C3RS – Die Dauerbaustelle und das Groschengrab…

HabschnedNach dem heutigen Ausritt noch ein paar Worte zum “Stiefbike”. Das Copperhead 3 RS steht bereits ne Weile unbeachtet in der Garage rum, nicht ohne Grund. Ich hab mich heute mal aufgerafft und ne Art “Bestandsaufnahme” an Problemen und Wehwehchen des Bikes gemacht. Danach direkt zum nächstbesten Baum geschlendert und überlegt ob der dickste Ast wohl mich und den Strick um meinen Hals hält.

Die Vorgeschichte

Irgendwann im Frühjahr 2017 hatte ich mit dem Bike mitten im Nirgendwo mal nen Plattfuß. Bike auf den Kopf gestellt, Rad raus, neuen Schlauch rein, Rad rein…und weiter gings. Kurz drauf merkte ich wie die Bremse hinten schwammig wurde, von nem spürbaren Druckpunkt will ich da gar nicht sprechen. Kurios, die Bremsanlage scheint irgendwie Luft gezogen zu haben, dachte ich mir. Konnte ich mir nur ned vorstellen, da ja eigentlich geschlossenes System und ich wüsste ned wo oder wie da durch nen Kopfstand Luft in die Anlage kommen soll.

Egal, halt vorsichtig nach Hause gebremst und das Bike erstmal abgestellt und mit Missachtung gestraft. Nen Monat später dann ein Entlüftungskit mit diesem popeligen Plastiktrichter bestellt und die Bremse hinten entlüftet. Druckpunkt besser, aber bei der Probefahrt ein infernalisches Quietschen wenn ich die Bremse zupacken lassen. Lasse ich die Beläge nur leicht schleifen ist alles gut, sobald ich richtig in die Eisen gehe….Hölle auf Erden. Zigmal entlüftet, neue Beläge und andere Scheibe verbaut zum Testen. Sobald ordentlich Druck auf die Scheibe kommt….die Todestrompeten von Massen  schreien die Bremsen alles zusammen.

Irgendwann war ich dann so angefressen von der Bremsanlage, dass ich das Bike erstmal in die Ecke gedroschen habe und ausschließlich mit dem Copperhead 3 gefahren bin. Gestern, nach dem längeren Ausritt, bin ich dann nochmal in die Garage geschlichen und hab angefangen mir eine Liste mit den Dingen zu erstellen, die jetzt endlich definitiv am Copperhead 3 RS gemacht werden müssen damit ich wieder Spaß an dem Gefährt habe.

Kleinigkeit 1 – Garmin Halterung

 

Die erste Übung war völlig unspektakulär. Da das Bike über kurz oder lang jetzt im Sommer wieder fahrbereit ist muss auch eine entsprechende Halterung für meinen Garmin Edge an den Lenker. Im Fundus lag ja noch eine mit breiter Aufnhame rum, also kurzerhand beherzt zum Inbusschlüssel gegriffen und die Halterung montiert. Perfekter Start, die Motivation für den nächsten Schritt war da.

Hätte Hätte Fahrradkette

Das Bike hat übern Daumen gepeilt 6.000 Kilometer runter, also aus dem Werkzeugkoffer mal eben das Instrument zur Verschleissmessung gegriffen und so in etwa das als Ergebnis bekommen, was ich auch erwartet hatte. Bei irgendwo zwischen 2.500 und 3.000 Kilometern die die Ketten bei mir so leben zeigte die Lehre dann auch dass die Kette kurz vorm Exitus steht. Kann ich mir also auch schon auf die Einkaufsliste schreiben sobald das Bremsproblem beseitigt ist.

 

Die 0.75er Seite flutscht bereits locker flockig durch die Glieder, die 1.0er Seite ist auch ned mehr weit davon entfernt. Aber ein paar Kilometer werd ich aus der Kette jedenfalls noch rausquetschen.

 

Der Vorbau – Die Schrauben

Mal die Tage beim Schrauber fragen ob er noch irgendwo vier Schrauben für den Vorbau rumliegen hat. Bei diversen Wartungen und Einstellerei des Lagerspiels hab ich es fertig gebracht mir zwei der Schrauben so weit rund zu schrauben, dass der Inbus sich durchdreht…peinlich, aber ist halt passiert. Auch eher ne Kleinigkeit, zur Not gibt’s nen neuen Vorbau hehe.

Das Problemkind – Die Bremse

Das Leid mit der hinteren Bremse habsch ja bereits eingangs schon geschildert. Gestern abend noch schnell das alternative Entlüftungskit rausgekramt und die Hinterradbremse nochmals entlüftet. Im Prinzip ja kein großer Akt. Hinterrad raus, Bremsbeläge raus und dann könnte man theoretisch schon den Schlauch an die Entlüftungsschraube des hinteren Bremssattels schieben. Theoretisch, weil die Konstruktion dermaßen beschissen ist, dass zwischen Entlüftungsschraube und Kettenstrebe nicht wirklich genügend Platz ist um den Schlauch dazwischen zu frickeln und auf die Schraube zu stecken. 

Fummelige Scheisse, und irgendwann bist du an dem Punkt da verwünscht du denjenigen der das am Rechner entworfen hat. Aber was soll’s? Kurzerhand den Sattel abgeschraubt und schon ging der Entlüftungsschlauch samt Spritze wie von Geisterhand druff.

Entlüften war recht easy, ein paar mal das Mineralöl hin und her gepumpt bis keine Luftblasen mehr kamen. Leitungen, Bremssattel, Ausgleichsbehälter mal abgeklopt und Bremshebel betätigt. Alles gut, schicker Druckpunkt jetzt. Natürlich ned so schön wie am C3 mit der XT Bremse aber ich will mal nicht meckern. Beim Zuschrauben des Ausgleichsbehälters aber der nächste Dämpfer hehe. Die Verschlusschraube dreht durch…verdammte Scheisse. Schätze mal das Gewinde ist hin. Aber, und das stimmt mich im Moment noch einigermaßen gnädig, es tritt kein Öl aus beim Betätigen der Bremse. Da macht der O-Ring auf der Verschlusschraube wohl nen erstklassigen Job.

Nu könnte ich ja hingehen und den Bremshebel tauschen, habe ja noch einen von der alten identischen Bremse am Copperhead 3 (beide Bikes als Serie die BR-M615). Mal sehen, aber der Plan ist ja ohnehin das Bike ebenfalls mit de XT Bremse (M8000) auszustatten. Ob sich das Gefummel nun noch lohnt…ich weiss es nicht. Jedenfalls muss es für die nächsten 3 Tage seinen Dienst tun und mich zur Arbeit bringen. Mal sehen ob die Bremse so notdürftig ihren Dienst tut. Sobald das Copperhead 3 beim Schrauber abgeholt wurde geht’s dann los mit der finalen Planung bzgl. was genau jetzt mit dem Copperhead 3 RS passiert.

Irgendwie frisst mich das Bike im Moment extrem an, eigentlich schon seitdem das erstemal Luft im Bremssystem war und ich micht mit dem Quietschen rumplacken muss.  Ahso…habsch eigentlich das hintere Laufrad erwähnt, dessen Speichenspannung von doch eher zweifelhafter Art ist?

 

2 Comments

    • Im Prinzip nicht verkehrt, aber bei ner Laufleistung von lediglich ~7.500 Kilometern scheint es mir für Kettenblatt/Kassette noch ein wenig zu früh. Rein optisch sollte die Kassette wohl noch die nächste Kette schaffen, dann würde die mitgewechselt.

      Was Kettenblatt/Kurbel angeht hab ich vom C3 die Erfahrung gemacht das so nach gut 11.000 Kilometer die ersten Zicken gemacht wurden. Bin da anfangs fast nur das große Blatt gefahren, und das hat dann nach 12.000 und ein paar Zerquetschten das Handtuch geworfen.

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