Burg Vischering – Haken dran

HabschnedSo, die erste längere Tour im Monat August ist abgehakt.
Das Wetter war grandios (vom kontinuierlichen Gegenwind mal abgesehen), der Himmel blau und die Wolken spärlich. Also heute morgen direkt aufs Rad gehüpft und die grobe Richtung Lüdinghausen eingeschlagen um Burg Vischering niederzubre…erm…besichtigen. Die Strecke hatte ich mir gestern abend online mal routen lassen und mir nur grob gemerkt, die wichtigsten Orte/Städte hatte ich aber in der Denkmurmel.

Aus Asseln raus schön zum Lanstroper Ei gefahren, nach Lünen geschwenkt und dann ab in Richtung Selm. Den meisten Teil der Strecke innerorts gab es feinst asphaltierten Radweg neben der Straße, die Passagen in Selm, wo der Radweg über eine Geh-/Radweg Kombi führte, sind jedoch nix für Leute mit Hämorrhoiden. Da hilft auch kein Donut auf dem Sattel, die merkwürdige Pflasterung schlägt da so durch und der Arsch wackelt Samba auf der Strecke ob man will oder nicht. Ansonsten war viel Grün, Gelb, Blau und Braun zu sehen, meist in Kombination.

Penguin on a Bike - Lanstroper Feld Penguin on a Bike - Zwischen Lünen und Selm

 

 

 

 

 

 

Die gesamte Strecke über kam der verdammte Wind von vorn, mal etwas mehr und mal etwas noch mehr. Stellenweise war das Treten doch recht mühsam und machte sich in den Rippen noch bemerkbar. Nach knappen 38 Kilometern war dann das Ziel erreicht und ich stand vor Burg Vischering. Die letzten Meter allerdings machte ich als Nachzügler einer Rentner-Truppe, die ich in Lüdinghausen nur nach dem Weg gefragt abe (kein Navi dabei machte sich da echt bezahlt hehe). Die kollektive Antwort aus den 5 Kehlen “Da sind wir gerade auf dem Weg hin” genügte mir, und ich bildete dann das Schlusslicht des Feldes und versuchte, bei der halsbrecherischen Geschwindigkeit die die Herren und Damen an den Tag legten, mein Gleichgewicht zu halten um einen Rittberger aus dem Sattel zu vermeiden.

Unfallfei angekommen stellte sich die alte Frage: “Wo zum Henker kommen die ganzen Leute bei schönem Wetter her?”. Lüdinghausen, nicht gerade bekannt für den Weltrekord an Einwohnerzahl, bzw. das Gelände rund um die Burg war übersät mit Humanoiden. Dementsprechend voll war es auch in dem Cafe im Innenhof, da war nicht viel zu holen und mit nem Radler oder Kaffee an der Mauer stehen und in die Trübe Brühe gucken wollte ich auch ned.

Runter vom Rad, da Radfahrer “zum Erhalt des Schlossbildes blahhh” gebeten werden abzusteigen, und das Rad samt Kamera einmal im Kreis um die Burg geschoben, das viele Wasser rundum bestaunt und gepriesen, etlichen Pokemonfanatikern ausgewichen die Smartphone voraus planlos über das Gelände irrten und das eine oder andere Bild geschossen.

Penguin on a Bike - Burg Vischering 2

Runde 90 Minuten später ging es auf die Rückfahrt in Richtung Senden mit nem Abknicker nach Ottoerm…ichkannmirdennamennichtmerkenblah und Ascheberg. Erstaunlicherweise muss jemand dem Wind gesteckt haben, dass ich mich wieder auf dem Rad befinde. Kaum auf freiem Feld angekommen war der hoch geschätzte Gegenwind zur Stelle und hat mich die 56  Kilometer in Richtung Heimat begleitet. Spektakuläre Ereignisse auf der Rückfahrt gab es nicht, ausser das ich traurig vor der Kuhbar stand und die Schlange an Leuten bewunderte die ebenfalls ein Eis haben wollen, aber vor mir dran waren. So wurde mir das ersehnte Eis noch verwehrt :D

Erm…so als Fazit:
Burg Vischering ist zweifelsohne schön was die Anlage selbst angeht, die Hauptburg konnte ich leide nicht besichtigen da geschlossen wegen Umbau. Wenn ich jetzt wählen müsste zwischen Schloss Nordkirchen und Burg Vischering als Fahrziel…würde Nordkirchen das Rennen machen da die Anlage einfach schöner ist….und das Schloss deutlich imposanter. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Bilder in der dazugehörigen Gallerie.

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