Blaupunkt BikePilot

Blaupunkt BikePilot – Ein Monat im Test

Blaupunkt BikePilot
Blaupunkt BikePilot

Zusammen mit dem neuen Mountainbike gab es auch einiges an Gimmicks, die ich für notwendig erachtete. Unter anderem habe ich nach einem günstigen Navigationsgerät speziell für Fahrräder Ausschau gehalten. In der engeren Wahl waren das Garmin Edge 200 und der Blaupunkt BikePilot für 129€, bzw. ebenfalls 129€ für den Blaupunkt BikePilot. Das Garmin war im Saturn nicht verfügbar, und ich wollte nicht online bestellen, sondern sofort mitnehmen. Den Blaupunkt BikePilot gab es dann im Saturn Dortmund-Eving, also hingefahren und mitgenommen.

Die Verpackung des Blaupunkts war recht unspektakulär, der Inhalt der Schachtel noch weniger. Folgende Dinge sind im Lieferumfang des Blaupunkt BikePilot enthalten:

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  • Blaupunkt BikePilot
  • Lenkerhalterung mit Schnellverschluss
  • 230V Ladeadapter
  • USB Kabel
  • Bedienungsanleitung

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Die “Bedienungsanleitung” verdient das Wort eigentlich nicht, stellt euch einfach einen lieblosen kleinen Zettel vor, auf dem in ca. 25 verschiedenen Sprachen auf 2 Seiten erklärt wird, wie man das Gerät bedient. Alles in allem ist die Anleitung zu vernachlässigen, das Gerät ist recht intutiv und man braucht diese “Bedienungsanleitung” nicht wirklich zu studieren. Anschalten und loslegen ist angesagt.

Nachdem die ganze Chose ausgepackt war, ging der BikePilot erstmal für einige Stunden an die Steckdose und wurde vollständig geladen. In der Zwischenzeit habe ich mir dann von der Blaupunkt Support Webseite die Software geladen, mit der man den BikePilot verwalten kann. Bevor man diese Software laden kann, muss das Gerät noch mittels der Seriennummer auf der Rückseite des Gehäuses registriert werden. Die Software selbst ist sehr spartanisch, genügt aber um die Karten zu installieren und die gespeicherten Touren zu im- oder exportieren. Alles in allem bietet die Software nichts, was man nicht auch mittels des Windows Explorers oder eines anderen Dateimanagers erledigen könnte. Da ich in 99% aller Fälle lediglich die .gpx Dateien benötige, spare ich mir die Verwendung des Blaupunkt Updater Tools und schiebe die Dateien manuell hin und her wie benötigt.

Den BikePilot voll geladen ging es dann an die Inbetriebnahme. Beim Verbinden mit dem Blaupunkt Updater Tool kam die Benachrichtigung über die Verfügbarkeit einer neuen Firmware, welche dann auch gleich installiert wurde. Bedauerlicherweise scheint die Firmware noch einige Macken zu haben, beim Starten des Gerätes gibt es hin und wieder einen weissen Bildschirm oder ein Schirm der mehr an ein Testbild oder eine defekte Grafikkarte erinnert. Sollten diese Symptome auftreten, dann hilft nur ein Neustart des Blaupunkt BikePilot. Dazu den Powerbutton solange gedrückt halten, bis das Gerät sich abschaltet (ca. 10-15 Sekunden sind es meiner Meinung nach) und dann wieder einschalten. Unschön, ich könnte ohne diese beiden Probleme leben und wäre happy wenn das Einschalten jedesmal klappen würde.

Mit den Karten für Europa installiert, und diversen Einstellungen konfiguriert (Maßeinheiten, Sprache, Bildschirm und Piepserei) ging es los an die erste Routenplanung. Fertige Routen lassen sich als .gpx Datei importieren, eigene Routen lassen sich bequem per Touchnavigation auf den Karten planen und speichern, falls man diese später nochmals fahren möchte. Das Gerät bietet auch die Einstellungen der bevorzugten Wege, man kann konfigurieren ob man lieber Radwege, Straßen oder unbefestigte Straßen fahren möchte. Einzig und allein die Option “Fähre” hat mich ein wenig verwirrt.

Die Berechnung der Routen ist vielleicht einen Ticken langsamer als auf mittel- bzw. hochklassigen Geräten wie die Garmin Edge Serie, aber wenn man den Preis in Relation setzt dann ist das vollkommen ok. Die Karten selbst (Open Street Map) geben ebenfalls keinen Grund zum Nörgeln, bis jetzt wurde jede Straße auf der ich unterwegs war ordentlich angezeigt und gefunden. Was mich an der Navigation störte ist das Piepsen aus dem Lautsprecher wenn man entweder von der Strecke abgekommen ist, oder man sich dem nächsten Abbiegevorgang nähert. Aber auch das lässt sich bequem mit einem Klick in der Einstellung “Ton” deaktivieren.

Bezüglich der Genauigkeit des GPS war ich sehr angenehm überrascht, die erfassten Daten sind mit zwei anderen Messgeräten, die ich zum Vergleich benutzt habe, nahezu identisch. Vielen Dank an den Nachbarn für das sündhaft teure Falk, das zweite Gerät war mein Galaxy S4 in Verbindung mit Runtastic Pro. Als Referenz habe ich die täglichen Strecken von und zur Arbeit genommen, jeweils ca. 9.4km pro Strecke und die Abweichungen hielten sich im erwarteten Bereich von +/- 100-200m auf. Alles in allem zwei Daumen hoch für die Genauigkeit.

Kurios wird es bei den Daten die der Fahrradcomputer aufbereitet. So habe ich laut Statistik (seht ihr in der entsprechenden Gallerie) einen Topspeed von rund 210km/h auf dem Rad erzielt. Das mag ich nicht ganz glauben, da hätte ich die Hosen voll gehabt bei hehe. Die Geschwindigkeit beim “normalen” fahren passt, dieser Ausreisser…Gott weiß woher der kam. Vielleicht sollte ich die Statistiken mal resetten und sehen ob das nochmal passiert. Alles andere passt eigentlich, gefahrene Kilometer und Tempi wurden korrekt erfasst. Der Kalorienverbrauch der angezeigt wird liegt meiner Meinung nach deutlich über den tatsächlich verbrauchten Kalorien, da vertraue ich eher Runtastic welches ich mit einem Herzfrequenzgurt benutze. Das wären dann aber auch die beiden einzigen Kritikpunkte die ich äussern würde, beide sind aber zu verschmerzen meiner Meinung nach.

Da der Blaupunkt BikePilot Bluetooth unterstützt lassen sich diverse Erweiterungen damit verbinden, zum Beispiel der Polar Herzfrequenzgurt Polar H7 den ich nutze, auch Cadence Sensoren werden über Bluetooth unterstützt. ANT+ Geräte funktionieren leider nicht, aber auch das ist verschmerzbar. Das Pairing der Bluetooth Geräte geht problemlos und zügig, keine Probleme gehabt meine Gimmicks zu verbinden und die Herzfrequenz wurde durchgehend aufgezeichnet.

Blaupunkt BikePilot – Das Fazit

Ich könnte jetzt in jede Kleinigkeit gehen, aber das Gerät ist eigentlich schon recht selbsterklärend, und dadurch vor allem für technisch weniger beschlagene oder klickscheue Benutzer geeignet. Es ist recht wenig unnötiger Schnickschnack verbaut, gut…es gibt einen Tacho und einen Kompaß, aber damit ist auch schon fast alles erwähnt. Nach einem guten Monat im täglichen Test, und wenn es nur der Weg zum Bäcker und seinen leckeren Brötchen war, kann ich sagen das ich mit dem Blaupunkt BikePilot keinen Fehler gemacht habe und für 129€ ein solides Navi für meine Fahrradtouren erworben habe

Blaupunkt BikePilot – Pros und Cons

Und zum Abschluß noch eine kurze Auflistung meiner Pros und Cons für den Blaupunkt BikePilot. Was ihr draus macht ist euch überlassen, aber meiner Meinung nach bekommt ihr für euer Geld ein hervorragendes Gerät mit einigen wenigen Kritikpunkten, die im täglichen Betrieb aber nicht wirklich störend sind und man gewöhnt sich schnell an sie, oder schaltet sie, wie im Falle des Pieptons, einfach im Menü ab.

Blaupunkt BikePilot Pros

[su_accordion] [su_accordion] [su_spoiler title=”Preis” style=”fancy”] Für 129€ bekommt man ein hervorragendes Einsteiger-Navi.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Übersichtliche Menüführung” style=”fancy”] Wenig Spielereien, das Gerät ist kinderleicht zu bedienen.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Exakte Messungen” style=”fancy”] Obwohl ein “Low Budget Navi” misst das Gerät zurückgelegte Strecken und Höhen recht exakt.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Einfache Routenplanung” style=”fancy”] Routen lassen sich sehr einfach mit ein paar Klicks auf die Karte generieren und auch speichern.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Auswahl der Straßentypen” style=”fancy”] Der Blaupunkt BikePilot unterstützt Präferenzen was die Straßentypen angeht. Man kann wählen zwischen unbefestigten Wegen, Radwegen und Straßen. Die Route wird dann jeweils angepasst.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Bluetooth Support” style=”fancy”] Per Bluetooth lassen sich externe Datenquellen wie Herzfrequenzgurt oder Cadence Sensor verbinden, die Da ten werden ebenfalls mit aufgezeichnet.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Import/Export von Strecken” style=”fancy”] Strecken lassen sich bequem per Blaupunkt Updater Tool oder Windows Explorer importieren und exportieren[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Import von POIs” style=”fancy”] POIs können entweder importiert oder selbst erstellt werden.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Ausführliche Statistiken” style=”fancy”] Der Fahrradcomputer bietet ausführliche Statistiken.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Multiaccount-fähig” style=”fancy”] Es lassen sich auf dem Blaupunkt BikePilot mehrere Benutzerprofile erstellen, die individualisiert sind. Name, Gewicht, Fahrradtyp, Gewicht des Rades, etc.[/su_spoiler][/su_accordion]

Blaupunkt BikePilot Cons

[su_accordion][su_accordion] [su_spoiler title=”Display bei Sonne schwer lesbar” style=”fancy”] Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display schlecht erkennbar. Es kann helfen das Display in den Nachtmodus zu schalten.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Befestigung” style=”fancy”] Befestigung am Lenker ist recht rödelig. Die Lösung mit den zwei Kabelbindern sollte man vielleicht nochmal überdenken.[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Firmware Fehler” style=”fancy”] Seit dem Update auf die neueste Firmware gelegentlich Probleme beim Anschalten.Lassen sich aber problemlos durch einen Reset lösen[/su_spoiler] [su_spoiler title=”Navigations-Sounds” style=”fancy”] Wer piepsen mag…ok. Ich hätte aber auch gerne Sprachausgabe gehabt.[/su_spoiler][/su_accordion]

Blaupunkt BikePilot Screenshots

Blaupunkt BikePilot
  • 8/10
    Verpackung - 8/10
  • 2/10
    Bedienungsanleitung - 2/10
  • 8/10
    Benutzerfreundlichkeit - 8/10
  • 9/10
    Messgenauigkeit - 9/10
  • 4/10
    Software - 4/10
6.2/10

Zusammenfassung

Alles in allem ist der Blaupunkt seine 129€, die er kostet, auch wert. Es gibt natürlich den einen oder anderen Abstrich zu machen, aber unterm Strich bin ich mit dem Navi sehr zufrieden und die Touren die bisher geplant, aufgezeichnet oder importiert wurden, waren tadellos. Lediglich die Befestigung am Lenker mittels zwei Kabelbindern halte ich für zweifelhaft, aber wenn man die nur fest genug zieht dann hält sie wohl auch die eine oder andere Bodenwelle oder ein Schlagloch aus.

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4 (1 vote)

4 Comments

  1. Ja auch im zweiten Leben macht das Gerät, gemäß dem Nutzerprofil wie grobmotorisch veranlagter Vollpfosten, also meinereiner, einen guten Eindruck. In sachen Lenkebefestigung muß ich noch mal in mich gehen.

    • Ich fand die “Schelle” die ich dir mitgegeben habe eigentlich ganz gut, aber dann haben wir ja auch unterschiedliche Lenker bzw. Durchmesser hehe. Wie das an nem Rennlenker funktioniert…keinen Plan.

      Was ich für den Edge jetzt noch ordern werde ist eine Befestigung am Vorbau, da sitzt der auch schön zentral. Muss nur noch überlegen ob ich die Variante für die Ahead-Kappe nehme oder die Halterung die anstelle eines Spacers aufgesetzt wird und den Garmin quasi vor dem Lenker positioniert. Gibbets für den Blaupunkt glaube ich auch als Lösung.

  2. Ich habe den Updater installiert (Mac) und Navi mit computer verbunden, aber in Update Fenster passiert gar nichts – als wenn das Navi von Computer nicht erkannt wird. Was ist los?

    • Mit Erfahrungen am Mac kann ich ned dienen. Unter Windows musste ich, als ich den BikePilot via USB angeschlossen habe, auf dem BikePilot noch die Art der Verbindung zwischen “Nur Laden” und “Mit Computer verbinden”. Wird bei dir, wenn du das Navi einschaltest, hochfahren lässt und dann mit dem Mac verbindest was auf dem Display des Navis angezeigt?

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