei Wind das Haar weg weht, anders kann ich mir das nicht erklären. Das fühlte sich an wie Windkanaltests bei einem Formel Eins Team auf dem Weg. Der Haarweg führte mich dann in einem kleinen Bogen in Richtung des Fröndenberger Golf Clubs (dekadente Gegend dort hehe, sogar nen eigenen Golf Club haben die Bergbewohner…unglaublich). Per Schwarzer Weg ging es dann wieder auf die Eulenstraße und kurz drauf war ich auch da wo ich hin wollte…am Eulendenkmal in Fröndenberg. Und dort hätte ich meinen Gewaltfantasiern gerne mal kurz freien Lauf gelassen…

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2 Comments

  1. Hallöchen, ist ja wirklich klasse getippt dieser Bericht. Aber mal Hnad auf´s Herz, das mit dem Sommer Sonenschein und Eule fahren würde ich mir überlegen. Bei einer potentiellen Hitze da rauf…

    …ne´ danke!

    • Viel schlimmer als bei Hagel, Regen, Schnee und nem bis hinten aufgedrehten Windkanal kann das auch nicht sein. Außerdem nehm ich das mit dem “Die Eule ist zur Restauration” sehr übel, ich will “the full monkey”, also Bild mit Pinguin und Eule im Hintergrund hehe.

      Aber von Sommer, Sonne und Sonnenschein sind wir ja noch weit entfernt :)

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