Bredevoort Schittert – war ne großartige Sache

HabschnedGestern abend zurück aus Bredevoort, aber keinen Drang mehr gehabt noch großartig in die Tasten zu hauen. Anstatt dessen wurden die Augen geschlossen und gut war’s. Den Wechsel vom “Planziel” Enschede nach Bredevoort/Aalten habsch jedenfalls ned bereut. Es passte so ziemlich alles auf die Tour, selbst der “Fehlstart” früh am Tag. Treffen war eigentlich um 8 Uhr am Preußenhafen in Lünen, aber die zwei verbliebenen Schlafmützen auf der Tour hatten beide mehr oder weniger verpennt/Wecker falsch gestellt.

Die Anfahrt

Start war dann um 9 Uhr, eben noch nen Kaffee am Preußenhafen gekippt und Haltern am See als Zwischenstopp für Kaffee und Nahrung gesetzt. Der Kanal war…Scheisse wie eh und je, die Schotterwege am Kanal und ich werden keine Freunde mehr. Geboten wird einem als Belag vom losen Schotter in Körnungsgröße “Hinkelstein” bis zu Rumpelstrecken die quasi zum Speichenbruch einladen. Auch am Kanal selbst tümmelten sich die üblichen Verdächtigen wie z.B. diverse fehlgeleitete Donaudampfschiffahrtskapitäne die samt Fuhrpark an Deck fröhlich im Kanal quirlten.

Kutter um Kutter wurde kassiert, der Kanalwechsel in Datteln klappte mühelos und es wurde fröhlich weiter auf Schotter in Richtung Haltern geknüppelt. Die Fahrt lief verdammt gut, kaum Gegendwind und Petrus hat ganz tief in die Trickkiste gegriffen. Die Sonne schien, es wurde wärmer und die ersten elektrischen Reiter auf ihren zweirädrigen Rössern tauchten am Horizont auf….und wurden ebenso kommentarlos kassiert wie die Kutter auf dem Kanal. Kurz vor Haltern gab es einen bösen Schnitzer in der Navigation und wir standen etwas planlos in der Gegend rum. Jedoch näherten sich diverse Humanoiden auf Rädern die nach dem Weg nach Haltern befragt wurden.

Oma Erna, im Sauseschritt auf dem E-MTB durch die Landschaft pflügend, war wohl komplett taub. Keine Reaktion bei der Guten, und die beiden nächsten radelnden Exemplare murmelten irgendwas von “Haltern…ja sicher…wir sind unterwegs nach Xanten”…alles sehr unhöfliches Pack. Also doch ein paar Kilometer zurück gefahren und schlußendlich am Bahnhof in Haltern angekommen. Kaffe, Käsecroissant, Kippe und weiter ging es….in Die Haard.

Die Haard…übrigens Namensgeber der Filme mit Bruce Willesso…besteht überwiegend aus Steigung. Hier und da hat man mal ein klein wenig weniger Steigung aber generell geht es mit einem in der Haard bergauf, egal wie schlecht es einem geht…es geht bergauf. Die Holtwicker Straße ist immer wieder schön…holpriger Radweg und wenn du nach vorn und oben guckst rechnest du damit, dass am Ende der Steigung Reinhold Messner mit dem Yeti Schuhplattler tanzt. Anyway, ich schweife ab. Immerhin war die Granatstraße diesesmal nicht im Programm…war ich auch ned böse drum.

Die Haard abgehakt ging es über kleinere, beschauliche Ortschaften und es wurde kräftig Kaffee genippt und Gebäck verzehrt und langsam aber sicher näherte sich die niederländische Grenze. Hier und dort wurden Schlösser von mehr oder weniger prächtiger Bauart gesichtet, die Sonne gab mittlerweile auch alles und es war extremst angenehm warm. Die erste Ausschilderung nach Winterswijk kam in Sichtweite, und dann….

War Grenzübergang angesagt. Von der Grenze aus war es bis zum B&B in Aalten nur noch ein Katzensprung und das Navi lotste uns zielsicher zum Meiberg. Umblättern bitte….JETZT wäre gut….

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2 Comments

    • Bei Tag ist Bredevoort schätze ich mal auch sehr hübsch, aber das sehe ich nächstes Jahr. Das Lichterfest war gut, werdsch nächstes Jahr auch direkt mit in meine Tourenplanung einbauen.

1 Trackback / Pingback

  1. September 2018 - 861,74km | Habschned

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