Channel Challenge 2016 – Test Run

HabschnedHabschned dran gedacht für die Channel Challenge 2016 eine extra Kategorie anzulegen. Wie konnte das nur passieren? Aber jetzt ist alles gut, die Kategorie ist da und ich kann auch schon den ersten Beitrag niedertippen. Vielleicht aber vorweg mal eine kurze Erklärung was Genosse sakura da mit der Channel Challenge so im Hinterkopf hat. Im Prinzip mal wieder eine schön abgedrehte Sache, denen ich mich immer mit Begeisterung und einer gewissen Suizidtendenz zuwende…quasi lachend in eine Kreissäge laufen.

Mal so als völlig bekloppte Idee im sauerstoffuntervesorgtem Hirn hier mal zu dem virtuellen Papier gebracht.

Den kompletten Datteln-Hamm Kanal an einem Tag abradeln, dabei wurde von mir die eine oder andere, wenn auch kürzere Würze mit eingezeichnet.

Da die Aktion als Challenge, kein Wettkampf ! im klassischem Sinne, sondern mehr eine Herausforderung, gedacht ist, dazu noch zum Start eines Winterpokal missbraucht werden kann, sollte nur einsteigen, wer auch im Winter die passende Portion Sitzfleisch hat. Sich unterwegs helfen zu können und mit den Wiedrigkeiten jener Jahreszeit umzugehen versteht sich von selbst.

Den kompletten Datteln-Hamm-Kanal an einem Tag klingt jetzt erstmal nicht nach einer Menge Anstrengung, die Gesamtlänge der geplanten Strecke liegt so um die 112 Kilometer, also eigentlich nichts überragendes was die Distanz angeht. Man darf aber die Jahreszeit nicht ausser Acht lassen, Mitte November können die äußeren Umstände die 112 Kilometer schon in eine Erfahrung der übelsten Art verwandeln. Aber man quält sich ja gerne im Verbund, also hab ich mal fleißig mit dem Kopf genickt um die Teilnahme zu verkünden. Damit ich ungefähr weiss, was mich erwartet habe ich mich gestern auf’s Rad geschwungen um die Strecke mal von A bis Z durchzuhampeln.

Ich fasse den gestrigen Tag mal zusammen:

Die Haustür verlassen wurdge gegen 9:50 und der angeschlagene Pinguin begab sich auf eine wenig spektakuuläre Anreise zum Startpunkt der Tour in Hamm-Herringen, der Einkaufsmeile mit Combi, Aldi und Co. an der Kreuzung Fangstraße-Dortmunder Straße. Das Wetter beim Start war…mau. Bewölkt, dafür aber nicht allzu kalt. Am Combi beim Bäcker eben nen Kaffee gebechert, den Track in den Edge geladen und auf ging es in Richtung Kanal.

Die ersten Meter bis zum Kanal waren ziemlich geradeaus, keine besonderen Vorkommnisse außer das alle Hundehalter aus ganz Herringen früh morgens auf einem Samstag ihre Vierbeiner Gassi führen. Der eine oder ander schnüffelnde Hund musste umfahren werden, Hundehalter die wie in Trance auf ihr Smartphone starrten während das Vierbein die Bäume am Straßenrand goss wurden gnadenlos per Klingel aus dem Koma geholt.

Auf dem lecker Schotterweg am Kanal angekommen wurde die Sache dann ernst. Aus der “milden Brise” die mir in Hamm noch um die Ohren wehte, wurde ein prächtiger Gegenwind der, mangels Windschutz, die Meter bis nach Rünthe doch recht anstrengend machte. Kurz hinter der Marina Rünthe ging es dann etwas einfacher, der Wind flaute etwas ab und in Lünen ließ ich mich am Horstmarer See zu einer 10-minütigen Pause hinreissen.

Dem lieben Gott gefiel das wohl nicht und er griff in seine Trickkiste. Den nach 41 Kilometern (20 davon mit fiesem Gegenwind) gebeutelten Pinguin wurde nun die komplette Aufmerksamkeit des Regengottes zu teil. Jener führte wohl einen wilden Tanz aus und sorgte dafür, dass es einen feinen Nieselregen gab, des Habschneds liebste Art von Regen (Wer Ironie sucht der findet sie genau hier). Der Nieselregen zog sich dann den kompletten Hinweg bis zum Kanalende durch, kurz nach Waltrop musste ich mich an einer Reihe von Fischern vorbeischlängeln, die, wie ich, völlig durchnässt ein jämmerliches Bild abgaben hehe.

Am Kanalende (Mündung in den Dortmund-Ems-Kanal) angekommen gab es dann ein weiteres Update an Genossen sakura mit der Meldung das ich mich nun langsam auf den Rückweg machen werden. Der Regen wurde etwas stärker, vom Gegenwind wurde ich aber gottlob verschont. Die Fischer, die gerade eben noch hoffnungsvoll Würmer unter Wasser nach potentiellem Mittagessen Ausschau hielten lassen, hatten mittlerweile das Handtuch geworfen und sind wahrscheinlich komplett zum nächsten Fischhändler gefahren , um dort den “stolzen Fang” zu erwerben, der der Familie dann als Jagdbeute präsentiert wurde.

Der Rückweg bis zum Startpunkt am Combi war eigentlich recht schmerzfrei, bis auf 3 Ausnahmen die ich in den Kommentaren zur Strecke noch näher erläutern werde. Als kleinen Spoiler die Überschriften “Guten Rutsch”, “Treppe? Wtf??” und “Echt jetzt? Hätte ich bloß die Machete eingepackt!”

Wieder in Hamm-Herringen am Combi angekommen lungerte dort der Urheber der Channel Challenge herum und nach einem weiteren Kaffe wurden die letzten Kilometer bis nach Hamm-Uentrop ans Kanalende und wieder zum Combi abgespult. Da noch nen Kaffee und dann ging es ab in Richtung Heimat mit bereits ordentlichen Kilometern auf dem Tacho.

Mehr Infos zur Strecke, Kommentare und Hinweise gibt’s auf der nächsten Seite.

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