163,5 Kilometer

Die 160 Kilometer sind gefallen

HabschnedWir schreiben Tag 1 nach der bisher längsten Tour die bis jetzt auf meinem Tacho steht. Geplant war eine gemütliche Fahrt übers Land mit einer Länge von 132 Kilometern, zusammen mit zwei Usern aus dem Radforum. Gesagt, getan also ging es Sonntag morgen erst zum Bäcker leckeres Frühstück holen und gegen kurz nach 9 Uhr dann auf den Sattel mit Ziel Kamen, genauer dem dortigen Marktplatz.

Der Weg nach Kamen war schon abenteuerlich, es gab da ein kleines Event was ich bei der Streckenplanung übersehen hatte. Aber wer rechnet auch schon mit dem 32. Kamener Sparkassen Triathlon auf einer Anfahrt zu einer längeren Tour. Es ging durch Wickede und Wasserkurl in Richtung Kamen, und urplötzlich stand ich vor Absperrgittern und einem freundlichen Ordnungshüter der die Straße sperrte und eine handvoll Autofahrer zur Kehrtwende bewegte. Bin schön artig auf den Verkehrswächter zugerollt, hab gegrüßt und die Frage wo ich den hin wolle mit “Markt, Kamen” beantwortet. Netterweise hat er mich durch die Absperrung gelassen, und so konnte ich ohne großen Umweg (aber mit der Belehrung weit rechts und zügig zu fahren da gleich jede Menge Fahrräder kommen), die Anfahrt auf der angedachten Strecke fortsetzen.

Kamener Martkplatz…schön klein und übersichtlich ist er jedenfalls. Ausser uns traf sich dort auch noch ein ADFC Radlertrupp der ein paar Minuten vor uns zu einer gemütlichen Sonntagstour aufbrach. Getroffen haben wir the Cycling Dead jedenfalls nicht mehr. Aber ein ausgesprochen freundlicher Haufen, kamen an und haben einen guten Morgen gewünscht und Hände geschüttelt hehe. Anyway, ich fass die Tour jetzt mal kurz zusammen.

Das erste Ziel war Drensteinfurt, welches auch nach diversen Schlenkern dank Versagen des Navis erreicht wurde. Als kleine Stärkung gab es dort ein lecker Eis (Herrencreme kann ich sehr empfehlen, die Kugel Raffaelo war ok und den Cookie Dough…schmeckt woanders auch so). Preislich zusammen mit dem Coffee to go war es glaub ich irgendwo so um die 4 Euro, kann man sich nicht beschweren. Der Besuch von Haus Steinfurt fiel leider aus, das Tor war verschlossen und mir wurde der Kreisverkehr vorenthalten. Aber ein weiterer Besuch ist geplant, die Anlage war von aussen jedenfalls sehr imposant. Weiter ging es in Richtung Hiltrup, was wir aber nur gestreift haben mit einem Schlenker nach Alversloh und von dort nach Sendenhorst.

Sendenhorst wurde im Stechschritt durchquert und das Trio Infernale bereitete sich vor Beckum im Sturm zu nehmen. Unterwegs gab es noch eine kurze Rast mit Verpflegungspause an der Werse (sehr schön gemachte Anlage dort, mit einer kleinen Insel die man über Steine erreichen kann und diversen Trimm-Dich Geräten von zweifelhafter Funktion.

WerseIn Beckum wurde dann nochmal gespeist und ein warmer Kaffee (oder Weizen hehe) in die Figur gekippt, und es ging weiter in Richtung Hamm. Die Zeit rannte nur so dahin und irgendwann so gegen kurz nach 19 Uhr landeten wir im Brauhof Wilshaus, wo nochmals pausiert wurde. Timing hätte nicht besser sein können, kurz nachdem wir dort ankamen weinte Petrus auch jede Menge strömenden Sonnenschein vom Himmel und es wurde arg nass. Nachdem der Regen vorbei war ging es dann auf die letzte Etappe in Richtung Unna Königsborn. Die Zeit rannte unerbittlich, und gegen kurz nach 22 Uhr kam ich dann zusammen mit Sonne_Wolken an der S-Bahn in Unna Königsborn an.

Tickets gelöst, und die Fahrt nach Hause in der S-Bahn angetreten. Die Füße auf der Couch hatte ich dann so gegen 22:30, und ein Check der Gesamtkilometer für den Sonntag ergab 163,50 Kilometer. Nicht schlecht, und was mich noch mehr erstaunt hatte war der Fakt, das ich kein bisschen platt war. Da wären noch einige Kilometer gegangen, hätte bis Mitternacht durchradeln sollen und die 200 Kilometer vollmachen.

Erm…zusammenfassend war die Strecke sehr schön. Wenig dicht befahrene Straßen, viel Grün und Radweg, viel Fotomotive, relativ wenig hügeliges Gelände und die eine oder andere Schotterpiste. Ein gesunder Mix aus diversen Untergründen und absolut sehenswerte Fleckchen Erde (in Drensteinfurt habsch mich direkt verguckt hehe). Das einzige was mich wurmte ist, das ich die Kamera zuhause gelassen habe. Wenn ich gewusst hätte das ich nach den 160 Kilometern noch so gut beisammen bin dann hätte ich mir die 4 Kilo auch auf den Rücken binden können. Aber das wird definitiv nachgeholt. Wenn mal wieder ein schöner Samstag oder Sonntag ansteht geht es wohl mit Kamera nochmal die Strecke entlang, vielleicht nicht die ganze Strecke aber jedenfalls Haus Steinfurt steht auf dem Programm.

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