A rather emotional week

HabschnedPuuuuh, die letzte Woche hatte es in sich und ich bin heilfroh das ich es ins Wochenende geschafft habe. Das Chaos ging gleich Montag morgen los, ich war eine gute Stunde auf der Arbeit als das Telefon klingelte und die Hiobsbotschaft kam. Erm, kurz zum Background: Allerheiligen (1. November), ich war gerade mit einigen Leuten aus dem Radforum auf der “Halden für Helden” Tour unterwegs, kam per Telefon die Nachricht, das eine gute Freundin verstorben ist. Wir kannten uns rund 26 Jahre und die Meldung traf wie Thors Hammer. Völlig bedröppelt bin ich dann erstmal mit durchdrehenden Rädern zum Rest ihrer Familie um zusammen zu trauern.

Die Beerdigung war für Dienstag, den 15. November angesetzt und dementsprechend war viel vorzubereiten. Dazu muss gesagt werden, dass ihr Mann gesundheitlich auch nimmer so gut zusammen war und die meiste Arbeit ist halt an den Kindern hängengeblieben. Da ich noch krankgeschrieben war, habe ich nach Möglichkeit versucht tagsüber zu helfen mit Umräumen, Aufräumen, Sortieren, Trauerkarten schreiben und den ganzen Geschichten die so anfallen. Montag wie gesagt ging dann das Telefon und der Sohn rief mich an und bat mich nach Möglichkeit sofort vorbeizukommen, da sein alter Herr die Treppe runtergefallen war und mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Er und seine Schwester standen nun völlig allein da und brauchten Hilfe bei den Vorbereitungen für Dienstag.

Also auf der Arbeit abgemeldet (mit mauem Gefühl im Magen, da ich gerade erst wieder aus der AU kam aber man muss im Leben Prioritäten setzen und in diesem Fall ging die “zweite” Familie definitiv vor) und im Stechschritt samt Rad nach Asseln gerast. Auf dem Weg wurden einige Passanten vom Fahrtwind niedergestreckt, Autofahrer wunderten sich wo denn der Kondensstreifen in Fensterhöhe herkam und die Herren mit den lustigen blauen Uniformen rätselten wieso aus der Laserpistole kleine Rauchwolken kräuselten.

Kurz nach Hause, Bescheid gestoßen was los ist und dann ging der Zauber ein paar Türen weiter los. Putzen, waschen, spülen, entstauben, wischen, bohnern, umbauen, schleppen und all die Sachen die noch zu erledigen waren. Die ganze Nummer ging bis Dienstag morgen um 2 Uhr, völlig entkräftet im Sessel im Sitzen eingepennt. Der größte Teil war aber geschafft, und Dienstag früh wurden die Reste erledigt (Essen, Trinken, letzte Vorbereitungen für die Trauerfeier). Um 13:00 Uhr ging die Trauerfeier los, und eine gute Stunde später hatte ich die Beisetzung der Urne hinter mir und die Geschichte nahm ihren Lauf….Zusammensitzen, Brötchen essen, Kaffee, Cola und Randalierbrause trinken..was man traditionell hier in diesem Lande so macht. Anyway, so gegen 18:00 Uhr verabschiedeten sich die letzten Gäste und die Aufräumarbeiten konnten beginnen.  Zwischendrin kam dann der erlösende Anruf aus dem Krankenhaus. Beim Ultraschall wurde eine Menge Flüssigkeit um die Leber gefunden, Not-OP gemacht die gut verlaufen ist und die Flüssigkeit war Blut, das aus einer gerissenen Arterie (beim Sturz -> raaatsch). Mordsmäßig Schwein gehabt der Gute. Nicht auszudenken was los gewesen wäre, wenn die Not-OP nichts gebracht hätte.

Nach dem Trubel Montag und Dienstag war ich für die Woche eigentlich bedient. Das bis dahin einigermaßen geschonte Bein wurde an den beiden Tagen natürlich übelst strapaziert aber die Schmerzen hielten sich, angesichts des Hintergrundes, in Grenzen bzw. wurden hingenommen und ignoriert. Die restlichen Tage legte sich der Trubel ein wenig, ich bin aber immer noch in der Geschichte unterwegs und versuche den beiden unter die Arme zu greifen solange der alte Herr noch im Krankenhaus liegt. Viel Arbeit, viel Papierkram, viel Telefonieren…aber man tut es ja gern.

Nun, mit schicker Musik im Hintergrund geht es an die Planung diverser Aktivitäte für die nächsten Tage und Wochen.

So, das waren die ultimativen Highlights der Woche, ansonsten gibt es recht wenig zu berichten. Das Bein befindet sich nachwievor auf dem Weg der Besserung, die Schmerzen sind mal mehr und mal weniger, aber ich merke das ich langsam “runder” und länger laufen kann als das noch vor ein paar Tagen der Fall war. Geht also bergauf und ich hoffe ich habe das noch vor Ende des Jahres auskuriert. Die Kernspin steht für Dezember im Programm..mal sehen was da noch kommt. Radfahrtechnisch gab es diese Woche nur die arbeitsbedingten Kurzstrecken von rund 10 Kilometern pro Fahrt, abends war ich durch obige Angelegenheit ein wenig gebunden und konnte keine Extrarunden drehen.

Das wird sich jetzt Samstung und Sonntag aber ändern. Da ich reichlich Punkte für den Winterpokal habe sausen lassen muss ich die beiden Tage wohl etwas länger ins Pedal steppen. Grober Plan ist Samstag und Sonntag je eine Mittelstrecke von ungefähr 100 Kilometern zu fahren, damit wieder ein paar Punkte in den Topf kommen.  Zusätzlich im Programm ist die dämliche Idee dieses Jahr noch die 200km Marke am Stück zu knacken. Zweimal hab ich jetzt rund 156km am Stück hinter mir (beide Fahrten auf dem Channel Challenge Kurs) und war nach den Kilometern noch so gut beisammen, das die fehlenden rund 40 Kilometer mich nicht weiter aufgehalten hätten. Diese Aktion wird spontan durchgezogen, und zwar noch dieses Jahr komme was wolle (gut, ein Beinbruch könnte mich aufhalten…vielleicht…möglicherweise hehe).

Das wäre dann die Woche im Schnelldurchlauf und ich freu mich auf die Fahrten am Samstag und Sonntag, die wohl als Wind- und Regenfestspiele in die Geschichte eingehen werden :D

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


I confirm

*