Belfast nach Bangor

An der Kueste nach Bangor

Samstag, schoenstes Wetter (zumindest fuer nordirische Verhaeltnisse). Blauer Himmel, ein paar Wolken und frische 14 Grad gegen Mittag. Warum also mal nicht den naechsten Wohnsitz ansteuern und mal schauen, wie es sich da so wohnt und was die schoeneren Ecken von Bangor sind. Nach dem Trip in Richtung Carrickfergus letzte Woche, stand nun Bangor auf dem Programm.  Rad frischgemacht, Trinkflaschen gefuellt und auf die 26 Kilometer Strecke gerollt. Der Anfang aus Belfast raus war, wie gewohnt, eher zaeh. Viele Zwei- und Vierbeiner, viel Verkehr und dann obendrauf stadtauswaerts noch ein Radweg direkt neben der Autobahn…konnte nicht besser laufen. Und so tuckerte ich dann an Sydenham vorbei in Richtung Holywood um dort auf die beschauliche Coastal Route zu gelangen. Und siehe da, kaum auf der Coastal Route, schlagartig veraenderte sich die Ansicht von grauem Asphalt zu herrlichem Blick uebers Meer. Einzig positive Ueberraschung auf dem Weg nach Holywood war, dass ich endlich mal dichter an Samson und Goliath vorbei kam. Damit ist dann fuer die ersten Kilometer aber auch alles gesagt.

Holywood – Helen’s Bay

Ab Holywood ging es, wie bereits geschrieben, schoen am Wasser entlang und ich hatte freien Blick auf das Lough. Wetter spielte immer noch mit, die Sonne schien und dementsprechend war die Coastal Route auch bestueckt. Am Anfang alles gar kein Problem, da der Weg breit genug war um sich da nicht in umherirrenden Fussgaengern oder schnueffelnden Hunden zu verfangen. Mit steigender Kilometerzahl wurde der Weg jedoch zusehends schmaler hehe. Bedauerlicherweise wurde, dank der Breite des Weges und des Verkehrsaufkommens, auch mein Tempo geringer und Schluss war mit geschmeidigem Dahingleiten auf der Coastal Route. War mehr Stop-and-Go in einigen Abschnitten, und am Daumen bildeten sich vom dauernden Klingeln erste Blasen. Entschaedigt wurde das Gehampel durch die Menschenmengen allerdings durch fantastische Blicke ueber das Lough, und einem Seehund der gelassen den Kopf aus dem Wasser streckte und dumm in die Gegend schaute. Hier und da roch es ein wenig nach See, aber das ist nun mal so…koennte auch der unsportliche Herr auf dem Rad vor mir gewesen sein,  der einen hat fahren lassen, aber ich nehme mal an es war die See.

Und hier die “durchschnittliche” Breite des Weges auf dem letzten Teilstueck bei Helen’s Bay bevor es in Richtung Bangor noch abenteuerlicher wurde. Nicht wirklich breit, woll? Da war an manchen Passagen Millimeterarbeit gefragt, und auch die Bodenbeschaffenheit nahm mit ansteigender Dauer immer mehr ab. So richtig abenteuerlich wurde es zwischendurch auf einigen Passagen die eher “steinig” waren. Da rumpelte es trotz Federung ordentlich in den Armen und Angstschweiss trat aus den Poren auf der Stirn aus. Als “Druckmittel” gab es eine gottverdammt tiefschwarze Wolke auf meiner 6 Uhr Position, die auch noch in meine Richtung schwebte. Ging bedauerlicherweise nicht ganz so schnell vorwaerts wie ich hoffte, dafuer war die Streckenbeschaffenheit einfach zu kacke. Schmal, viel loses Geroell, stellenweise nur Sand wenn die Coastal Route mal uebern Strand fuehrte, von den Menschenmengen auf der Strecke will ich gar ned erst anfangen…

Helen’s Bay – Bangor

Das restliche Stueck von Helen’s Bay bis nach Bangor war dann wieder etwas “freundlicher”, nur die dunkle Wolke hatte kein Mitleid und kam unaufhaltsam naeher. Gottlob war kurz vor Bangor wieder freie Bahn und breiter Weg, da konnte ich der Wolke die paar rettenden Meter abnehmen, die es mir erlaubten in Bangor noch trockenen Unterschlupf zu finden bevor sich der Himmel auf tat. Dann knappe 10 Minuten Platzregen, die unter einem Dach mit zwei Scones und nem heissen Kaffee milde laechelnd absolviert wurden. Immerhin gab es in den naechsten Minuten eine Flut von Regenboegen.  Mit Kaffee und Gebaeck in der Hand gemuetlich den “Schauer” abgewartet und die Regenboegen bestaunt, bevor ich dann bei langsam abklingenden Regen in Richtung Marina schlich. Die Sonne kam auch wieder raus, die Wolken hatten wohl genug von dem Ort gesehen und loesten sich in Wohlgefallen auf. Die ersten “Strandtouristen” verliessen die Cafes, eine Voelkerwanderung in Richtung Marina setzte ein.

Was soll ich zur Marina gross erzaehlen? Jede Menge Boote in “Marina-typischer” Stueckelung. Gross, klein, Motor, Segel, alles im Program. Auch ein kompletter Regenbogen war, wie sollte es auch anders sein, mit im Programm. Zwei schicke Piers, die man begehen kann und die einem einen grossartigen Ausblick auf die See ermoeglichen. Diverse Fressbuden mit landestypischer Nahrung und ein kleiner Park direkt neben der Marina in dem man mit nem Tretboot durch einen Pool radeln kann, oder mit nem Miniaturzug durch den Park kutschiert wird. Ein paar mehr Fotos hat es weiter unten, der Besuch der Marina war das Geroedel ueber die Coastal Route jedenfalls wert, und auch Bangor an und fuer sich hat einen gewissen Charme…und liegt bei der Wahl des zukuenftigen Wohnsitzes bis jetzt an der Spitze. 

Fazit und Bilder

Erm…genau. Bangor…Leben/Wohnen direkt am Wasser, freier Blick auf die See und Seeluft schon morgens beim Lueften hehe. Wir haben da schon bevor ich nach Belfast gegangen bin drueber gesprochen, und nach der ersten ausgiebigen Besichtigung Bangors hat sich der Eindruck, den wir von Bildern bekommen haben, bestaetigt. Muss mal sehen ob ich ned unbehelligt eine der Drohnen starten kann, um ein paar Bilder vom Meer aus in Richtung Bangor aufnehmen kann. Apropos Bilder…..

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