An den Lappen fertig los…

HabschnedMittlerweile geht mir dieses dauerfeuchte Wetter gehörig auf den Sack und ich fordere eine Trockenperiode. Immerhin könnte man dann mal ein paar Tage radeln ohne dass man weiss das abends wieder eine Gymnastiksession mit Schlauch, Bürste und Lappen am Rad auf einen wartet. 

Unter der Woche gibt’s auf dem Weg zur Arbeit zwei recht kurze Abschnitte, einmal so ca. 200m und der andere ungefähr die doppelte Länge. Wenn es vorher geregnet hat, oder der Regen gerade fröhlich vor sich hin strömt dann ist’s völlig egal ob man da im Schleichgang durchrobbt oder das Pedal ordentlich rotieren lässt. Schaut man sich das Rad nach der Durchfahrt an…möchte man eigentlich weinen und Petrus mit einer kleinen Schlinge um den Hals versehen, auf einen Hocker stellen und dann nen Biber an die Beine vom Hocker schicken der den Rest erledigt.

Mal abgesehen davon dass ich die beiden Strecken umfahren könnte…sammelt sich auch auf den sonstigen Strecken dermaßen viel Dreck an der einem das Rad zukleistert bis man es als solches kaum noch erkennt. Ich hab mal ein paar Bilder von lediglich einer kleinen Runde (14km, einmal nach Unna zum E-Zigaretten Shop und retour) unten dran gehangen…und da war auf der Strecke jetzt nicht wirklich eine Matschpiste dabei. Trotzdem sieht das Bike wieder aus als ob du damit gerade aus nem Fango-Bad gekrochen bist.

Solange die Moorpackung noch feucht ist hast du mit nem Schlauch noch gute Chancen. Kommst du aber morgens mit dem Schlammrad zur Arbeit und die Pampe hat den ganzen Tag Zeit zu trocknen kannst du abends zumindest die großen Brocken mit Hammer und Meissel vom Rad kloppen bevor du den Rest ordentlich einweichst und dann mühevoll schrubbst. Geht das an den Rahmenrohren, Kettenstreben, Kurbelarmen und der Gabel noch recht mühelos fängt spätestens bei der Kassette und den Kettenblättern die Hampelei an und die Nummer wendet sich von “Mal eben mit dem Schlauch abspritzen” zu “Leck mich fett! Was ist das für eine Scheisse den Dreck da aus den Ritzeln zu popeln!!!“. 

Du möchtest den Dreck ja nicht zwingend im Antrieb vor sich hin gammeln lassen, zumindest nicht wenn du möglichen Verschleiss durch Abrieb dank der ganzen feinen Schleifpartikel im Dreck im Hinterkopf hast. Was machste? Kleine Bürste und in mühevoller Kleinstarbeit (manche Stellen sind echt was für Leute mit dreifach gebrochenen Armen, sonst kommste da nicht ran) die aufgesammelte Schleifpaste akribisch und so gut wie möglich entfernen. Dann Kette ölen, wobei dir auffällt wie Scheisse die schon wieder aussieht weil die letzte Ölung mal wieder so viel Schmodder angezogen hat dass ein dunkles schwarz im Vergleich zur Kette scheissendhell scheint. Also auch den Kettengliedern nochmal ein wenig Zuwendung zukommen lassen….stundenlanger Spaß…für Leute mit nem Putzfetisch.

Bilanz von 14.4km auf 99% Asphalt und 1% Schotterweg…DAFUQ?

 

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