Antalya 2014

Antalya – Anreise

Und wieder zurück aus dem Kurzurlaub in Antalya und der Hochzeit des Kollegen, der nun ein glücklicher Ehemann ist und sich bereits seit gestern von Antalya aus auf dem Weg in den Honeymoon befindet. Der Trip in die Türkei war kurz, aber wesentlich schöner als erwartet (von einigen unschönen Geschichten mal abgesehen, davon später mehr). Montag abend ging es ja los mit dem Zug nach Hamburg, von wo aus morgens um 6 Uhr der Flug nach Amsterdam startete. Die Bahnfahrt war wie üblich…chaotisch. Der EC 6 der um 20.25 von Dortmund abfahren sollte hatte schlappe 20 Minuten Verspätung und man lernte auf dem Bahnsteig interessante Leute kennen. Als erstes lief uns ein Schornsteinfeger über den Weg, der vom (und nun lege man die Ohren an)  Internationalen Schornsteinfeger in Santa Maria Maggiore kam. Ich wollt es nicht glauben, aber man lernt nie aus. Da treffen sich einmal im Jahr die Schornsteinfeger aus aller Welt und feiern richtig ab und tauschen sich aus. Werd ich nächstes Jahr mal mit einplanen, eingeladen sind wir ja hehe. Und außerdem sind wir nun auch stolze Besitzer eines Schornsteinfeger-Schlumpfes (vielen Dank nochmal hehe). Die Bahnreise war mit den Gesprächen recht kurzweilig, in Bremen trennten sich dann unsere Wege.

Hamburg wurde rund 30 Minuten zu spät erreicht und es gab natürlich keinen Anschluß mehr in Richtung Hamburg Airport. Diesmal muss ich die Bahn aber loben, die haben kurzerhand ein Taxi organisiert und gezahlt, welches uns dann zum Airport chauffierte. Am Airport angekommen haben wir uns dann erstmal in Richtung Terminal gemacht, und um 4 Uhr ging dann auch der Check-In los. Check-In war problemlos, und meine Reisetasche die bei sonstigen Flügen immer als normale Fracht durch ging musste diesmal aber als Sperrgepäck an Bord (wtf?). Der Flieger hob dann auch überpünktlich ab, und der Flug war sowas von reibungslos und kurz das wir noch nicht mal ein Nickerchen machen konnten. In Amsterdam angekommen hatten wir dann reichlich Zeit den Airport und die nähere Umgebung auszuloten. Gepäck war bereits bis Antalya eingechecked, also auch keine störenden Taschen dabei. Gegen 14 Uhr ging es dann in Amsterdam zum Check-In und zur Security…das übliche Gehampel halt mit Taschen leer, Piep, Ausweiskontrolle etc.

15.30 ging es dann an Bord der Boeing 767-800 von Pegasus, der übliche Ferienbomber halt. Zu unserem Glück war die Maschine nicht komplett ausgebucht und wir hatten tatsächlich die Sitzreihe für uns hehe. Hinter uns auch niemand, also Rückenlehne nach dem Start nach hinten und Nickerchen. Der Flug selbst war top, gelandet in Antalya sind wir dann 10 Minuten ahead of time (gegen 21.05). In Antalaya dann unsere Taschen vom Band gepickt und ab durch die Tür erstmal den Nikotinspiegel der Lungen saniert. Taxi rangewunken und dann ging der erste Teil des Abenteuertrips auch schon los. Unser Taxifahrer hieß Kader, Mitte 20 und Student. Fährt Taxi nur nebenbei sagt er, wie man das so kennt halt. Kader war nen recht gesprächiges Kerlchen, sprach gutes Englisch und hatte exzellente türkische Musik auf seinem USB Stick.

Kader also losgebrettert vom Airport, die Mucke aufgedreht und wir sind wie ne Disco die 18km zwischen Airport und Hotel die Straßen lang gekachelt. Und mit gekachelt meine ich 120 anstatt 50km/h, wilde Spurwechsel unter konsequenter Ignorierung des Blinkers, 3er anstatt 2er Reihen an Ampeln….meine Fresse. Ich hab immer gedacht die Italiener fahren wie suizid-geile Maulwürfe, aber türkische Taxifahrer…alter Schwede, wer dünne Nerven hat der fährt lieber Bus hehe. Wir sind dann mit 120 Puls so gegen 21.45 am Hotel angekommen, Kader ordentlich Trinkgeld gegeben und dann schwupps in das Dogan Hotel mit unseren Koffern. Der Check-In im Hotel war problemlos, Onur an der Reception hat uns problemlos mit unserer Keycard und den Daten für das WLAN versorgt, sogar unsere Taschen/Trolleys wurden ins Zimmer getragen. Ich hatte ja aufgrund des Preises damals beim Buchen so meine Bedenken, und hatte innerlich befürchtet das die Zimmer klein, schlecht ausgestattet und das Hotel als solches eher 1 Stern wäre. Und ich lag gründlich daneben.

Das Dogan Hotel in der Altstadt Antalyas

Dogan Hotel
Click for larger image

Gerade eben geschrieben, ich hatte meine Bedenken beim Hotel aber alles grundlos. Bei der Ankunft im Hotel bin ich erstmal durch die Location ins Staunen gekommen. Das Dogan Hotel liegt in der “Old Town” Antalyas, geprägt durch viele alte Bauwerke, Teile der Stadtmauern, die Nähe zu Hadrians Gate und der alten Marina. Vom Hotel bis zum alten Hafen sind es gerade mal 2 Minuten Fußweg, zum Privatstrand des Mermeli ist es ne schlappe Minute. Das Hotel ist ein alter Wohnkomplex, umgebaut mit einer sehr schicken Terasse auf der gefrühstückt und diniert wird, Kaffe/Kuchen/Bar hat es dort auch. Durch 2 Stufen getrennt ist die Pool Area und alles ist sehr gepflegt und relativ neu. Im Inneren ist viel dunkles Holz, in den Zimmern selbst genauso. Trotzdem wirkt es innen nicht “dunkel” und erdrückend. Zimmer das wir hatten ist oben links auf dem Bild. Die Schmiererei auf der Fassade ist nicht ganz so schön, aber hey…was solls.

Besonders schick ist die Atmospähre abends auf der Terasse. Schönes gedämpftes Licht, lauwarme Temperaturen (zum Zeitpunkt der Reise sprechen wir da von 22-25 Grad abends um 23 Uhr hehe). Alles in allem waren wir vom Hotel sehr angenehm überrascht, das Gesamtbild war einfach nur stimmig und wenn wir nochmal nach Antalya fliegen dann wird es wieder das Dogan Hotel werden. Das Personal war sehr freundlich, mehrsprachig (überwiegend) englisch und deutsch und alle Fragen oder Problem wurden zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Seien es Postkarten die für uns verschickt wurden, Anfragen nach zusätzlichen Handtüchern oder Probleme mit dem WLAN. Alles gut. Und besonderer Dank geht an Hakan, den “Hamburger Türken”. Ohne Scheiß hehe, waren am Mittwoch abend auf der Terasse, hatten Abendessen und wurden von Hakan bedient. Wir kamen ins Gespräch, gerade erst angekommen und blah und er hatte ebenfalls seinen ersten Tag. Hat sich entschlossen aus Hamburg wieder in seine Heimat zu gehen. Sehr netter Mensch, und mit eine der besten Bedienungen im gesamten Hotel.

 

Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image

 

 

 

 

 

 

 

 

Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image
Dogan Hotel
Click for larger image

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Hotel ist mehr nicht zu sagen, außer vielleicht nochmals das wir das Hotel selbst nur wärmstens empfehlen können. Für die Preise die man über Portale wie trivago.de oder ähnliche bekommen kann ist das Dogan Hotel eine Top-Empfehlung. Die Lage ist zentral, abends hat man es nur wenige Schritte bis zum Cafe oder zu einer der Bars in der Umgebung. Das Essen ist fantastisch, eine Mischung aus lokaler und kontinentaler Küche und der Service ist hervorragend.

Die Hochzeit

Am Donnerstag war es dann soweit. Der Vormittag wurde noch beim Bummeln durch den Bazar in der Old Town verbracht, hier und da noch ein wenig Kitsch und unnützen Tand gekauft und uns dann gegen Mittag bei knapp 31 Grad noch ein wenig Ruhe gegönnt bevor es dann gegen 16:30 los ging in Richtung des Miracle Hotels an der Küste. Tim und Azi feierten dort ihre Hochzeit, und wir waren gespannt auf die Location selbst. Taxi wurde uns im Hotel von der Reception gerufen, wir ballerten dann so ca. 30 Minuten mit dem Taxi durch die Old Lara Road (wobei uns der Fahrer noch ein wenig Infos bzgl. der Stadt, der History, den Bauten an denen wir vorbei fuhren und Gott und die Welt gab) und kamen dann gegen 5-ish am Hotel an.

Erste Überraschung war das Security-Gate am Eingang. Tim hatte uns zwar geschrieben, das wir auf jeden Fall unsere Passports dabei haben müssen, aber das die am Eingang gleich einkassiert wurden….dafuq? Anyway, nach dem Security-Gate ging es an die Reception, wo uns auf Nachfrage einer der Hotelangestellten an die Wedding Location brachte. Gute 10 Minuten zu Fuß, im Anzug, mit Krawatte bei 33 Grad. Da hat man den Kaffee auf wenn man ankommt hehe. Gottseidank lag die Location in einem schattigen Bereich, die Temperatur unter der Krawatte sank wieder auf einen nicht-kritischen Wert und gut war. Es gab dann noch eine kleine Verzögerung, und viel Fotos haben wir auch nicht gemacht da wir während der Hochzeit da nicht wie die Wahnsinnigen mit dem Cellphone rumlümmeln wollten. Dafür kriegen wir ja eine Kopie der Hochzeitsfotos und des Films vom Fotografen.

Wedding Ceremony
Click for larger image
Wedding Ceremony
Click for larger image
Wedding Ceremony
Click for larger image
Wedding Ceremony
Click for larger image
Wedding Ceremony
Click for larger image
Wedding Ceremony
Click for larger image

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ceremony ging von ca. 18.30 bis 20.00, nach der Trauung durften wir dann reihum nach vorne und dem Brautpaar unsere Geschenke überreichen und danach gab es dann noch kurzen Smalltalk mit Tims Family, bevor wir loszogen in Richtung Bar. Während wir uns an der Bar ein paar Drinks gönnten wurde im anderen Flügel des Gebäudes der Saal für das Hochzeits-Diner vorbereitet und gegen 20.30 ging es dann rüber ans Essen. Ich sag mal die Finnegans haben sich nicht lumpen lassen, und ich zitiere Tim als wir draußen auf dem Balkon saßen: “Everything’s paid for, no worries. If your pint’s stale get a fresh one”. Also ran an die Tassen und diverse Cocktails und Whiskeys gelutscht hehe. Der Abend nahm seinen voraussehbaren Lauf und es wurde geredet, gezappelt, nochmal geredet, gelacht und gesungen und gegessen und getrunken. Alles in allem ein vorherragender Abend und eine fantastische Hochzeit. War eine multi-linguale Hochzeit, während der Ceremony wurde laufend von english in farsi und türkisch und kreuz und quer übersetzt und zurück damit alles auch legally binding ist. Auch die Reden während der Hochzeitsfeier später, wo ein native english speaker versucht per phonetics fars zu reden waren eine Sensation hehe. Wir wünschen den beiden auf jeden Fall alles Gute und werden uns der Einladung von Tim’s Dad beugen und die Familie in Donegal besuchen sobald wie möglich.

Die restlichen Tage

Antalya September 2014-223Nachdem wir die Hochzeit am Donnerstag hinter uns gebracht hatten, blieb nur noch der Freitag für Erkundungen übrig. Kurzentschlossen ging es dann mit einer Tram aus grauer Vorzeit vom Hadrian’s Gate aus in Richtung Museum und Antalyas längstem Strand (leider Kiesel). Die Temperaturen war wieder mal schick, kurz nach 10 Uhr schon an der 30 Grad Marke gekratzt, und dementsprechend warm war uns auch. Die Straßenbahnfahrten sind ein Schnäppchen, quer durch die Stadt geht es für 1.25 Türkische Lira (umgerechnet 50 Cent ca.). Die Bahn rumpelt und klingelt unentwegt, aber erfüllt ihren Zweck. Am Museum angekommen hatten wir dann auch gleich Blick auf den Strand, der von oben recht beeindruckend aussah. Leider handelt es sich um einen Pebbly Beach, also Strand aus Kieselsteinen, aber auf ner Luftmatratze lässt es sich aushalten. Auf dem Weg zum Strand haben wir uns dann auch gleich einen Begleiter angelacht, der während unseres Aufenthaltes nicht von unserer Seite gewichen ist.

Mein neuer Freund
Click for larger image

Auf halbem Weg trafen wir einen schwarzen Mischling, der uns freundlich begrüßt hat und nach Austausch von Streicheleinheiten bei uns geblieben ist. Der Knabe war registriert (Marke im Ohr) und auch sonst in sehr gutem Zustand. Er trottete dann immer schön gemächlich neben uns her, ganz lieb und ging sogar mit ins Wasser für eine Abkühlung hehe. Wäre das nicht so hampelig hätte ich ihn glatt mitgenommen. Jedenfalls hatte der Hund eine gute Zeit, hat Wasser von uns bekommen und uns eine Menge Spaß gemacht. Handzahm, saulieb…einfach nur knuffig. Gab noch ein paar “Streuner” die dort rumtollten, aber dieser eine kam direkt auf uns zu. Muss mich wohl als Hundemensch identifiziert haben hehe. Jedenfalls gingen wir dann nach dem Strandbesuch wieder getrennte Wege, und der Schwarze verließ uns in Höhe der Straßenbahnhaltestelle.

 

Den Freitag haben wir dann weitestgehen am Strand verbracht und ein letztes Mal die Sonne und Temperaturen genossen, zwischenzweitlich eine Abkühlung im Meer…traumhaft. Die vier Tage in der Türkei waren ein Knaller, und es war definitiv nicht der letzte Trip in dieses Land. Um Antalya mit allen seinen Sehenswürdigkeiten, Nachtleben, Bazaren abzudecken kann man mal locker 5 Tage einrechnen, und ein Mietwagen, Roller oder Motorrad ist definitv von Vorteil (Todesangst sollte man allerdings nicht haben bei dem Verkehr hehe). Die unschönen Geschichten wie Händler die versuchen einem ein X für ein U zu verkaufen, oder Händler die einen sogar in den Laden zerren schenke ich mir mal, die nimmt man einfach so hin. Man muss ja nicht, wenn man nicht will. Ein freundliches “No, thank you.” hilft meist, und wenn nicht dann einfach ignorieren und weitergehen. Zum Schluß noch ein paar Bilder aus der Region, die Küstenlinie ist sehr interessant und bietet viele Höhlen und Wasserfälle.

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


I confirm

*