Autschn

HabschnedNach dem 100er von gestern gab es heute nur zwei kurze Touren um die Beine frei zu fahren. Also theoretisch zumindest. Die erste Runde heute morgen mit knappen 10 Kilometern war die übliche “Lass zum Bäcker fahren und Teigwaren kaufen” Runde, die halt von 2 Kilometer auf 10 Kilometer ausgeweitet wurde, um ein Brötchen gleich wieder aus dem Leib zu fahren. Und sowieso, für 2 Kilometer aufs Rad schwingen…was soll das? Da trittst du so gefühlte 20 mal in die Pedale und musst schon wieder am Bremshebel ziehen um an der Rundstückschmiede nicht vorbei zu sausen…

Das Frühstück

Coffee MugDas Frühstück war, wie jedes Wochenende, der nährwerttechnische Tod. Brötchen, Nutella, Wurst, Käse, Marmelade und reichlich Kaffee standen für die anwesenden Zweibeiner auf dem Tisch und der Vierbeiner verzupfte sich mit seinem dick mit Leberwurst eingeriebenen Roggenbrötchen auf sein Decke und fiel über das Brötchen her als ob es kein morgen mehr gäbe. Und muss ich erwähnen wie geil so ein frisch gemahlener, durch den Kaffeevollautomaten gejagter, leckerer Pott Kaffee die Kehle runterläuft und die Motivation und der generelle Lebenswille sich danach wieder einstellen?

Nach dem Frühstück

Church TuxTja, nach dem Frühstück bekamen die Kassette und die Kette am Alltags-Copperhead ihre sprichwörtlich [highlights type=”existing” highlight=”yellow”]letzte Ölung[/highlights]. Beide verlassen mich ja gegen Ende der nächsten Woche und werden ersetzt. Das alte Laufrad samt Kassette und Nabe werde ich aber mitnehmen um das Schrauben mal zu üben (Danke an sakura/Alex vom TausendKilometer Blog für die Inspiration dazu hehe). Nach den Tips zum Wechseln der Kette und Abziehen der Kassette werde ich das alte Laufrad als Übungsgerät verwenden um mir mal so die mechanischen Grundfähigkeiten anzueignen. So “günstig” komm ich nicht wieder an ein Laufrad…

Aber ich schweife ab. Die letzte Ölung…genau. Zumindest die Woche müssen mich die Teile ja noch zur Arbeit und zurück bringen, also gab es nochmal ordentlich Kettenreiniger für Kassette und Kette, und nun sehen sie wieder fast neu aus…auch wenn sie voll im Arsch sind…fast neu hehehe. Für die 120 Kilometer Arbeitsweg wird es hoffentlich noch reichen.

Beine frei – Autschn

Die “Beine frei” Runde war keine geplante Strecke, das einzige fixe Ziel das ich im Visier hatte war die Apotheke Am Zehnthof, wo ich mal eben 2 Tuben Bepanthen Wund- und Heilsalbe rausreissen musste. Dämliche Idee, aber Taxi liess mir keine Wahl. Heute morgen festgestellt das der Kleine sich die Lefzen aufgekratzt hat, und mir war die Salbe ausgegangen. Also kurz die Apotheken-App angeworfen, Postleitzahl eingehackt und schwupps…Apotheke am Zehnthof angesteuert. Nichtsahnend und gut gelaunt bin ich dann über Nebenstrecken in Richtung Apotheke geradelt und wollte, wie gesagt, nur zwei Tuben Salbe haben. Dabei habe ich folgendes gelernt:

  • Notdienstgebühren sind die Hölle
  • Notdienstgebühren sind die Hölle, ohne Scheiß…
  • Nie wieder Notdienstapotheken besuchen..

Ernsthaft, preislich dachte ich nicht an einen Infarkt beim Bestellen der beiden Tuben. Die Apothekerin wackelte ab, kam ein paar Sekunden später wieder und sagte “11,48 bitte”. Da fiel mir das Rad aus der Hand. Die Tube kostet “werktags so um die €2,50 oder so und nun für 2 Tuben €11,48? Aber was willste machen, ich brauchte die Salbe für Taxi also knurrend €12 hingelegt mit dem Vermerk das Sie sich den Rest als Trinkgeld einverleiben kann. Wollte Sie aber nicht, also hab ich die kleinen Münzen wieder eingesteckt und bin davon geradelt.

Was aber noch beeindruckender war als der Preis für die Salben war die schiere Anzal der Menschen, die vor der Apotheke eine Schlange bildeten. Ich bog mit dem Rad um die Ecke und schaute auf die Schlange an deren Ende ich mich einreihen musste. Kurioserweise war ich der Einzige mit Rad unterm Arm, aber was soll’s hehe. Zu faul das ein paar Meter weiter anzuketten, und außerdem wären in der Zeit wo ich das Rad ankette wahrscheinlich noch 20 Leute aufgetaucht mit Notfällen jeglicher Art. Um euch einen Eindruck zu geben, wie es vor der Apotheke aussah…kennt ihr “Siggi’s Hütte” am Ettelsberg? Wenn ja, dann wisst ihr ja was da in der Hauptsaison los ist und wenn nein, dann ist hier ein Bild als kleine Hilfe

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So in etwa sieht ein Besuch des Apothekennotdienstes an einem Sonntag Mittag aus. Aber genug der Apothekengeschichten. Widmen wir uns dem Rest der Tour, der fürchterlich unaufregend war. Kilometer um Kilometer zog vorbei, ich strampelte durch die Dortmunder City, bedauerte all die armen Fußballfans am Dortmunder Hauptbahnhof die heute nur ein Unentschieden sehen werden und radelte durch den Fredenbaumpark.

Einzig der Rückweg hatte eine mulmige Passage. Mit dem Rad ging es durch die Mallinckrodtstraße, quasi das Multi-Kulti Zentrum im Dortmunder Norden. Ich weiss nicht, aber irgendwie mag ich diese Ecke überhaupt nicht und radelte da mit offenen Augen und Ohren durch. Die Mallinckrodtstraße war schnell erledigt, und ich vermute es lag an der gut sichtbaren Bushmaster die ich am Lenker klemmen hatte, das ich dort unbehelligt langsam durchradeln konnte.

Weitere Stationen auf dem Rückweg waren der Borsigplatz und die Hannöversche Straße, wobei mich auf der letzteren ein fieser Gegenwind arg übel ausgebremst hat. Um dem Wind zu entgehen wurde dann in Höhe Wambel auf Nebenstraßen und schlußendlich dem Hellweg gewechselt, wo sich der Wind schon wieder in Grenzen hielt. Kurz drauf stand ich nach 35 Kilometern wieder vor der Haustür und hatte die kleine Entspannungstour erledigt. Beine fühlen sich soweit gut an, nur der linke Oberschenkel macht mir noch Sorgen. So ein kleines, penetrantes Ziehen im Bein wenn ich gegen den Sandsack kicke und das Bein dabei durchstrecke. Nachher mal eincremen und tapen, mal schauen was das gibt hehe.

In diesem Sinne….
Immer eine Handbreit Scherben unterm….ah nee…falsche Sportart hehe

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