Die ersten 50km

Vorsich vor dem Wachhund auf dem Höhenweg

HabschnedLausiger Sonntag heute, bin bereits am heutigen Morgen beim Brötchen holen patschnass geworden und war erstmal bedient. Wollte eigentlich erst gar nicht aufs Rad steigen, da das Wetter recht mau aussah. Gegen kurz vor 10 wurde es dann aber besser, der fiese Nieselregen hörte auf und es wurde ein wenig heller am Himmel. Ein kurzer Blick in die Wettervorhersage versprach dann für den Rest des Tages trockenes Wetter, und wenig Wind. Sogar von ein wenig Sonnenschein war die Rede. Also hab ich mich dann doch dazu durchgerungen ein Ziel in der Nähe auszuwählen. Ausgelost wird mittels eines Zufallsgenerators mit Städtenamen im Umkreis von 50 Kilometern um Dortmund, für den Fall das ich mal nicht weiss wo ich hinfahren soll hehe. Aus dem Lostopf tauchte dann das beschauliche Örtchen Werl auf. Damit stand das Ziel fest, und die Radlerhose und Elektronik für unterwegs wurden übergestülpt. Das gestern noch frisch geputzte Rad stand bereit, und los ging es.

Die Hinfahrt

Ortseinang Hemmerde

Die Hinfahrt begann mit einem kurzen Stop bei meinem Lieblingsbäcker. Eben noch schnell einen schönen heissen Kaffee eingeworfen und ein paar Kalorien für unterwegs in den Rucksack geladen und weiter ging es quer durch Wickede in Richtung Unna. In Unna dann durch die Kreisel hinterm Bahnhof vorbei und dann über die Dörfer. Mühlhausen und Uelzen wurden im Stechschritt durchfahren, besonders groß sind beide ja nicht. Kaum war ich drin, war ich auch schon wieder draussen. Der nächste Stop war Hemmerde bei Kilometer 17. Kurze Verschnaufpause, Zigarette geraucht und einen Schluck aus der Flasche mit dem gräuslichen isotonischen Getränk aus dem Beutel auf dem Rücken. So eine Trinkblase im Rucksack hat ihre Vorteile, musste das Monster von Sack noch nicht mal absetzen um zu trinken. Weiter ging es dann durch Hemmerde in Richtung “Steinen”.

Steinen – Beissen oder gebissen werden

Steinen…ein Ort von dem ich, bevor ich durchfuhr, noch nie was gehört habe. Wobei “Ort” schon wieder deutlich übertrieben ist. Nennen wir Steinen mal eher eine lose Ansammlung von zwei oder drei Häusern und ein paar Höfen. Ich ergötze mich also an der nahezu unberührten Natur, radel den Höhenweg entlang (der trägt den Namen übrigens zu Recht) und sehe in 200 Meter Entfernung einen Radfahrer der mir entgegen kommt. Plötzlich schiesst aus einem Bauernhof auf der rechten Seite eine Art Hund, sprintet über die Straße und bellt den armen Radler beinahe in den Graben. Der arme Kerl hat ordentlich Hackengas gegeben und der Hund liess dann auch nach einigen Metern von ihm ab und ging kurz am Straßenrand schnuppern.

Vorsich vor dem Wachhund auf dem Höhenweg
Vorsich vor dem Wachhund auf dem Höhenweg

Gerade als er mit Schnuppern fertig war, erreichte ich die Höhe des Bauernhofes was dem Hund sichtlich missfiel. Er hob den Kopf, sah mich in sein Revier eindringen und nahm sogleich die vier Pfoten in die Hand…oder so, und schoss quer über die Straße auf mich zu, lief neben mir her und bellte in einer Lautstärke das locker die Musik aus den In-Ears übertönt wurde. Zähne wurden gefletscht, es wurde versucht das Rad zu beissen, es wurde wieder gebellt und ich wunderte mich wie schnell man plötzlich bergauf fahren kann wenn man denn die richtige Motivation neben sich laufen hat. Vielleicht hat er die Radlerwade mit einer Haxe verwechselt oder einem ungereiften Parmaschinken, vielleicht hat der Wauzi auch nur ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Aber wundern tut es einen schon, das da auf einmal aus dem Nichts ein Hund angerannt kommt und harmlose Radfahrer über die Straße jagt. Heute war gottseidank nicht viel Verkehr, möchte nicht wissen was da hätte passieren können wenn da mehr Autos oder gar ängstliche Radfahrer unterwegs sind.

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