Die erste Inspektion

HabschnedMorgen ist es soweit, da geht mein Bulls zu seiner ersten Inspektion zum Zweiradhändler in meiner Nähe. Um kurz nach 9 Uhr morgen früh geht es langsam los in Richtung Unna, wo da Copperhead dann in die Hände des Mechanikers geht der es nach den ersten Monaten in denen ich es gequält habe mal durchsehen soll. Die erste Inspektion wollte ich eigentlich nach rund 1000 Kilometern mit dem Rad erledigt haben, aber man kennt das…irgendwie ergab sich da kein Zeitfenster für und die meisten Händler hätten mein Fahrrad für mindestens zwei Tage stillgelegt. Ich musste auch diverse Händler in der Nähe anrufen, um einen zu finden bei dem ich das Rad morgens abgeben kann und am selben Tag wieder abholen darf. Bei Megabike war nix zu machen, bei Zweirad Markgraf wo ich das Fahrrad gekauft habe ebenfalls nicht und diverse andere Händler wie B.O.C Dortmund machten mir wenig Hoffnung das Fahrrad am gleichen Tag wieder mitnehmen zu können.

Bedingt durch einen Schlauchkauf nach meinem letzten Plattfuß bin ich dann abends nach Feierabend noch kurz bei Zweirad Höni in Unna aufgeschlagen um meinen Vorrat an Schläuchen wieder aufzustocken. Dabei kam dann auch das Thema Inspektion auf den Tisch und nach kurzem Parley bekam ich dann einen Termin zur Inspektion für den 18. Januar 2016. Das Rad um 10 Uhr bringen und um 16 Uhr wieder abholen klang gut, preislich liegt die Inspektion bei Zweirad Höni bei 38€, was ich als fair empfinde. Bin mal gespannt wie so eine Fahrradinspektion abläuft, und was mich an guten und schlechten Nachrichten erwartet.

Viel dürfte nicht dran sein, die Laufräder zentrieren, Bremsen mitteln, Gangschaltung einstellen und Lager fetten. Dazu noch Federgabel prüfen, Verschleiss an Kette und Ritzeln messen (da sollte nach 1700 Kilometern noch nicht viel runter sein) und Schräubchen mit Drehmoment nachziehen. Das ist so das grobe Programm was ich vermute, mehr dazu morgen nach der Inspektion. Vielleicht gibt es ja auch eine Art Inspektionsbericht wo ich sehe was gemacht wurde, muss den Meister in der Werkstatt morgen mal fragen hehe.

Das Nervigste an der Inspektion war wohl der heutige Generalputz des Rades, das nach dem Trip zur Eule gestern mehr einer Schlammpackung als einem Fahrrad glich. Hatte gestern auch keine Lust mehr den Schlauch auszupacken, also ging es heute mit diversen Utensilien ans Rad. Involviert waren:

  • 2 Eimer Wasser
  • F100 Fahrradreiniger
  • diverse Bürsten
  • Wasserschlauch
  • Drucksprüher für Ritzel und Umwerfer
  • Brunox für Kette und Ritzel
  • Finish Line Kettenöl
  • diverse Lappen
  • 1 paar alte Socken
  • 2 Multitools

Die Putzaktion war generalstabsmäßig geplant, das Rad erst mit dem Schlauch vom groben Dreck befreit um es direkt mit F100 von oben bis unten einzuschäumen. Den Reiniger gute 10 Minuten einwirken lassen und dann nochmal mit dem Schlauch drüber. Danach mit den Bürsten die Ecken und Ritzen angegangen, mit Lappen nachgewischt und gemacht und getan. Kaum war der gröbste Dreck von Rahmen, Ritzel und Kette entfernt stand das Rad auch schon Kopf und es ging mit den Schlüsseln der Multitools dem Schlamm und Dreck auf den Kettenblättern und dem Ritzelpaket an den Kragen. Besonders schön waren die beiden Zahnräder des hinteren Umwerfers, was man da nach einer Schlammfahrt an Schmodder rausholt…unglaublich. Und ebenso unglaublich ist wie leicht sich der Antriebsstrang wieder bewegen lässt wenn man halb Fröndenberg aus den Ritzeln geputzt hat.

Kette, Kettenblätter und Ritzel bekamen nochmals eine Dusche mit dem Drucksprüher und dann kam ich ich die Socken. Socke über die Hand, Brunox auf die Socke und die Kette gereinigt. Ehemals graue Socke war danach schwarz, dafür konnte man sich in der Kette fast spiegeln. Mit der zweiten Socke nochmal über die Kette, ebenfalls mit Brunox die Stellen zwischen den Kettengliedern geputzt und danach hätte die Kette als neu gelten können. Gut, die Schmierung ist nach der Aktion natürlich hin, aber geölt werden musste sie eh und zur Inspektion wollte ich nicht unbedingt mit tief schwarzer Kette auflaufen hehe.

Die Kette war ein Kinderspiel, richtig finster wurde es zwischen den Ritzeln. Auch dafür gab es Brunox und eine frische Socke. Nur ließ sich die Socke nicht so falten, das ich damit zwischen die einzelnen Ritzel kam, also musste kurzerhand nach fusselfreien Lappen gesucht werden, die ich irgendwie zwischen die Ritzel pressen konnte ohne das sie sich in 1000 Stücke auflösen. Dauerte eine Weile aber am Ende sahen auch die Ritzel relativ sauber aus, obwohl ich da gerne nochmal nacharbeiten würde. Nur ist es dazu jetzt zu spät, und wenn ich das Rad im Wohnzimmer aufstellen will dann werde ich wohl auf Maul bekommen :)

1 Trackback / Pingback

  1. Rad festgefroren...WTF??? | Habschned

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