26 Tage – Zeichen und Wunder

Sätze die man nicht erwartet hätte

Habschned

Wieder ein Tag weniger den ich auf mein Rad warten muss. Erschreckenderweise haben die Recherchen nach Routen und Transporten Folgen gehabt. Hätte nie für möglich gehalten, dass ich das noch erleben würde aber man lernt ja nie aus hehe.So nach und nach liess die bessere Hälfte mal durchblicken, dass man doch eins von den Mieträdern nehmen könnte um zumindest damit zur Arbeit zu radeln. Meine Einwände bzgl. der Qualität und der Zustände fanden irgendwie wenig Gehör, es fiel immer wieder der Vorschlag sich doch mal zwei von den Rädern zu mieten und zu testen. 

Bin dann am Wochenende eingeknickt und habe zwei der “edlen” Gefährte zu einem Ritt in das Stadzentrum ausgeliehen. Fix einen Account auf Nextbike angelegt, zwei “edle” Drahtesel an der Queens University aus ihrer Gefangenschaft befreit und….leck mich am Arsch…was ein Drama. Erstmal Sattel justieren, geht dank der verbauten Schnellspanner recht angenehm und frei von jeglicher Hampelei. Natürlich war, trotz Verstellung der Sattelhöhe, keine wirklich entspannte Haltung wie ich sie von meinen Rädern kenne möglich. Aber gut, sollte ja nur nen kurzer Ritt ins Zentrum und wieder zurück werden. Also auf den Sattel, Fuß aufs Pedal und….knaaaaaaaaarz. Den Geräuschen von der Kurbel nach zu urteilen, kramte das Tretlager bereits seit einiger Zeit in der Schublade um nach dem Löffel zum Abgeben zu suchen. Kurz geflucht, geschaut wie Frauchen mit ihrem Rad zurecht kam und dann entspannt die Malone Road in Richtung Great Victoria Street rollen lassen…unter deutlicher Geräuschentwicklung des Tretlagers natürlich. Es knarzte an allen Ecken und Enden.

Rad von Frau war was das Tretlager anging deutlich besser, da schepperte und knarzte nichts. Dafür ließ die Bremswirkung am Vorderrad zu wünschen übrig, und das Bremsen per Rücktritt lag ihr ned so wirklich. Aber sie wollte ja unbedingt auf den Gurken in Richtung Sonnenuntergang reiten. Da kannte ich kein Mitleid und grinste fies hehe. Auf dem Rückweg durch den Verkehr ging es dann fleissig bergauf, auch kein Zuckerschlecken mit den Gurken vorm Herrn. Sackschwer, noch Einkäufe im Korb und die paar Gänge die man da hat (7 an der Zahl waren es glaub ich), die waren alle nicht wirklich schön. Konnte mir ein fieses “Siehste???” nicht verkneifen als wir die Räder wieder an die Station an der University brachten.

Nach der Qual ist vor der Qual

Damit war die Geschichte aber noch ned zu Ende. Von einem strammen Spaziergang von der Queens University nach Hause völlig schlapp auf der Couch fiel dann der Satz “Was meinst du, was muss ich für ein Rad ausgeben mit dem ich zur Arbeit fahren kann?”. Alarm! Alarm! Alarm! Alle Glocken läuteten hehe. Der zaghafte Wunsch nach Fortbewegung auf zwei Rädern wurde zwar hier und da mal geäussert, allerdings waren das bis dato mehr so “Randbemerkungen” die ich milde, aber gekonnt ignorierte. Zumal ich ihr ja schon öfters angeboten habe, eins von meinen Rädern zu nehmen wenn sie denn mal fahren möchte. Aber nein….”Stange im Weg“, “zu unbequem“, das übliche Sammelsurium and Gründen warum und weshalb man das Rad ned haben will. Am Sonntag abend jedoch wurde ich konkret (Bild vom Nudelholz hier einfügen bitte) aufgefordert mal auf der Webseite von Chainreactioncycles nach einem, und ich zitiere sie hier wörtlich:

brauchbarem Fahrrad zu schauen, mit dem ich zur Arbeit fahren kann.”

Jetzt definieren sie und ich “brauchbar” anscheinend sehr unterschiedlich. Da für mich “brauchbar” erst ab einer gewissen Ausstattung mit bestimmten Komponenten anfängt, schien ihr ein runtergesetztes Schlachtross für 170 Pfund schon sehr brauchbar zu sein. Und nun habe ich die Arschkarte was günstiges, aber auch gleichzeitig brauchbares an Drahteseln aufzutreiben die von ihr mal begutachtet werden wollen. Die ersten gezeigten Modelle waren…wie sollte es auch anders sein…zu teuer hehe. Preislich rede ich da von 400-500€, was eigentlich für ein “Ich fahr damit nur zur Arbeit…und vielleicht am Wochenende mal einkaufen” Rad durchaus ok ist. Natürlich keine Komponenten der Spitzenklasse, aber solides Mittelmaß für den Einsatzzweck. Dann hatte das Rad natürlich keinen tiefen Einstieg…auch wieder verkehrt. Ich fürchte…ich fürchte…das wird ne Menge Arbeit für mich werden, die gute Frau mit einem für sie genehmen Drahtesel zu versehen. Und vor allem bin ich gespannt wie konsequent denn dann das Zweirad auch genutzt wird. Aber gut…so geht es jetzt also auf die Suche nach einem Rad für Frauchen.

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