Abgesattelt – SQLab 610 hat’s hinter sich…

HabschnedAutschn, der geliebte SQLab 610 hat sein Leben ausgehaucht wie es ausschaut. Gestern beim gemütlichen Bummeln aufm Rad zur Arbeit vernahmen die Ohrmuscheln ein merkwürdiges Geräusch. Quietschte auf einmal wie ne alte Schranktür beim Treten, mal mehr und mal weniger. Dachte erst ich hätte vergessen meine Knie zu ölen, aber war dann doch der Sattel, der unbemerkt das Handtuch geworfen hatte. Zum Testen mal ein paar hundert Meter im Stehen gefahren mit Arsch ausm Sattel und siehe da…lediglich das Schnurren des Antriebs und das martialische Geklapper des Schlosses in seiner Hülle störten die Idylle an der Hauptverkehrsstraße.

Schadensbild

Den Sattel heute mal vom Rad gemeisselt und von der Sattelstütze befreit um diese einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Erste Hoffnung war ja, dass sich durch das Dreckswetter der letzten Wochen einfach nur Dreck in die Klemmung gehangelt hat und für das unschöne Quietschen sorgt. Zumindest hatte ich damit Recht, dass die Sattelstütze für eine Reinigung sehr dankbar war. Ein näherer Blick auf den Sattel zeigte dann aber, dass das Geräusch mit Sicherheit nicht von Schmutz in der Klemmung kam. An der Nase des Sattels sieht es folgendermaßen aus:

 

 

 

Da ist die Ursache des nervtötenden Geräuschs, markiert im roten Rechteck. Ausser quietschenden Bremsen gibt’s glaub ich nichts schlimmeres was ich mir so als Nebengeräusch beim Radfahren vorstellen kann. Der Riss im Plastik sorgt dafür, dass sich der vordere Teil (Sattelnase) halt weniger stabil zeigt und durch die Krafteinwirkungen beim Treten….quieeeetsch, knaaaartsch, quieeetsch…das nix gut! Zu reparieren ist da nichts, wird wohl auf nen neuen Sattel rauslaufen. Also wird die Tage mal nach einem dezenten, harten Sattel geschaut der nicht zu viel kostet (so um die 100-150€ veranschlage ich mal für was gescheites). 

Schade um den SQLab eigentlich, fühlte sich auch auf längeren Strecken recht bequem an und verursachte keinen wunden Hintern durch übermäßige Rutscherei mit dem Gesäß. Nicht so hart wie ein Brett, aber doch schon härter als ein gemütlicher Tourensattel. Und was noch viel schlimmer ist…jetzt müssen sich die Arschbacken an nen neuen Sattel gewöhnen und andersrum ebenso. Schätze die ersten langen Touren werden alles andere als schonend fürs Gesäß, Polster in der Radhose hin und her….besorg mir besser schon mal nen Pott Creme fürs Gesäß damit die nächsten paar hundert Kilometer nicht ein Ergebnis bringen, das einem Pavianarsch in nichts nachsteht.

 

4 Comments

  1. Wie alt war der? Meiner war nach knapp 2 jahren fratze und das gestänge krumm. Wurde anstandslos, sogar gegen das aktualisierte modell getauscht. Kontakt war direkt telefonisch mit sqlab. Beim händler wollen sie lieber neu verkloppen…

  2. Also ich würde mal sagen, die sollten das schon gegen Neuware anstandslos tauschen. Mein Sattel auf dem CAADX hat jetzt gut über 21tkm runter und da ist nix zu sehen oder zu hören. der baugleiche Sattel findet sich auch auf dem alten Volotec, wo er gute über 25 tkm gelaufen hat.

    Ich würde mir ohnehin nur den gleichen Sattel wider besorgen.

    • Davon geh ich mal aus, dass der getauscht wird. Die Frage nach einem anderen, härteren Sattel stellt sich aber trotzdem. Hab jetzt in verschiedensten Foren von Leuten gelesen die für lange Strecken eher das Modell “hart wie Brett” oder “flexibel wie ne Marmorplatte” empfehlen als einen, wenn auch nur minimalistisch, gepolsterten Sattel.

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