100km Hausrunde 06.08.2017

HabschnedGuten, frisch zurück von der heutigen Erholungstour. Unterm Strich sind dann ~122km dabei rausgekommen, also knapp mehr als die geplanten 100km aber es lief und das Wetter war (im Gegensatz zu den letzten Tagen) fantastisch. Selbstredend hat der brennende Lorenz auch wieder alles an Schönwetterradlern samt Kind, Kegel und Hund hinterm Ofen vorgelockt. Dementsprechend großzügig fielen dann auch die Schlangenlinien auf der Strecke aus, und vor Schreck über eine herannahende Bande von Senioren auf ihren elektrifizierten Stahlrössern bin ich bei Ameke glatt falsch abgebogen und hab ne elegante Ehrenrunde gedreht…

Wo gestern noch dunkle Wolken verdächtig tief in der Gegend hingen und auf ahnungslose Radfahrer hofften, strahlte einem heute moderates Blau entgegen. Dementsprechend gut gelaunt ging es Kilometer für Kilometer (mit an zwei Stellen geändertem Streckenlayout) von Asseln in Richtung Herbern. Westerwinkel, sowie das davor zu durchfahrende Waldstück wurden heute großräumig umfahren. Ersteres weil bei dem Granatenwetter wieder Dutzende Golfer auf die hilflosen Bälle kloppen und dabei dem Maulwurf das mühevoll gegrabene Dachgeschoss zu Klump dreschen, letzteres weil ich dank der Regenfälle der letzten Tage den Verdacht hatte, dass der Waldboden sich maßlos betrunken hat und schlammig in der Gegend rumliegt.

Unglaubliche Orte traten auf dem neuen Weg auf, unter anderem wurde “Nordick” durchquert, allerdings fand ich trotz des eindeutigen Ortsnamen keinerlei stockschwingende Scharlatane, die hinterhältig mit ihren modernen Carbonlanzen am Wegesrand lungern und dann im Stechschritt in 6er-Reihe durch die Gegend stochern. Sollen se sich mal als Minensucher betätigen, wenn sie mit Stöcken gerne überall reinstechen wollen.

Auch “Krähenland” war mehr Schein als Sein. Auf dem ganzen Weg durchs Krähenland keinen schwarzen Vogel gesichtet. Flinte also wieder aus der Aufnahme am Lenker auf den Rücken und weiter durch Mersch in Richtung Drensteinfurt gerollt. In Drensteinfurt schlug dann die Verkaufspolitik des Eishauses brutal zu, und das erste Mal auf meinen Hausrunden ging es ohne Eis weiter nach Averdung. Landschaftlich..erm…viel Feld, viel grün, wenig Verkher und Radler! Überall Radler! Mitten aufm Land..Skandal.

Der Rückweg hatte ebenfalls ein geändertes Layout erhalten, da ich keine Lust hatte wieder die Brücken am Gersteinkraftwerk hoch zu nageln. Also ging’s auf den Mitteldamm in Richtung Lünen, später dann…wo kein Mitteldamm mehr war, halt am Kanal entlang. Bin da schon ewig nimmer entlang gehechelt, aber manche Dinge ändern sich nie. Bei Gegenwind ist’s am Kanal immer noch kein Spaß, das Wetter hat’s aber rausgerissen. Dann rödelt man halt mit bequemen 18km/h am Kanal entlang, nagelt aber immer noch an dem einen oder anderen Windverachter vorbei.

Am Horstmarer Froschloch noch schnell auf den Seseke-Weg geschwenkt, der erwartungsgemäß randvoll mit allerlei Fuß- und Radvolk war. Aber Knüppeln war heute eh ned angesagt, ergo ganz gediegen um die E-Bikes gezirkelt und in Kamen dann den endgültigen Weg in Richtung Heimat angegangen. Am Ende war es doch sehr gediegen, und der Schnitt der gefahren wurde hat mich doch überrascht. Ich hatte gefühlt so mit 19km/h im Schnitt gerechnet, weil ich zwischendurch doch extrem langsam unterwegs war und Landschaft genoss oder Verkehr hatte…aber 21km/h ist voll im grünen Bereich. 

Damit ist der Sonntag dann auch durch, was die Fahrerei angeht. Die Kette braucht nachher noch ein paar Tropfen Öl und nen Lappen, und morgen geht’s wieder in den gewohnten Wochenrhythmus..also Frühschicht. Und Freitag…leck mich am Arsch…lass Freitag werden, ich will in Urlaub hehe.

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


I confirm

*